Tiefere Einblicke ins Tuninggeschehen
Freitag, 24.03.1989:
Ich hatte den Wunsch, meine Freundin in Slowenien zu besuchen. Beim Überfahren des Grenzübergangs Sentilij/Spielfeld fiel dem Zollbeamten auf, dass ich keinen Reisepass, sondern nur einen Personalausweis mit mir herum trug. Das reicht zur Überfahrt nach Slowenien nicht aus und so bezahlte ich einen mir zur Zeit nicht mehr bekannten Betrag. Das Einzige, woran ich mich erinnern kann ist die Tatsache, dass der Betrag sehr hoch war. Das Dokument, das mir anschließend ausgehändigt wurde, war eine "Turisticna Prepustnica".
In dieser Zeit sah ich meine frühere Freundin zum letzten Mal. Ich verabschiedete mich von ihr und fuhr nach Maribor, um dort noch eine ältere Dame mitzunehmen. Diese wartete direkt an unserem Haus in der Vrablova ulica 40. Die Nachbarn unseres Hauses hatten mich gefragt, ob ich ihre Bekannte denn mitnehmen könnte, wenn ich Jugosla-wien verlassen sollte. Da ich erst abends los fuhr, hatte ich gehofft, dass ihr das zu spät werden würde, aber Fehlanzeige. Sie sagte zu und so fuhren wir gemeinsam Richtung Heimat - Bochum. Sie redete fast ununterbrochen und brachte mich so durcheinander, dass ich mich tatsächlich zweimal verfahren habe. Das ist mir noch nie passiert. In den Morgenstunden hatte ich die Absicht geäußert, einen Schlafplatz anzufahren, um mich ein wenig auszuruhen. Irgendwann schlief ich ein und nahm sie nicht mehr wahr. Als ich wach wurde, ging es mit der Fahrt und ihren "guten" Erzählungen weiter. Ich war sehr angespannt und am Ende auch agressiv. Als wir mein trautes Heim in der Alten Bahnhofstraße, in Bochum erreicht hatten, nahm ich die Frau noch mit zu mir nach Hause. Dort konnten meine Eltern sie etwas näher kennen lernen. Sie fragte mich, ob sie dieser Fahrt etwas zusteuern sollte, aber ich meinte, dass es nicht vonnöten sei, sich zu beteiligen. Und so zahlte sie keine müde Mark und fragte auch kein zweites Mal. So habe ich die Erfahrung gemacht, dass nicht jeder Mensch über eine gesunde Portion Anstand verfügt. Gelernt habe ich darüber hinaus, dass ich fremde Personen über eine weite Distanz nicht mehr mitnehmen werde.
Montag, 10.04.1989:
Bei der Fa. Emil Pieper einen Unterbrecherkontakt ersetzen lassen, Zündungsteile sind verwendet worden. Bezahlt habe ich 38,92DM.
Dienstag, 02.05.1989:
An diesem Tage habe ich gestauchte Federn von der Fa. nothelle abgeholt. Einige Zeit vorher gab ich die mantzel-Federn ab, um eine extremere Tieferlegung zu erreichen. Man sagte mir, dass das Verändern der Federn ohne Garantie stattfinden würde und dass eine Stauchung innerhalb der StVZO unzulässig ist. Ich habe die angelieferten Federn letztendlich doch stauchen lassen, und zwar 30mm. Leider war am Fahrzeug dieser Umstand nicht so recht zu erkennen; das Fahrzeug war vielleicht um ca.15mm tiefer als vorher. Die Federkennzeichnung ist aber bei dieser Maßnahme nicht beschädigt worden. Der Betrag lag bei 136,80DM.
So richtig zufrieden war ich noch nicht, deshalb musste ich bei diesem Unterfangen noch einmal nachhelfen. Um wenigstens an der Vorderachse eine tiefere Ausgangsbasis zu erlangen, kaufte ich mir im Baumarkt Holz-Ziesak ein Hartmetall-Sägeblatt für meine Stichsäge und entfernte jeweils 1,5 Windungen der vorderen Federn. Im Keller des Hauses, welches in der Alten Bahnhofstraße in Bochum-Langendreer ansässig war, brauchte ich ganze 10 Minuten, um eine Federwindung durchzutrennen. Durch diese Maßnahme konnte schon ein weiterer Tiefgang verzeichnet werden. Nun reichte es vorn, aber dafür hinten noch nicht. Die Windungen hinten glichen einer Spirale, bei der sich diese ständig im Durchmesser veränderten. Ein Abtrennen war demnach unmöglich, oder man hätte auf Führung verzichten müssen. Aus irgendwelcher Quelle erfuhr ich, dass das Federnwerk in Castrop-Rauxel auch in der Lage war, Federn zu stauchen. So fuhr ich vorbei und gab meine Federn bei dieser Firma ab. Zwischen 30-40mm sollte die Stauchung betragen, die auch prompt umgesetzt wurde. Anschließend lackierte man diese Federn in der Farbe schwarz und ließ sie so neuwertig aussehen. Bezahlt habe ich für alle vier Federn insgesamt den Betrag von 120DM.
Freitag, 12.05.1989:
Die Fa. Emil Pieper hat das Ventilspiel eingestellt und eine Dichtung ersetzt für den Betrag von 43,02DM bei ca. 77.000km.
Mitte 1989:
In diesem Zeitrahmen hatte ich gezielt darauf hingearbeitet, die Felgen meines Kadett D in polarweiß zu lackieren; da bot sich die Parkanlage in Bochum-Langendreer an, wo auch diverse andere Arbeiten erledigt wurden. Kollegiale Unterstützung erhielt ich von meinem Bekannten Thomas Wedde, der sich gleichermaßen mit diesem Problem auseinander setzte. Ganze 4 Stunden pro Felge konnte man an Arbeit einbeziehen, die letztendlich auch lohnenswert waren. Anfangs benutzte ich noch den falschen Klarlack, der sich dahingehend bemerkbar machte, dass der Basislack sich plötzlich ablöste. So fanden mein Bekannter und ich heraus, dass es schon gewaltige Unterschiede zwischen Nitro- und Kunstharzlack gibt. Die Verträglichkeit lässt bei falscher Zusammensetzung zu wünschen übrig.
Samstag, 01.07.1989:
Bei der Fa. Sandtler kaufte ich ein Sonderlenkrad und eine dazugehörige Nabe des Herstellers Raid, Lenkradtyp: Raid 1E, Durchmesser: 350mm und Nabenkennzeichnung: K770. Die Kosten lagen bei 215DM.
Das Sonderlenkrad ließ sich mit und auch ohne Prallpolster im Fahrzeug bedienen. Da die sportlichere Variante ohne diesem Polster auskam, hatte ich irgendwann einmal den Ausbau selbst durchgeführt, was später zu Problemen führen sollte. Siehe auch Samstag, den 18.12.1993.
Montag, 10.07.1989:

Bei der Fa. Mantzel Opel Tuning erwarb ich eine Domstrebe sowie eine Querlenkerabstützung in Stahlausführung. Der Betrag von 271,66DM wurde von mir entrichtet.

Die Domstrebe ließ sich sehr einfach einbauen, was man von der Querlenkerabstützung nicht sagen konnte. Das Problem waren die inneren M14-Verschraubungen im Bereich der Querlenker, die in den letzten Jahren in den jeweiligen Buchsen für großflächige Korrosion sorgten. Ein Abschleifen der Schrauben und Einsetzen neuer Querlenkerbuchsen war unumgänglich. Erst dann konnte die Querlenkerabstützung angeschraubt werden.

Sonntag, 30.07.1989 - Donnerstag, 21.06.1990: (Ema)
Im Juli 1989 bereiste ich mit meinem Kadett D die Stadt Maribor in Slowenien, um unter anderem meine Verwandten zu besuchen. Zudem hat dieser Ort für mich seinen gewissen Reiz, wo ich mich wohlfühle.
Ich suchte meinen Cousin zu Hause auf, mit dem ich meistens eine Menge unternommen habe. Er hatte vor, mit seinem Bekannten zur kroatischen Insel Krk zu reisen, um dort eine Kindergruppe zu beaufsichtigen. Diese Kinder entstammten aus Familien, die notbedürftig waren. Auf seine Frage hin, ob ich auf dieser Insel zelten möchte, antwortete ich mit einem deutlichen Ja. Mit meinem Fahrzeug fuhr ich nach Kroatien und verlebte schöne zwei Wochen, in denen ich die damalige Freundin Ema R. kennen lernte. An einem Abend herrschte ein orkanartiger Sturm mit entsprechendem Regenguss, der nur "mein" Zelt niederwarf. Alle meine Utensilien waren durchnässt und mussten am nächsten Tage getrocknet werden. Ich breitete die Dinge in meinem Kadett aus und fuhr bei tropischen Außentemperaturen stundenlang spazieren. Dies zeigte dann auch Wirkung. Am vorletzten Tag stellte ich fest, dass man mir das Heckwischerblatt entwendet hatte, ohne jegliche Spuren zu hinterlassen. Bald darauf trat ich dann meinen Heimweg an.
Montag, 07.08.1989:
Diesmal ist bei der Fa. Emil Pieper die "ASU" durchgeführt worden. Es sind keine erkennbaren Mängel aufgetreten. Die Plakette wurde zugeteilt. Die Informationen über den Betrag fehlen mir leider an dieser Stelle.
Montag, 11.09.1989:
Mit dem Beginn des Studiums kam leider auch eine unerfreuliche Nachricht; das Fahrzeug ist aufgebrochen worden. Die Alpine 3-Wege-Lautsprecher sowie die Endstufen blieben unberührt, das Alpine Autoradio war zum Glück nicht vor Ort, aber den Alpine-Equalizer hat es erwischt. Er ist dem/den Einbrecher/n aufgefallen und wurde gewaltsam von dem Armaturenbrett getrennt, dabei dieses teilweise zerstört. Nach "getaner Arbeit" ist der Kadett mit Wucht gegen einen dort stehenden Baum rückwärts geschoben worden. Der Schaden hinten war erheblich. Die Heckstoßstange und die Heckschürze waren erheblich nach innen verformt. Von der Staatsanwaltschaft Bochum ist am Donnerstag, den 12.10.1989 ein Schreiben verfaßt worden, in dem das Verfahren eingestellt wurde. Es war der Zweite von insgesamt 4 Einbrüchen. Der Einbruch ist an der Fachhochschule Bochum vollzogen worden.
Dienstag, 19.09.1989:
Bezüglich eines Kostenvoranschlags in Verbindung mit den Beschädigungen am Fahrzeug während des Diebstahls bin ich bei der Fa. Emil Pieper vorstellig geworden. Der "nette" Herr dort war aber der Meinung, dass ein solches Dokument nicht ausgefüllt werden sollte, die eigentlichen Reparaturen sind in jedem Falle durchführen zu lassen. Er war auch sofort bereit, das beschädigte Armaturenbrett durch ein Neues zu ersetzen, auch wenn ich nicht so recht seiner Meinung war. Nun hat er es bestellt per Express und das zog nicht unerhebliche Kosten nach sich. Ein Gang zum Rechtsanwalt hatte sich jetzt gelohnt, da er zum einen kostenlos ausfiel,und zum anderen ein Ergebnis hervorbrachte, dass sich mit meinen Gedanken gedeckt hat. Reparaturen sind nicht durchführungspflichtig, es können diese auch von mir selbst erbracht werden.
Die Kosten für den Rücktransport und Expresskosten mussten jetzt leider von mir übernommen werden und lagen bei 53DM.
Das Armaturenbrett konnte ich zum Glück in einen einwandfreien Zustand zurück versetzen, aber der Heckschaden, den die Versicherung  nicht übernehmen musste, sollte allein von mir getragen werden. Die Versicherung berief sich darauf, dass es sich bei dem hinteren Schaden nicht um einen Diebstahlschaden handelte, sondern ein Sachschaden zu verzeichnen war. Und dieser fällt nicht in den Bereich der Teilkasko. Eine Vollkasko wäre hier die richtige und vernünftige Absicherung gewesen. Bezahlt wurde demnach nur der Schaden, der unmittelbar mit dem Einbruch in Verbindung gebracht werden konnte. Dazu gehörte die Beschädigung des Türschlosses, Armaturenbretts und Entwendung des Equalizers, bei dem aber je nach Alter, Abzüge geltend gemacht wurden.
Die Reparatur im Heckbereich übernahm ein Kollege von Thomas Wedde. Diese sollte sich im Bereich um 1.000DM bewegen. Das Vorabgespräch lief hervorragend, nur eine Anzahlung von 300DM sollte ich im Voraus entrichten. Dazu meinte er, es sei in seiner Vergangenheit des Öfteren vorgekommen, dass Leute seine Dienste in Anspruch genommen hätten und er anschließend hinter dem Geld herlaufen musste. Dies sei einfach nur eine Vorsichtsmaßnahme. Nach einigen Tagen sollte ein Anruf bei diesem Kollegen die Glückseligkeit versprechen, denn die Reparatur war fertig gestellt und ich konnte unverzüglich zu Fuß und bepackt mit dem tragbaren Alpine Autoradio meinen Kadett aufsuchen. Als ich nach etwa 2 Stunden am Ort des Geschehens eintraf, konnte ich mir die Reparaturarbeiten genau anschauen. Diese Instandsetzung entsprach voll und ganz meinen Vorstellungen, aber leider nicht der Umgang mit den dafür zu entrichtenden Kosten. Meine Frage nahm Bezug auf die zu zahlenden Gesamtkosten. Der Gesamtbetrag, wie vereinbart, lag bei 1.000DM. Also wollte er wohlwollend dieses Geld auch kassieren. Als ich ihm zu verstehen gab, dass ich 300DM zu Beginn ausgehändigt habe, winkte er erst einmal ab und gab schließlich hinterher doch zu, "na dann wird es wohl so gewesen sein!?". So überreichte ich ihm den Restbetrag von 700DM und fuhr etwas gereizt davon.
Herbst 1989:
Die nachfolgenden Fotos Bild 1989/1 und Bild 1989/2 zeigen weitere Veränderungen auf. Zum einen eine "modifizierte" Tieferlegung, die in weiß lackierten Schüsseln der Alufelgen, in Wagenfarbe gesetzte California-Außenspiegel und Dachantenne. Die Scheibenfolie mit den Rollos hatte ich zwischenzeitlich entfernt.
Bild 1989/1
Bild 1989/2
Freitag, 03.11.1989:
Ich bin zur Hauptuntersuchung bei der Prüfanlage zu Bochum vorstellig geworden. Der Kilometerstand des Fahrzeugs betrug 87157km. Dem Prüfer fiel sofort auf, dass die Heckleuchten beklebt waren. Er meinte, dass ich mir wohl sehr viel Arbeit gemacht habe, aber dieser Zustand nicht zulässig sei. Sofort an Ort und Stelle habe ich die kompletten Klebereste an den Heckleuchten entfernt. Zudem waren die Bremsstaubscheiben nicht eingetragen, die Betriebs- und Feststellbremsanlage hinten nicht in Ordnung und die Bremsleitungen im mittleren Bereich mit Korrosion behaftet. Damit wurde mir leider die Plakette verweigert. Die Kosten lagen bei 42,75DM.
Anmerkung: Bevor ich die Heckleuchten mit schwarzen Klebestreifen ausgestattet hatte, probierte ich die "Schwarztönung" unter Zuhilfenahme einer Damenstrumpfhose. Dafür demontierte ich die vermeintliche Leuchteneinheit und stülpte den flexiblen Nylonstoff darüber. Nachteilig war, dass sich wie im richtigen Leben Laufmaschen gebildet hatten, die den äußeren Gesamteindruck negativ beeinflussten.
Mittwoch, 29.11.1989:
Da beim RWTÜV vom aaSoP die Betriebs- und Feststellbremsanlage hinten beanstandet wurde, habe ich bei der Fa. Meures Rottmann diese instand setzen lassen. Bei ca. 88.000km sind Bremsbacken mit Beläge, 2 Radbremszylinder hinten, Bremsleitung Hauptbremszylinder rechts hinten sowie Bremsschl. ersetzt worden. Zusätzlich verwendet wurden Bremsflüssigkeit, 4 bzw. 2 Schrauben anderer Bauart, 5 Bremsleitungen, A. Quietsch. (Bez. lt. Rechnung) und 2-mal Schleifpapier. Der Betrag von 370,84DM wurde von mir entrichtet.
Montag, 04.12.1989:
Das Fahrzeug ist von mir zur Nachuntersuchung vorgeführt worden. Die Bremsstaubscheiben von der Fa. Weigl habe ich vorher ausgebaut, die Klebereste an den Heckleuchten habe ich schon damals an der Prüfstelle entfernt. Nur leider war nun die Feststellbremsanlage nicht in Ordnung. Bei einem Kilometerstand von 88.524km zeigten die Werte eine Abweichung von 70daN / 130daN. Die Kosten von 27,74DM habe ich sofort bezahlen müssen.
Wutentbrannt habe ich unverzüglich die Fa. Meures Rottmann aufgesucht, um diesen Sachverhalt zu klären. Sofort ist ein Mitarbeiter abgestellt worden, der zu Beginn der Reklamation auf seinen Bremsenprüfstand fuhr und feststellen musste, dass die Einstellung tatsächlich fehlerhaft war. Er nahm die linke Bremstrommel ab, stellte immer wieder die Gleichmäßigkeit nach und konnte nach mehrmaligem Aus- und Einbau der Bremstrommel und Hinzuziehung des Bremsenprüfstands endlich mit halber Zuversicht das Fahrzeug an mich übergeben. Laut seiner Aussage konnte er mit seinen Fähigkeiten leider keine bessere Einstellung vornehmen. Leichtere Abweichungen an der Messuhr waren noch zu erkennen.
Auf die Frage, wer denn die Kosten für die zweimalige Nachuntersuchung übernehmen würde sagte man mir dort, ich sollte so schnell wie möglich, bestenfalls noch am gleichen Tag, die Prüfstelle in Bochum anfahren, vielleicht kann die Gebühr noch kostenlos ausfallen. Als ich dort ankam, bat ich um eine kostenlose Prüfung, die mir allerdings verwehrt wurde. Somit bezahlte ich ein weiteres Mal 27,74DM, die ich mir aber anschließend bei der Reparaturwerkstatt zurück gefordert hatte. Die verfahrenen Kilometer habe ich stillschweigend zur Kenntnis genommen. Bei 88.549km ist die zweite Nachuntersuchung mit positivem Ergebnis und Zuteilung der amtlichen Plakette abgeschlossen worden.
Dezember 1989:
Mitte Dezember 1989 habe ich Ema R. in Slowenien besucht und eine Reihe von unternehmungslustigen Tagen erlebt. Bei den täglichen Exkursionen unterstützte uns der Kadett D mit vollem Eifer. Woran ich mich allerdings nur schwach erinnern möchte, ist zum einen das Aufsetzen der Querlenkerabstützung auf dem Aspalt in einer Linkskurve auf Kopfsteinpflaster im Bereich der Stadt Maribor und der Aufstieg zu ihrem Zuhause. Mit dem Kadett bin ich die erste Zeit einen steinernen, nicht asphaltierten Berg hinaufgefahren und hatte dabei jedesmal das Gefühl, der Wagen würde in der Mitte auseinander brechen. Irgendwann hatte dann die Vernunft gesiegt und ich ließ das Fahrzeug unten auf der Straße stehen. Am Dienstag, den 02.01.1990 verabschiedete ich mich von der Ema und hatte einen Rückweg von etwa 1.100km zu absolvieren. Was sich dann noch zugetragen hat, möchte ich später noch berichten. 
Bild 1989/3 zeigt den Aufenthaltsort des Kadett D im Bereich Emas Wohnstätte und Bild 1989/4 das Fahrzeug geparkt an ihrer Hochschule.
Bild 1989/3
Bild 1989/4
Im Jahr 1989:
Wohnhaft war ich in dieser Zeit in der "Alten Bahnhofstraße" in Bochum. Des Öfteren parkte ich den Kadett D in der "Hohen Eiche", die, wie viele andere Straßen, mit Laternen bestückt war. Unmittelbar vor dieser beschriebenen Beleuchtungsanlage bewahrte ich mein Fahrzeug auf, bis ich recht zügig den Platz verlassen wollte. Ich legte den Rückwärtsgang ein und betätigte dominant das Gaspedal. Es gab plötzlich einen Knall, der mich in meinen Sitz drückte. Ich beschädigte die Heckschürze linksseitig, wie auch die Stoßstange und den Kabelbaum. Letzteres durchtrennte ich, wie mit einem Messer durchschnitten. Die Kabelenden wurden anschließend erneut miteinander verknüpft und vernünftig abisoliert. Blech und Stoßstange wurden durch Kaltverformung entsprechend in den Ursprungszustand zurückversetzt.
Nachdem meine verchromte Auspuffblende regelrechte Ermüdungserscheinungen aufwies, erwarb ich bei der Firma Sandtler einen Sportendschalldämpfer des Herstellers Lexmaul. Die Passgenauigkeit ließ sehr zu wünschen übrig, was mir beim entsprechenden Einbau auffiel. Damaligen Bekannten erzählte ich von meinem Vorhaben, einen modifizierten Schalldämpfer unter den Kadett D zu schrauben. Daraufhin gaben sie mir die Möglichkeit, dieses in ihrer Halle kostenfrei zu erledigen. Als ich das beschriebene Objekt gekauft hatte, fuhr ich geradewegs zu dieser Werkstatt. Dort stellte ich fest, dass der Durchmesser des Anschlussrohres vom Endschalldämpfer weit größer dimensioniert war, als das im Fahrzeug verbliebene. Ein Zwischenstück musste her, das zwischen die beiden Rohre geschoben wurde. Mit einer Schelle zog ich dann diese Verbindung fest, die außerordentlich dicht war. Als ich bemerkte, dass man mir zur Hand ging, sägte und anpasste, wollte ich mich auch erkenntlich zeigen. Nach der Frage, wieviel ich denn geben sollte, erwiderte man dort: "Ach, gib irgendwas!". Als ich daraufhin mein Portmonee öffnete, wollte ich ihm 20DM für seine Dienste überreichen. Als ich ihn ansah konnte ich erkennen, wie instinktiv er in meine Brieftasche schaute und 30DM erspähte. "Dann gib mir doch die 30DM für meine Arbeit; sie war dir doch wohl soviel wert?" Verärgert gab ich ihm das Geld und wollte fluchtartig das Gelände verlassen, wobei er mich noch einmal zurückrief und die Frage bezüglich des alten Endschalldämpfers stellte. Was soll ich noch mit dem entnommenen Dämpfer, wenn er nicht mehr gebraucht wird. Zum Schluss ließ ich ihm diesen noch da und suchte das Weite. Wenig später erzählte ich meinem Bekannten Frank Bahlo diese sich zugetragene Geschichte, der sich darüber köstlich amüsierte.