Wie ich im Prolog erwähnt habe, wird sich nun meine Arbeit an ein weiteres Projekt richten, dem mit viel Respekt begegnet werden muss. Damit habe ich mich jetzt sehr ausgiebig auseinander gesetzt und sowohl "ebay", als auch "autoscout24" und "mobile" in die Pflicht bestellt, mir meinen Traum eines Opel Kadett A zu erfüllen.
Zielorientiert blickte ich nach vorn und konnte von meinem Bekannten Frank Finkemeier, der in einem Hecktrieblerforum nach einem A-Kadett suchte, einen Verkäufer desselbigen ausfindig machen. Dieser Verkäufer lud mich zu sich ein und ich sah mir das unter einer Plane ruhende Gefährt in einer zweigeteilten großen Halle an. Zum Teil zerlegt, mit starken Verformungen an der Dachhaut und der Frontschürze ließen mich trotz eines relativ guten Gesamtzustandes zurück schrecken. Als dann noch die vorher angesprochenen 2.000€ revidiert wurden und man plötzlich einen Betrag von 2.500€ in den Raum wirft, war ich sichtlich enttäuscht. Es sollte auf jeden Fall zwischen beiden Vertragspartnern der Begriff "Fairness" kein unbekanntes Terrain darstellen.
Zwei Wochen wurden anberaumt, um eine Entscheidung zu fällen, die dann telefonisch nicht zu seinen Gunsten ausfiel.
Also war die weitere Suche obligatorisch.
Es sollte ein Fahrzeug sein, das fahrbar war, komplett montiert aber reparaturbedürftig. Wichtig war vor allem, eine noch recht gesunde Basis zu erhalten, die es lohnenswert macht, an ihr zu arbeiten. Wäre das Fahrzeug in einem sehr guten, tadellosen Zustand restauriert worden, wäre der besondere Reiz für mich persönlich etwas verloren gegangen, da ich als leidenschaftlicher Schrauber gerade da mich nicht so effektiv in Szene setzen könnte. In anderer Hinsicht hätte ich natürlich auch das Problem, Anbauteile, wie z.B. Motor und Getriebe, auszubauen, wenn sich diese Bauteile schon in einem ordentlichen Zustand präsentieren.
Wiederrum half mir Frank bei der weiteren Suche und wurde im "ebay" fündig. Dieser Kadett A hatte natürlich alle Besonderheiten, die ich in diesem Moment zu schätzen wusste. Mein großes Glück dabei war vielleicht gerade die Reparaturbedürftigkeit, das das Abholen des Wagens mit einem Trailer benötigte. Sicherlich schreckt es den einen oder anderen ab, beim entsprechenden Gebot rücksichtloser zu agieren. Ich wusste, dass genau jetzt meine Stunde geschlagen hat und ich alle meine Kräfte bündeln musste, um mit meiner Frau Kerstin diesen Opel Kadett A mein Eigen zu nennen. Mit etwas Geschick und der Zurückhaltung weiterer Bieter habe ich dann dieses Fahrzeug für mich entscheiden können.
Ich denke, dass dieses Projekt einiges von mir abverlangen wird und ich mich jetzt in der Lage fühle, die notwendigen Opfer zu bringen. Die Zeit, die dabei verstreichen wird, setzt mich nicht unter Druck, denn entscheidend wird am Ende das Ergebnis sein und das sollte auf keinen Fall zu Lasten der Qualität gehen.
Ich kann nur noch eines sagen, dass ich mich auf diese Aufgabe freue und damit ein neues Kapitel "Opel Kadett A" eröffne.