Beginn der ersten Veränderungen am Fahrzeug
Frühling 1988:

In diesem Zeitrahmen bekam ich fiebrige Ausbrüche und fühlte mich körperlich sehr schwach. Als ich einen Arzt hinsichtlich dieser Problematik aufsuchte, schrieb er mich einige Tage krank. Ein paar Tage vorher hatte ich mir eine getönte Scheibenfolie besorgt, um sie zum passenden Zeitpunkt auf die Heck- und die hinteren Seitenscheiben zu projizieren. Da ich nun einen Krankenschein besaß, hatte ich Zeit, die Folie aufzubringen. Nach einer Viertelstunde merkte ich, dass plötzlich Schwindelgefühle aufkamen. Zudem stellte ich verstärkt fest, dass deutlich Blasenbildung zu erkennen war. Ich beendete meine Arbeit und regenerierte meinen Körper bei völliger Entspannung. 

Um einen zweiten Versuch zu starten, musste ich mir eine neue Scheibenfolie besorgen. Wieder wurde das Einkleben zum Desaster, da ich nicht wußte, dass man eine Art "Prilwasser" auftragen musste. Beim dritten Versuch war ich endlich erfolgreich und mit meiner Arbeit zufrieden. Zu der Folie besorgte ich mir noch zwei Sonnen-Rollos, die ich im Fond-Bereich auf der Heckablage und am Dachhimmel befestigte. Zu der Zeit lag diese Art der Umrüstung voll im Trend. 

Später entfernte ich die oben erwähnten Fahrzeugaccessoires, da der Blick ins Wageninnere auf einfachem Wege zustande kommen sollte. Mittlerweile hatte ich dort Modifikationen ins Leben gerufen, die durchaus sehenswert waren. Aber davon später mehr.

Ende 1987 - Anfang 1992:
Zunächst einmal möchte ich die Schritte festhalten, die in Verbindung mit meiner Auto-Hifi-Anlage in dieser Zeit Wirkung gezeigt haben. Leider sind nach meiner Recherche keinerlei Rechnungen diesbezüglich aufgetaucht, die einem exakteren Gesamteindruck entsprechen würden. So möchte ich anhand von selbst gemachten Fotos und meinen Erinnerungen einen gesunden Rückblick verschaffen.

Ende 1987 kaufte ich mir zunächst ein herausnehmbares Autoradio des Herstellers Alpine für den Betrag von 1.098DM, sowie zwei 3-Wege-Lautsprecher Magnat Traveller 320M, die mit etwa 450DM zu Buche schlugen. Anfangs ohne, später dann mit einer verhältnismäßig großen Endstufe des Herstellers Alpine für etwa 1.000DM wurde die Anlage befeuert. 

Da mir das Klangerlebnis nicht räumlich genug erschien, nahm ich etwa März 1988 im Promarkt in Dortmund eine Hörprobe eines aus sechs Lautsprechern bestehenden Systems des Herstellers Magnat. Der direkte Vergleich zwischen meinen eingebauten 3-Wege-Lautsprecher und des Magnat-Systems ließ mein Herz zugunsten des Systems höher schlagen. Der Klang war weicher und nicht so blechern. 1.000DM waren der stolze Preis dieses wunderbaren Sounds. Nachdem ich mir eine Ablage aus Spanplatte mit Hilfe einer Stichsäge anfertigte und diese im Fahrzeug verbaute, ließ ich die Lautsprecher anfangs in Verbindung mit meiner Alpine-Endstufe agieren. Um die Lichtmaschinennebengeräusche aus dem Radio zu verbannen, besorgte ich mir noch einen Entstörsatz im Promarkt. Dieser eliminierte fast vollständig die Heul- und Pfeifgeräusche. Beim Musikhören fiel mir neuerdings auf, dass der Klang zwar überragend, aber der Wirkungsgrad des Magnat-Systems so gering war, dass eine Endstufe beileibe nicht ausreichte. Der Musikgenuss war gedämpft. Also musste eine weitere Alpine-Endstufe her, die etwas kleiner ausfiel und mit 648DM zu Buche schlug. Sie war nun für den Mitten- und Hochtonbereich zuständig. Zu dem Magnat-System erwarb ich noch angepasste Frequenzweichen, die von mir vernünftig untergebracht wurden. Nun war sowohl Klang als auch Lautstärke in Einklang gebracht. Nun passierte das Unglaubliche; bei tropischen Außentemperaturen und guter Lautstärke schmolz das Kunststoffgitter im Bereich des Kalottenhochtöners. Weiterhin setzte der Mitteltonbereich aus, was bei mir absolutes Entsetzen und Unverständnis auslöste. Zu keiner Zeit trat eine hörbare Verzerrung auf. Die anschließende Reparatur nahm einige Wochen in Anspruch, bis ich die Lautsprecher wieder in die Arme schließen konnte. Danach verkaufte ich das gesamte Magnat Lautsprechersystem für einen, mir leider nicht mehr bekannten Betrag. Ich wollte einfach kein Risiko eingehen, denselben Fehler erneut zu durchlaufen. Hinterher habe ich mich sehr geärgert,dass ich nicht die "einfachen" 3-Wege-Lautsprecher von Magnat behalten habe. Die klangen gut und waren durchaus hervorragend belastbar. Zudem hätte nur eine Endstufe ausgereicht. 
Nun mussten Lautsprecher her, die klanglich überzeugten. Ich entschied mich für ein aus 6 Lautsprechern bestehenden System von Kenwood. Der Preis lag bei etwa 700DM. Zudem besorgte ich mir noch Frequenzweichen vom gleichen Hersteller. Dies fand ungefähr im Mai des Jahres 1988 statt. Dafür kam erneut die Stichsäge zum Einsatz, um die Lautsprecher in die Spanplatte inklusive der Frequenzweichen einzuarbeiten. Das System in Verbindung meiner beiden, schon vorhandenen, Alpine-Endstufen hatte mich durchaus positiv gestimmt, ich war sehr glücklich. Doch das Glück währte nicht lange. Am Montag, den 27.06.1988 wurde mein Fahrzeug aufgebrochen und dabei die komplette Boxenablage der Kenwood-Bestückung gewaltsam entfernt. Der Schmerz saß tief, aber es nützte ja nichts. Das Alpine Autoradio verkaufte ich an einen damaligen Arbeitskollegen für 150DM.
Etwas Geld kam nun von der Neckura-Versicherung und ich stellte die Überlegung an, für welche Car-Hifi-Anlage ich mich im Juli 1988 entscheiden werde. Die Wahl fiel auf 3-Wege-Lautsprecher des Herstellers Alpine, die 895DM gekostet haben. Ein kräftiger und räumlicher Klang mit hohem Wirkungsgrad ließ mich zu diesem Schritt hinreißen. Auch dafür fertigte ich eine Lautsprecherablage an, die in horizontaler Ausrichtung ihren Platz im Fond fand. Die große Alpine-Endstufe steuerte indessen ihre Lautsprecher an, während die Kleine brach daneben lag. Dasselbe Autoradio erwarb ich noch einmal und bezahlte den gleichen Betrag von 1.098DM.
Um den Tieftonbereich noch kräftiger erscheinen zu lassen, kaufte ich im Juni 1989 bei der Firma Knoop in Bochum-Langendreer einen Subwoofer, der einen Durchmesser von 30cm beinhaltete und 300DM kostete. Diesen baute ich mittig auf die Spanplatte zwischen die Alpine-Lautsprecher und steuerte ihn mit meiner großen Alpine Endstufe an. Die kleine Endstufe sorgte dafür, dass die daneben liegenden Boxen ausreichend versorgt wurden. Aber der kräftige "Bass" blieb aus und bei mittlerer Lautstärke fing der Subwoofer an, Verzerrungen zu bilden. Bei der Firma Knoop konnte man sich diesen Zustand nicht erklären. Und auch nach Aufsuchen einer anderen Car-Hifi-Verkaufsfirma auf der Dorstener Straße in Bochum hatte man vor Ort keine logische Erklärung parat. Das Einzige, was man noch ausprobieren könnte, wäre eine Art Bassreflexbox, die um diesen Lautsprecher in einer bestimmten Größe angefertigt werden sollte. Ich baute nach Plan eine solche Verschalung und brachte zu dem noch Dämmstoffe mit ein. Der Klang war nun ein wenig druckvoller, hatte aber trotzdem nicht zu einem vernünftigen Resultat geführt. Aus irgendwelchen Kreisen nahm ich nun Stimmen wahr, die diese Kombination auf meiner Ablage angezweifelt haben. Letztendlich war das der Grund, der keine Harmonie aufkommen ließ. Auch der Kauf eines im Juni 1989 gekauften Equalizers im Wert von ca. 450DM konnte über diesen Umstand nicht hinweg trösten. Mittlerweile vom ersten Einbruchschaden erholt, folgte am Montag, den 11.09.1989 der Zweite. Diesmal hatte man es auf den Alpine Equalizer abgesehen, der unter dem Aschenbecher am Armaturenbrett fest geschraubt war. Mit roher Gewalt riß man ihn buchstäblich heraus und schob das Fahrzeug mit Wucht rückwärts gegen einen Baum. Das Autoradio befand sich in dieser Zeit zum Glück in meiner Obhut. Wenig später entfernte ich den Subwoofer und baute mir eine neue Ablage. Im September 1989 bekam ich dann ein lukratives Angebot, das ich einfach nicht ausschlagen konnte. Die Firma Knoop bot mir eine Kenwood-Endstufe an, die eigentlich 1.600DM kosten sollte, aber aufgrund eines Angebotes auf 1.000DM festgesetzt wurde. Lange habe ich überlegt und mich dann doch für diese etwa 10kg "Mammut"-Endstufe entschieden. Die beiden anderen Alpine-Verstärker verkaufte ich dann weiter. Ein Equalizer zur Klangverbesserung sollte aber auch nicht fehlen, und so entschied ich mich für einen aus dem Hause Kenwood. Dieser war in seinen Abmessungen so gering, dass er nach Umbau des Aschenbechers in diesen hinein passte und nicht mehr in optischer Erscheinung treten konnte. Nur wer diesen Standort kannte, hatte Zugriff auf den Equalizer. 298DM gab ich noch einmal aus, um mich jetzt richtig wohlzufühlen. Der 3. Einbruchschaden am Mittwoch, den 25.04.1990 ließ meine Hifi-Anlage weitest gehend unversehrt. 
Zwischen März und November 1991 hatte ich auf meiner Boxen-Ablage einen Kadett D in Miniaturform in der selbst lackierten Farbe Polarweiß verewigt, der als kleines visuelles "Schmankerl" herhalten sollte. In dieser Zeit entledigte ich mich auch von vielen "unnötigen" Innereien, so dass die ursprüngliche Lautsprecherablage ihre Form und Lage ändern musste. Ich hatte sie schräg angeordnet und befestigte zu den Alpine-Lautsprechern und Kenwood-Endstufe auch noch den Verbandskasten und das Warndreieck. Angeschraubt wurde das Schrägbrett zum einen an den hinteren Gurtbefestigungspunkten und zum anderen an der rückwärtigen Radhausabstützung.
Anfang 1992 entfernte ich dann die gesamte Car-Hifi-Anlage aus meinem Fahrzeug, da die vielen Einbrüche im Wesentlichen zu dieser Entscheidung beitrugen, aber auch die Übersichtlichkeit sollte besser werden. Das Alpine Autoradio inserierte ich im Reviermarkt für 350DM und prompt kamen zwei junge Leute vorbei, die reges Interesse zeigten. Ein Handeln kam für mich nicht in Frage, im Zweifelsfall hätte ich das unbeschädigte Autoradio behalten. Aber trotzdem kam dann der "Deal" zustande. Den Kenwood Equalizer verkaufte ich auch weiter, um meinen Bestand langsam zu dezimieren. Der Betrag ist mir aber leider nicht mehr bekannt. Den großen Kenwood-Verstärker, sowie die guten Alpine 3-Wege-Lautsprecher verkaufte ich an meinen langjährigen Bekannten Frank Bahlo, der mir insgesamt 1.000DM dafür überreichte. Dabei entfielen 370DM auf die Lautsprecher und 630DM auf die Endstufe.
Montag, 09.05.1988:
Ich habe falsch geparkt; vorgeworfen wurde mir: 
"Parken auf Gehweg §12 Abs.4 StVO in Bochum, vor dem Grundstück Kortumstraße 148a". Aufgezeichnet von der freundlichen Politesse um 15:27h. Der Bußgeldbescheid war am Montag, dem 16.05.1988 von der Stadt Bochum ausgestellt worden. Die Kosten für dieses Vergehen lagen bei 10DM.
Donnerstag, 19.05.1988:
Bei der Fa. Emil Pieper beide Vorderfedern ersetzen lassen (Tage zuvor habe ich bei der Fa. Mantzel 1 Satz H&R-Federn und 4 gelbe KONI-Stoßdämpfer im Wert von ca. 1.000DM erworben), sowie Federbeinpatronen erneuern lassen. Als Kleinteile waren noch 4 Splinte, 4 Kappen und 1 Spezial-Fett hinzugekommen. Bei ca. 56.000 gefahrenen Kilometern kam diese Arbeit zustande. Die Rechnung hierfür betrug 198,26DM.
Eigentlich wollte ich selbstständig versuchen, dieser Arbeit gerecht zu werden, aber mir fehlten leider die nötigen Werkzeuge.
Samstag, 28.05.1988:
1 Satz Felgenschlösser 905 bei der Fa. Sandtler für 39DM gekauft. Diese sollten im Falle eines Falles die am Dienstag, den 31.05.1988 gekauften ATS-Cup-Räder vor Diebstahl schützen.
Dienstag, 31.05.1988:
4 Stck. ATS-Cup-Felgen 7059 schwarz poliert in Verbindung mit 195/50VR15 Fulda Y2000-Bereifung komplett montiert für den Betrag von 1.436DM bei der Fa. Sandtler erworben.
Freitag, 03.06.1988:
1 Auspuffblende für 9,90DM bei der Fa. Sandtler gekauft. Ein geänderter Endschalldämpfer war mir noch zu teuer und hätte eventuell eingetragen werden müssen. Die verchromte Blende machte auch was her und ließ sich leicht anbringen. Nur lange hielt sie nicht, denn das Blech riß direkt an der Verschraubung. Höchstwahrscheinlich waren Vibrationen und die Temperaturen dafür verantwortlich. Später entschied ich mich doch noch für einen sportlicheren Schalldämpfer.
Juni 1988: 
Als ich das Mantzel-Fahrwerk verbaut und anschließend die Rad-/Reifenkombination montiert hatte, war ich stolz wie Oscar. Ich fuhr durch die Gegend, um die Leute an meiner Freude teilhaben zu lassen. Diese währte nicht lange, da die Freigängigkeit an der Achse 2 nicht gegeben war. Ich machte einen Zwischenstopp an der Langendreer Parkanlage und fing an zu werkeln. Ich schnitt den hinteren Radlauf an jeweils zwei Stellen ein und legte die Bördelkante um. Was ich nicht ahnte, ist doch tatsächlich passiert. Der Bereich der Schnittkante drückte sich nach innen und ließ erkennbare Wölbungen entstehen. Nun musste ich mit diesem Missstand bis Ende 1994 leben.
Montag, 27.06.1988:
In der Nacht ist in den Kadett eingebrochen worden. Entwendet hat man die komplette Boxenablage mit Kenwood-Bestückung - insgesamt 6 Lautsprecher; vor kurzem habe ich mich für diese Lautsprecher entschieden. Das Autoradio von Alpine habe ich zum Glück herausgenommen und in den Kofferraum gelegt, welches der/die Dieb/e nicht entdeckt hat/haben. Auch die beiden Alpine-Endstufen blieben unentdeckt. Beschädigt wurde die Beifahrertür, dessen Türschloß und Seitenscheibe eingeschlagen. Ich hatte den Abend Nachtschicht und habe das Fahrzeug auf dem OPEL-Parkplatz Werk II, Nähe kleines Portal um ca. 21:20h abgestellt und um 6:00h früh den Einbruch bemerkt. Anschließend habe ich diesen Vorfall am Hauptportal und des Weiteren an der Polizeiwache in Bochum-Langendreer, Dördelstraße gemeldet. Zum Glück hatte ich eine Zusatzversicherung bei der Neckura abgeschlossen, die eine Car-HIFI-Anlage über die üblichen 1.000DM versichert hat.
Von der Staatsanwaltschaft Bochum ist am Mittwoch, den 06.07.1988 ein Schreiben verfaßt worden, in dem das Verfahren eingestellt wurde. Es war der Erste von insgesamt 4 Einbrüchen.
Dienstag, 28.06.1988:
Von der Fa. Emil Pieper ist eine Quittung für die Rechnungs-Nr. 110 279 im Wert von 127,27DM ausgestellt worden. Um was es sich dabei gehandelt hat, konnte ich nicht mehr nachvollziehen.
Mittwoch, 29.06.1988:
Ich bin bei der technischen Prüfstelle zu Bochum vorstellig geworden bezüglich der Briefeintragung "geänderte Fahrwerksfedern und geänderte Rad-/Reifenkombination". Nach reiflicher Überlegung und Überprüfung der von mir beigelegten Unterlagen kam der aaSoP zu dem Entschluss, dass diese Kombination so nicht eingetragen werden konnte. Also beschränkte ich mich auf die §19.2-Eintragung bezüglich der Tieferlegung. Eingetragen wurden mantzel-Federn: vorn 6,1x13 und hinten 6,3x14; gemessene Fahrzeughöhe: 1341mm; Ergebnis: Ohne erkennbare Mängel. Der Preis hierfür betrug 85,50DM. Gleichzeitig habe ich dort noch einen Stoßdämpfertest durchführen lassen für 6,84DM.
Donnerstag, 30.06.1988:
An der technischen Prüfstelle in Witten habe ich nun versucht, die Rad-/Reifenkombination eintragen zu lassen, letztendlich mit Erfolg. Ich habe vorher zusätzlich noch vom Kadett D mit SR-Ausstattung die schwarzen Radabdeckungen angebracht, um eine ausreichende Abdeckung zu gewährleisten. Dem aaSoP war diese Radabdeckung etwas mager ausgefallen, konnte mir aber doch noch die Eintragung in den Fz-Brief vornehmen. Eingetragen wurde VUH 195/50R15 a. Felge 7Jx15H2, ET28, KBA40901, ATS-Cup. Die zusätzliche Radabdeckung wurde zum Glück nicht mit in den Fz-Brief aufgenommen. Ich habe sie anschließend kurzerhand entfernt. Diese Eintragung kostete 74,10DM. Unverzüglich stattete ich dem Straßenverkehrsamt einen Besuch ab. Um 12:16h bekam ich für 19DM einen neuen Fahrzeugschein ausgehändigt. 
Donnerstag, 07.07.1988:
An der Prüfstelle in Bochum habe ich eine "ASU" durchführen lassen. Die gültige Plakette ist meinem Fahrzeug zugeteilt worden, aber mit dem Hinweis, dass der Vergaser überprüft werden sollte. Der Motor lief nicht sauber "rund". Der Betrag für die §47a-Untersuchung lag bei 29,64DM.
Freitag, 08.07.1988:
Bei der Fa. Emil Pieper kaufte ich eine Dichtung und einen Zylinder für 41,70DM.
Mittwoch, 20.07.1988:
Da der Motor schlecht lief, was ja auch bei der ASU am 07.07.1988 festgestellt wurde, musste eine Überprüfung des Vergasers erfolgen. Da ich mir die Zerlegung desselbigen nicht zugetraut hatte, habe ich diese Arbeit an die Fa. Emil Pieper weiter gegeben. Dort wurde der Vergaser überholt, ein Reparatursatz, 3 verschiedene Dichtungen und ein Vergaserreiniger verbraucht. Lt. Rechnung lag der Kilometerstand bei ca. 60.000km. Ich habe für diese Reparatur 168,83DM bezahlt.
Freitag, 29.07.1988:
Bei der Fa. Emil Pieper ist die Vorspur eingestellt worden. Da die Spurstangen sich schlecht lösen ließen, mussten sie mit einen Spezial-Mittel behandelt und gangbar gemacht werden. Für diese Leistung bezahlte ich 75,24DM. Leider sind durch diese Aktion die Verstellschrauben stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Man könnte einfach ausdrücken, dass sie "rund bearbeitet" wurden. Professionelle Arbeit sieht anders aus.
August 1988:
Ich war schon oft, genauer gesagt, jedes Jahr mit meinen Eltern in Alt-Jugoslawien in der Stadt Maribor, aber nun das erste Mal mit meinem eigenen Wagen. Tiefergelegt und mit einer ansprechenden Rad-/Reifenkombination ausgestattet, war ich gespannt darauf, wie man dort auf ein solch umgerüstetes Fahrzeug reagiert. Als ich an unserem Haus in Slowenien ankam, hatte ich etwa 1.040km hinter mich gebracht. 
Am nächsten Tag reinigte ich den Kadett D und bekam plötzlich und unerwartet Besuch aus der Nachbarschaft. Normalerweise kam nie ein Kontakt zustande, aber diesmal sollte alles ganz anders sein. Sie wollten sich klangtechnisch von meiner Hifi-Anlage überzeugen. Da meinte ich nur, dass ich mein Alpine-Autoradio noch aus dem Haus holen muss. Völliges Unverständnis bei den Leuten ließ tief blicken. Ein Autoradio zum Herausnehmen hatten sie bis dato noch nicht gesehen. In Verbindung mit den Alpine 3-Wege-Lautsprechern konnte ich dem äußeren Erscheinungsbild noch die richtige Würze geben, die Leute waren überrascht. Nun gehörte ich ihrem Club an und nahm an Feiern teil. Ich fühlte mich wohl, aber ein bisschen unbehaglich war mir schon. Denn irgendwo stellte ich fest, dass mein Fahrzeug ausschlaggebend war, um in dieser Clique aufgenommen worden zu sein. 
So lernte ich in dieser Zeit den Bekannten meines Cousin kennen, der, wie mein Cousin Matjaz Türk selber, ein begeisterter Hobby-Schrauber war. Zusammen unternahmen wir einige Fahrten, so unter anderem eine nach Portoroz. Die Stadt liegt am adriatischen Meer und gehört zu Slowenien. Auf dem Weg dorthin geschah das Unfassbare. Wir unterhielten uns intensiv, während wir eine Autobahn mit jeweils zwei Fahrstreifen in jede Richtung befuhren. Plötzlich teilte sich die Autobahn an der Mittelleitplanke auf, als sich dort ein Berg auftat. Dann meinte der Bekannte, dass wir wohl falsch gefahren sind und in die entgegen gesetzte Richtung müssen. Da die Autobahn nicht mehr wie diese aussah, sondern nur unsere beiden Fahrstreifen zu sehen waren, nahmen wir an, dass wir uns auf einer Art Landstraße befänden. Also kehrte ich um und fuhr zurück. Ich staunte über "riskante Überholmanöver", die von anderen Fahrzeugen ausgingen. Als dann das Ende des Bergs erreicht war und wir die beiden anderen Fahrstreifen zu sehen bekamen, stockte uns der Atem. Blitzschnell wendete ich meinen Kadett D an Ort und Stelle. Ich hatte nie damit gerechnet, einmal als Geisterfahrer unterwegs zu sein, aber die Realität hat gezeigt, dass es durchaus möglich war.
Mittwoch, 17.08.1988 - Samstag, 06.05.1989: (Breda)
Einen Anteil an dieser Geschichte trägt auch meine damalige Freundin bei. In dieser Zeit währte unsere Beziehung und viele Fahrten sind mit meinem Kadett D absolviert worden. Da wären zu nennen die Diskothekenbesuche, allgemeine Fahrten in Jugoslawien und Deutschland sowie auch manchmal kritische Situationen mit der Polizei.
So hat sich eines nachts bzw. morgens folgende Geschichte zugetragen: Von der Disco nach Hause haben wir einen Bekannten mitgenommen. Da ich schon einiges an Alkohol zu mir genommen habe, bat ich Sie, das Fahrzeug zu lenken. Kein Problem, antwortete sie und so fuhren wir in Richtung Heimat. Auf dem halben Wege hielt uns eine Polizeistreife an und fragte sie nach ihrem Führerschein bzw. Ausweis. Sie hatte die Papiere leider nicht dabei, so dass ich von ihr gefragt wurde, ob ich denn die nötigen Dokumente zeigen könnte. Auch ich hatte nichts bei mir, was sichtlich den Polizisten ärgerte. Dann schrie plötzlich der Bekannte von hinten, dass er seinen Ausweis dabei hätte und zeigte ihn auch wohlwollend. Dem Streifenpolizisten reichte das zum Glück; er ermahnte uns aber für das nächste Mal, die Papiere ständig bei sich zu haben. Dies ist uns zum Glück in Slowenien passiert; hier hätte das mit Sicherheit noch weitreichendere Konsequenzen gehabt.
Eine andere Situation mit der dortigen Polizei ließ mich auch erst einmal aufschrecken; kurze Zeit später konnte ich mich wieder beruhigen. Mit etwa 100km/h fuhr ich mit Ihr über eine breit ausgebaute Straße, die aber eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften von 50km/h beinhaltete. Plötzlich und völlig unerwartet stand linksseitig, zwischen zwei Häusern, ein Gendarmeriefahrzeug, welches mir mit der Lichthupe signalisierte, dass ich zweifellos zu schnell unterwegs war. Ich drosselte rapide das Tempo und beobachtete meinen Rückspiegel. Zu meinem Glück war dies nur eine Warnung, die ich auch zu verstehen und umzusetzen wußte.
Durchaus war ich nie der Mensch gewesen, der sich zu irgendwelchen "Straßenrennen" hinreißen ließ. In Slowenien sollte alles anders sein. Die Präsenz der "Milica" war offenbar nicht so stark vertreten, was die Hemmschwelle für derartiges Fehlverhalten stark nach unten korrigierte. Erinnern kann ich mich an die Situation, dass der Besitzer eines Fahrzeuges durch meine Anwesenheit ein Gefühl von Bedrängnis verspürte. Er beschleunigte und ließ die Leistung seines Wagens voll entfalten. Eigentlich galt im Bereich dieses Abschnittes die Höchstgeschwindigkeit von 50km/h, erreicht wurden knapp 150km/h. Ich bekam es mit der Angst zu tun und ließ ihn fahren.
An einem anderen Tag fuhr ich Richtung Maribor-Innenstadt. An einer Ampelkreuzung hielt ich auf dem mittleren Fahrstreifen während einer Rotphase an. Nun gesellten sich zwei Fahrzeuge rechts und links neben mich und schauten zu mir herüber. Von beiden Seiten vernahm ich Gasspiele, die das Gefühl von Nervenkitzel beinhalteten. Als die Ampel grün zeigte, rasten wir los. Unbekümmert ließ ich mich "fallen", da die Härte der hiesigen Polizei gänzlich versagte.
Montag, 31.10.1988:
Die Fa. Emil Pieper hat eine Fremdleistung erbracht: eine Ummontage, ein Rad ausgewuchtet, 1 Reifen gewalkt, 1 Ventil erneuert und einen Altreifen vernichtet. Der Preis hierfür betrug 205,20DM.
Als ich von der Nachtschicht so gegen 6:00h zu meinem Fahrzeug kam, war ein Vorderreifen vorsätzlich beschädigt worden, so dass er keine Luft mehr enthielt. Ich bemerkte diesen Zustand erst, als ich zu Hause ankam. Eine schwergängige Lenkung ist mir schon aufgefallen, aber einen Reifenschaden habe ich nicht vermutet.
Wohnhaft war ich zu der Zeit noch in der Alten Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer.
Mittwoch, 21.12.1988 - Montag, 02.01.1989:
In dieser Zeit hatte ich meinen Kadett D abgestellt und nicht benutzt, da ich mit dem Zug von Dortmund nach Ljubljana gefahren bin, um meine damalige Freundin zu besuchen.
Winter 1988:
Die ersten Bilder, die ich von meinem Kadett D entwickeln ließ, zeigen den Beginn von Modifikationen. Erkennbar sind die damals begehrten ATS-Cupfelgen in der Dimension 7Jx15H2, ET28 und der Standard-Reifengröße von 195/50R15 82V. Etwa 40mm Tieferlegung und getönte Scheibenfolie mit Sonnen-Rollos waren die ersten Ansätze. Zu der Zeit war im Innenraum noch wohlige Wärme durch Heizung, Teppich und Dachhimmel zu verspüren, eine Car-Hifi-Anlage besorgte den angenehmen Rest. Leider hatte ich es versäumt, Fotos vom Originalzustand anzufertigen.
Die Bilder 1988/1 bis 1988/4 zeigen den damaligen Stand.
Bild 1988/1
Bild 1988/2
Bild 1988/3
Bild 1988/4