Gesetzliche Konflikte und
Involvierung in einen Massenunfall
 
Montag, 11.02.1991:
Eine Antriebswellendichtmanschette habe ich bei der Fa. Emil Pieper für den Preis von 12,93DM käuflich erworben.
Donnerstag, 14.02.1991:
Eine ASU nach §47a habe ich bei der Fa. Emil Pieper durchführen lassen. Das Ergebnis war ohne erkennbare Mängel ausgefallen. Der Kilometerstand betrug etwa 123.000km.
Des Weiteren habe ich dort mein Schaltgetriebe überholen lassen; ich hatte Geräusche vernommen, die mit dem normalen Geräuschbild nicht in Einklang zu bringen waren. Weiterhin sind 2 Kugellager, 2 verschiedenartige Dichtungen, 2-mal Getriebeöl und 1 Stopfen ersetzt worden. Auf die Frage, wie hoch denn der Preis ausfallen kann, sagte man mir, ich könnte mit einer Preisspanne zwischen 350DM - 400DM rechnen. Zu meiner Überraschung lag dann der effektive Betrag bei 373,69DM.
Samstag, 16.02.1991:
Dieser Tag sollte ein trauriger werden. Ein Massenunfall bei Glatteis um 21:45h stoppte auch meinen Kadett D auf der Autobahn A9 in Höhe des Kilometers 492. Aber alles der Reihe nach. Ich fuhr auf dieser besagten Autobahn Richtung Slowenien, als weit vor mir Bremslichter in der Dunkelheit auftauchten. Sofort nahm ich das Gaspedal zurück, kam aber schnell auf diese vor mir teils fahrenden Fahrzeuge zugerollt. Instinktiv betätigte ich das Bremspedal und bemerkte, dass keine Verlangsamung des Wagens statt fand. Ich versuchte blitzartig eine Stotterbremse einzuleiten und gleichzeitig das Lenkverhalten zu beeinflussen. Rechts am Seitenstreifen standen dicht aneinander gereiht mehrere verunfallte Fahrzeuge, ich steuerte direkt auf sie zu. Zum Glück fing ich den Kadett ab und bewegte mich nach links Richtung bauliche Trennung (Leitplanke) und konnte auch jetzt das Fahrzeug wiederrum von dieser weg befördern. Leider nicht zum dritten Mal, denn nun bewegte ich mich quer zur Fahrtrichtung direkt frontal auf ein Fahrzeug zu, verbrauchte Stoßenergie, drehte mich um ca. 120°, prallte mit dem linken Heckteil in einen weiteren Wagen und blieb anschließend nach einer Drehung von etwa 150° auf dem Seitenstreifen stehen. Unter Schock stehend stieg ich aus dem Kadett aus und musste zusehen, wie ein Fahrzeug seitlich die Leitplanke touchierte, den Motor nach einiger Zeit startete und weiter fuhr. Ein Fahrzeug, welches ich damals rammte, war laut Rechtsanwaltsschreiben ein BMW mit dem eigenen amtlichen Kennzeichen STD-XXXXX. Ich habe dort die Fahrerseite beschädigt. Der zweite könnte ein alter Passat gewesen sein. Nach 15 Minuten waren ca. 7-8 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Das Verwarnungsgeld von 75DM habe ich an Ort und Stelle beglichen.
Zu unserem großen Glück konnten wir, Suzana und ich, weiterfahren, auch wenn nur den Witterungsverhältnissen entsprechend vorsichtig; zudem waren auch die Gläser der Scheinwerfer in Mitleidenschaft gezogen worden und sehr empfindlich gegen Nässe, was recht schnell ein Beenden der Leuchtkraft der einen H4-Glühlampe zur Folge hatte. Ein Einsetzen einer neuen Lampe brachte leider nur kurzfristig den gewünschten Erfolg. Suzana hielt mir grobes Fehlverhalten vor; man hätte nach ihrer Meinung diesen Unfall durchaus abwenden können, wenn man genug fahrerisches Talent gezeigt hätte. Da sie ja keinen Führerschein besessen hatte, hatten diese Anschuldigungen für mich überhaupt keine tragende Rolle, sie waren nicht haltbar.
Sonntag, 17.02.1991:
Suzana rief einen ihrer Exfreunde an, ob er bereit wäre, Reparaturen an meinem Fahrzeug durchzuführen. Er willigte ein und gab uns für den darauf folgenden Montag einen Termin.
Montag, 18.02.1991:
Wir haben den Kadett D zum besprochenen Termin in der Werkstatt abgegeben, die Teile wurden aber noch am folgenden Mittwoch beschafft. 
Mittwoch, 20.02.1991:
Aufgrund des Unfalls musste nun eine neue linke Heckleuchte her. Diese musste ich aber aus Österreich, dem Ort Leibnitz besorgen, da Slowenien, wo ich mich zu dieser Zeit aufgehalten hatte, eine schlechte Ersatzteilbeschaffung besaß. Bei der Fa. Opel Marko bekam ich sie schließlich um 10:09h für den Preis von 546,60 Schilling, was umgerechnet etwa 78DM betrug.
Anschließend stattete ich der Fa. Franz Wallner einen Besuch ab und kaufte dort eine Frontschürze für den Betrag von 508 Schilling, was soviel wie 72DM war.
Auf dem Weg durch Österreich kam ich noch an einer Autoverwertung vorbei. Die Frage nach einem gebrauchten Scheinwerfer für meinen Kadett D ließ auch prompt einen solchen auffinden; er sollte aber auch den stattlichen Preis von umgerechnet 75DM kosten. An der Unterseite war dieser sehr stark korrodiert, aber für die Rückfahrt nach Deutschland war der Einsatz des Scheinwerfers unbedingt erforderlich. Also willigte ich ein. Die Reparaturen hatte von Suzana ein Exfreund übernommen, wobei mir nicht so ganz behaglich war. Sie meinte, dass er wohl keine Probleme damit hat, das Fahrzeug vollständig und "fachgerecht" zu reparieren. Also ließ ich diese Instandsetzungsarbeiten zu. Da ich diese Mehrkosten im Urlaub nicht so recht eingeplant hatte, ließ ich mir per Brief von meiner Schwester Petra aus Deutschland Geld zukommen. Die Karosserie- und Lackierarbeiten schlugen mit ca. 400DM zu Buche. Recht preiswert, wenn man den Schaden am Fahrzeug gesehen hat. Zu den Arbeiten gehörten unter anderem das Einschweißen der neuen Frontschürze, das Ausbeulen und Spachteln des linken Seitenteiles in Verbindung mit den nötigen Lackierarbeiten. Überlegt hatte ich, ob es ratsam wäre, gleich noch die Einstiegskästen rechts und links mit in die Karosseriearbeiten aufzunehmen. Aber diese Gedanken wurden schnell verworfen, auch wenn die Schweller, speziell der linke, Durchrostungen im hinteren Bereich zeigten. Das Dilemma begann schon nach 6 Jahren und mit eigenen Spachtelarbeiten hatte ich vergeblich versucht den Rost aufzuhalten.
Einige Tage musste ich nun auf meinen Kadett verzichten, bis ich ihn endlich in die Arme schließen konnte.
Freitag, 01.03.1991:
Als ich an diesem Tage nach Deutschland zurückgefahren bin und einen Zwischenstopp bei meinen Eltern in Nürnberg einlegte, kam kurz vorher an einer Tankstelle das traurige Erwachen. Nach dem Bezahlen fielen mir an der Frontschürze viele schwarze, kleine Flecken auf, die auf kleines Ungeziefer hätten hinweisen können. Da ich aber recht langsam und gemütlich fortschritt, war mir ein solcher Anblick nicht geheuer. Nach dem Ertasten war klar, dass der Lack erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die nötige Haftreibung für den neuen aufgetragenen Lack war garnicht vorhanden, was auf eine schlechte Vorbehandlung, verursacht durch den Lackierer, schließen ließ. Aus diesem Grund bin ich mit meinen Eltern zur Fa. Auto Kropf gefahren und habe dort Nötiges eingekauft. Und zwar 4 Spraydosen Farbe Polarweiß, 3 Dosen Grundierung und 1 mal Hohlraumversiegelung für den Preis von 68,66DM. Bei Mutter und Nico zu Hause angekommen, hatte ich sodann die komplette Frontschürze mit den einfachsten Mitteln bearbeitet und fertig gestellt.
Donnerstag, 21.03.1991:
Da der Scheinwerfer, den ich in Österreich gekauft hatte, mit der Zeit Undichtigkeiten aufwies, musste ich bei der Fa. Meures vorstellig werden. Dort kaufte ich einen Scheinwerfer für den Preis von 145,46DM.
April/Mai 1991:
An meinem früheren Wohnort, der Urbanusstr. in Bochum, hatte ich mein Fahrzeug fotografiert. Bild 1991/1 und Bild 1991/2 geben den aktuellen Stand wieder. Auffallend wirkt der mittig gesetzte Einarmwischer, den ich vor einigen Monaten so einstellte. Optisch gefiel mir die Veränderung, nur in der Endstellung verblieb er jedesmal an einer etwas anderen Stelle. Der Überrollkäfig war extrem eingepolstert, wobei ich den Schaumstoff von einem Baumarkt käuflich erwarb. Die Rücksitzbank mit der horizontal gestalteten Lautsprecherablage hatte ich noch im Fahrzeug versehen. Ein kleiner, in polarweiß erstrahlter Kadett D im Maßstab 1:43 zierte den Fond. Das sollte sich alles in einigen Monaten ändern.
Bild 1991/1
Bild 1991/2
Montag, 27.05.1991:
Von der Fa. C. Hufen sind folgende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt worden:
Beide Türschweller erneuert, beide Kotflügel aus- und eingebaut, Türsäulen, Motorraum/Frontblech links, Einschweißecke hinten links und Bodenblech links vorne innen geschweißt; Lackierungsarbeiten: Türschweller gespachtelt und lackiert, Materialkosten für Lackierung; Ersatzteile: 2Streben, Dichtmaterial, Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung. Die Rechnung hierfür ist am Dienstag, den 11.06.1991 ausgestellt worden. Der Betrag, den ich entrichten musste, lag bei 2.375,18DM.
Mit den Lackierarbeiten war ich nicht ganz zufrieden. Der Übergang der frisch lackierten Fläche zum alten Lack war extrem rau; für die Experten aber wohl dennoch in Ordnung. Der Innenraum wurde nicht abgeklebt; dementsprechend sah der Beschriebene auch aus. Das hintere, linke Rad musste demontiert werden, um die linke Endspitze zu schweißen. Dabei wurden die Kappen, die ich zur Verschönerung auf die Schrauben schob, mit einem spitzen Werkzeug heruntergehebelt. Bei jedem Hebeln ist aber an der entsprechenden Kontaktstelle der Lack stark beschädigt worden. Der Mitarbeiter muss wohl blind gewesen sein, um mit seinem Abhebelvorgang fortzufahren. Auf meine Frage, was mit der Felge passiert sei, meinte der Verantwortliche der Lackiererei, dass keiner eine Demontage veranlasst hatte. Nach ausreichender Recherche mussten sie einräumen, Fehler begangen zu haben; das Rad wurde innen kostenfrei nachlackiert.
Juni/Juli 1991:
Bild 1991/3 und Bild 1991/4 zeigen die Motorraumverschönerung meines Kadetten, bei der ich eine Reihe von farblichen Akzenten setzte. Deutlich ist auch die Parkanlage in Bochum-Langendreer zu erkennen, wo ich des Öfteren schraubte.
Für den Kabelbaum besorgte ich mir blaues Isolierband, die Ansaugbrücke lackierte ich in blau und das Hosenrohr in roter hitzebeständiger Farbe. Letzteres machte aber große Probleme, da die Farbe den hohen Temperaturen nicht standhielt. Entrüstet suchte ich die Firma Sandtler auf, um das Desaster zu schildern. Aber man nahm die Schuld nicht auf sich, sondern verteidigte sich mit allen Mitteln. Nach ihrer Aussage kann der Lack auf einem so hoch hitzebeanspruchten Fahrzeugteil keinerlei optimale Wirkung zeigen, dafür wird es wohl keine Lacke zu kaufen geben. Laut Hersteller war aber dieser für derartige Bereiche geeignet. Da die Diskussion sich nicht lohnte, verließ ich die dortigen Räumlichkeiten wieder.
Man sieht genau, dass die vordere Stoßstange weichen musste, da mir das bei den C-Kadetten auffiel und einen großen Gefallen bei mir auslöste. Auch die Heckstoßstange entfernte ich einmal und fertigte mir geeignete Halter für die Kennzeichenbeleuchtung an. Das sah aber so schrecklich aus, dass ich damit nicht lange herumfuhr. Auch die Frontstoßstange montierte ich später wieder, um ein ordentliches Äußeres darzustellen.
Bild 1991/3
Bild 1991/4
Kurz darauf veränderte ich die gesamte Lautsprecherablage und entfernte die Rücksitzbank. Dann fand in Oberberg ein Opel-Treffen statt, bei dem ich zugegen war. Mit von der Partie waren meine Exfreundin Suzana S. sowie Rainer Piayda mit seiner Freundin. Details werden durch Bild 1991/5 und Bild 1991/6 angezeigt.
Bild 1991/5
Bild 1991/6
Mittwoch, 17.07.1991:
Als ich Urlaub in Slowenien machte, habe ich kurzfristig in Österreich einen Zwischenstopp bei der Fa. Opel Marko eingelegt. Dort habe ich 1 Kennzeichenlampe, 3 Teile Stoßfänger, 6 Schrauben bzw. 2 Schrauben anderer Machart, 1 Halter bzw. 2 andere Halter und 2 Distanzstücke käuflich erworben. Um 16:01h bezahlte ich den Preis von 1462,68 Schilling - umgerechnet etwa 209DM.
August 1991:
Während der Semesterferien arbeitete ich bei der Firma Adam Opel AG, meinem früheren Arbeitgeber. Den damaligen Arbeitskollegen kannte ich schon etwas länger und so kam es, dass wir über Schweißmöglichkeiten redeten. Er besaß ein Schweißgerät, das gepaart mit dem richtigen Bediener, wahre Höchstleistungen erbringen kann. Da nach etwa 6 Jahren der erste Einstiegskasten durchgerostet war und ich nach meinen Möglichkeiten diesen versuchte zu spachteln, ragten immer wieder Korrosionsansätze hervor. Ein vollständiges Entfernen des korrosiven Blechs mit anschließender Anpassung eines Reparaturblechs war nun zwingend erforderlich. Der Ex-Kollege bot mir an, ihn an seinem Zuhause zu besuchen und entsprechende Arbeiten dort auszuführen. Nach terminlicher Absprache suchte ich ihn pünktlich an seinem Wohnort auf und schellte. Als sich die Haustür öffnete, stand eine verschlafene Person vor mir. Er fragte mich, was los sei. Ich gab ihm zu verstehen, dass wir einen Termin für das Schweißen ins Auge gefasst hätten und den versuchte ich einzuhalten. Er vergaß diesen, aber zog sich schnell um. Um die Reparatur auszuüben, musste ein rechteckiges Stück Blech ausgeschnitten werden. Nach der Anpassung heftete er das Stück an die korrodierte Substanz. Als ich ihn fragte, warum er den maroden Bereich nicht vernünftig beseitigte, war seine nüchterne Antwort: "Das machen wir beim nächsten Mal, wenn die Durchrostungen stärker sind, dann lohnt sich das auch!". Dann hätte er auch die gesamten Schweller neu eingeschweißt. Nach getaner Arbeit fragte ich ihn, was er für seine Arbeit bekommt. Er sagte nur, ich sollte ihm irgendetwas geben. Auf die Frage, ob 50DM ok wären, antwortete er mit Ja. Da wußte ich, dass ich ihm für das eine eingeschweißte Blech auf den korrosiven Untergrund viel zu viel gegeben hatte. Aber er nahm ja gerne. Traurig war nur jene Arbeitsmoral, die er an den Tag gelegt hat. Für mich war nun sonnenklar, dass er mich nie wiedersehen würde, was ich auch in die Tat umsetzte.
Mittwoch, 11.09.1991:
Ich habe falsch geparkt; vorgeworfen wurde mir: 
"Parken auf Gehweg §12 Abs.4 StVO, Parken im eingeschränkten Haltverbot (Zeichen 286 StVO) ohne Ladetätigkeit §12 Abs.1 Nr. 6b StVO und Parken in Fahrtrichtung links §12 Abs.4 StVO in Bochum, gegenüber dem Grundstück Kreuzstraße 5-11". Aufgezeichnet von der freundlichen Politesse um 18:31h - 18:49h. Der Bußgeldbescheid war am Montag, den 16.09.1991 von der Stadt Bochum ausgestellt worden. Die Kosten für dieses Vergehen lagen bei 30DM.
Mittwoch, 25.09.1991:
4m Polstermaterial für Überrollbügel und Überrollkäfig 9x38 geschlitzt hatte ich von der Fa. Matter erhalten. Inklusive der Verpackungsgebühren entrichtete ich die Gebühr von 60,31DM. Telefonisch hatte ich die Bestellung am Dienstag, den 24.09.1991 aufgegeben.
Kurze Zeit später hatte ich vom bisherigen Stand Fotos gemacht. Bild 1991/7 bis 1991/10 dokumentieren den bis dato umgebauten Innenraum sowie einige Veränderungen im Motorraum.
So hatte ich die serienmäßigen Türverkleidungen entfernt und mir im Hagebaumarkt tranparente Kunststofffolie besorgt, die ich passend ausschnitt. Später hatte ich sie noch mit schwarzem D.C.Fix beklebt. Des Weiteren kann man im Innenraum die selbst angefertigte Lautsprecherablage erkennen und auch einen 1kg Feuerlöscher. Im Motorraum fällt die in polarweiß lackierte Domstrebe direkt ins Auge. Die Motorhaubendämpfer habe ich noch selbst von der Heckklappe entnommen und dank eigens gestalteter Befestigung im Motorraum plaziert. Von außen durfte der Kadett B Schriftzug im Kühlergrill nicht fehlen. Auch die Frontstoßstange ist wieder mit dabei.
Bild 1991/7
Bild 1991/8
Bild 1991/9
Bild 1991/10
Montag, 09.12.1991:
Ich war mit meinem Fahrzeug zum Zahnarzt Dr. Branislav Ristic gefahren.
Mittwoch, 18.12.1991:
Das Fahrzeug ist erneut aufgebrochen worden. Entwendet wurde nichts, aber dafür ist die rechte Fahrzeugtür, dessen Schloss sowie im Bereich des Heckklappenschlosses beschädigt worden. Vermutlich hatte/n der/die Einbrecher das Autoradio gesucht, aber leider nicht gefunden, da ich es regelmäßig bei mir trug.
Von der Staatsanwaltschaft Bochum ist am Dienstag, den 07.01.1992 ein Schreiben verfaßt worden, in dem das Verfahren eingestellt wurde. Es war der Letzte von insgesamt 4 Einbrüchen.
Freitag, 20.12.1991:
Bei der Fa. Emil Pieper habe ich einen Kostenvoranschlag bezüglich des Einbruchs in Auftrag gegeben. Dieser hat mich 20DM gekostet. Er beinhaltete folgendes: Schloss für Vordertür rechte Seite/Schließzylinder für Rückwandklappe ersetzen, Türverkleidung außen rechts der Tür/Türver-kleidung außen der Rückwandklappe instand setzen, Lackierung, 2 Schließ-zylinder, 1 Gehäuse, 1 Befestigungslasche, 1 Dichtring, 1 Mitnehmer, 1 Schleifscheibe, 1 Lötzinn (Bemerkung: Ersatz-Netto ohne Mwst./50% Abzug neu für alt). Der Gesamtbetrag beinhaltete letztendlich 1.062,61DM. Als ich bei der Neckura-Versicherung vorstellig wurde und den Umstand auch visuell, d.h. mit Untermalung von Bildern, entgegen brachte, meinte Herr H., dass man doch auch in Verbindung mit einem Lackstift die Lackkratzer entfernen könnte. "Ist doch ein altes Auto". Ich fragte sogleich, ob er Gleiches auch an seinem Fahrzeug in die Tat umsetzen würde. "Nein, um Gottes Willen Herr Krajnc, wo denken Sie hin. Mein Auto ist doch neueren Ursprungs!". Jetzt rastete ich so allmählich aus, bis er schließlich ein-lenkte. Aber Abzüge des Kostenvoranschlags bis 50% musste ich leider hinnehmen, da ich die Reparatur allein übernehmen wollte, der Lack aber mittlerweile schon 7 Jahre alt war. Verblieben sind mir somit ca. 531DM.
Montag, 23.12.1991:
Ich bin bei der Prüfstelle Bochum vorstellig geworden und habe mich zur §29-Untersuchung angemeldet. Der Kilometerstand meines Fahrzeuges betrug 142.085km. Es sind keine Mängel aufgetreten. Den Betrag von 54DM habe ich entrichtet.
In den Jahren von 1989-1991:
Durchaus hatte ich so das eine oder andere Problemchen in Slowenien, was mich in eine dortige Werkstatt lockte. Auf der Fahrt von Maribor nach Podvelka steuerte ich eine kleine Reparaturannahmestelle an, da mir der Mittelschalldämpfer fast abfiel. Nach Inaugenscheinnahme schweißten mir die Leute das "Rohr" notdürftig fest, damit ich weiterfahren konnte. Da dabei der Unterbodenbereich Feuer fing, das irgendwann ausgeblasen wurde, und dies anscheinend keinen interessierte, war auch der Lack im Innenraum verbrannt. Sichtbar wurde dies, da ich keinen Teppich im Innenraum besaß. Es handelte sich hierbei um eine Hau-Ruck-Aktion, die einfach nur die Aufgabe hatte, schnelles Geld zu scheffeln.
Bei einer weiteren Schalldämpferproblematik im Ortsteil Bresternica wurde mir das Fahrzeug angehoben, um entsprechende Reparaturen auszuführen. Beim Herunterlassen musste ich die hinten herausgekippten Federn zur Aufnahme bewegen, damit die Führung wieder gegeben war. Da staunten die slowenischen Reparaturleute nicht schlecht, als sie das zu Gesicht bekamen. Denn durch die intensive Stauchung waren die Federn in der Höhe geschrumpft und hatten keinerlei Federvorspannung gehabt.
Ich war nie ein Freund irgendwelcher Waschstraßen, aber diesmal nahm ich das "Zepter" in die Hand und bewegte mein Fahrzeug in Slowenien in eine solche. Nach einigen Metern war dann plötzlich Schluss, der Wagen ließ sich in keine Richtung mehr bewegen. Die Aufregung war groß und ließ keine rational erscheinenden Gedankengänge umsetzen. Mit roher Gewalt und durchdrehenden Rädern konnte sich der Kadett von den Gleitschienen lösen und nach draußen befördern. Als ich mir das Desaster ansah, stellte ich fest, dass der Unterboden rechts- und linksseitig stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Eine anschließende, vernünftige Versiegelung reichte aus, um das Malheur zu kaschieren.