Komplettzerlegung des Fahrzeuges in Verbindung mit der
Ersatzteilbeschaffung bezüglich der Änderungsmaßnahmen sowie
Kunststoffbeschichten vieler relevanter Bauteile
 
Montag, 24.01.1994:
Bei der Firma XXXXXXXXXXXX wurde an meinem Fahrzeug der Unterboden linksseitig von innen geschweißt und das Abblendlicht eingestellt. Tage später musste ich feststellen, dass direkt neben den Schweißarbeiten etwas Korrosion zu erkennen war. Nachdem ich nun mit einem Gegenstand den Rostfleck freilegte, bemerkte ich, dass der marode Bereich nicht im geringsten vorher entfernt wurde, obwohl ich dieses aber ausdrücklich erwähnt habe. Schließlich hat die Reparatur mich 150DM gekostet und dafür kann man vernünftige, solide Arbeit erwarten. Der Kontakt ließ nicht lange auf sich warten und ich beschwerte mich. Die Reparatur wurde umgehend erneut durchgeführt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das einzige, was mir der Schweißer zu entgegnen hatte, war die Tatsache, dass es sich ja schließlich um ein altes Auto handelt und man aus diesem Grund nicht mit voller Akribie dahinter stehen könnte. Traurig und zugleich unverschämt. 
Dienstag, 25.01.1994:
Den letzten Zahnarztbesuch mit meinem Kadett stattete ich dem Dr. Peter Götschenberg ab. Die nächsten Fahrten zu dieser Stätte habe ich später mit anderen Fahrzeugen absolviert.
Dienstag, 25.01.1994:
Wieder einmal benötigte ich Lacke, die ich im Hagebaumarkt Ziesak schließlich bekam. Und zwar einmal für 14,70DM und ein weiteres für 17,10DM. Insgesamt hat mich die um 17:30h erstellte Rechnung so dann 31,80DM gekostet.
Donnerstag, 27.01.1994:
Erstmals habe ich mein Fahrzeug der Dekra in Dortmund zur Hauptuntersuchung nach §29 StVZO vorgestellt. Im Ergebnis lagen keine erkennbaren Mängel vor. Den Betrag von 66,50DM habe ich entrichtet.
Donnerstag, 03.02.1994:
Bei dem Autozubehörladen B&S Autoteile bekam ich für 207DM zwei Innenradhäuser entsprechend der rechten und der linken Seite verkauft. Da die Radläufe etwas marode waren und im Innenraum im Bereich des Hohlraums auch das Innenradhaus in Mitleidenschaft gezogen wurde, entschloss ich mich zum großzügigen Entfernen von Fahrzeugteilen. An die Stadt Bochum wurde der Betrag von 129DM von mir überwiesen, was ich am Samstag, den 18.12.1993 schon erwähnt hatte.
Donnerstag, 17.03.1994:
B&S Autoteile verkaufte mir für den "horrenden" Preis von 1,30DM Zubehör für meinen Kadett D.
Freitag, 18.03.1994:
Ich war bei der Firma Emil Pieper vorstellig geworden, da ich drei verschiedenartige Dichtungen für den Preis von 15,18DM benötigte.
Montag, 21.03.1994:
Für den Betrag von 9,70DM und 4,90DM kaufte ich bei B&S Autoteile ein. Insgesamt wurden 14,60DM fällig.
Samstag, 02.04.1994:
Emil Pieper verkaufte mir eine Dichtung für den Preis von 3,61DM.
Samstag, 09.04.1994:
Eine weitere Dichtung für 0,53DM bezog ich von der Firma Emil Pieper.
Freitag, 20.05.1994:
Jetzt gingen die verursachten Kosten erst richtig los. Für den Betrag von 4650,04DM bekam ich bei der Firma Emil Pieper jede Menge Neuteile für meinen Kadett D. Diese waren im einzelnen die Kotflügel rechts und links, 1 Motorhaube, 1 Luftleitblech, 1 Rückwand, Einstiegskästen rechts und links, die vorderen und die hinteren Türen rechts- und linksseitig, 1 Heckklappe, die Seitenteile rechts und links und die Scheibendichtung vorn und hinten.
Um eine vernünftige Restauration durchzuführen war es unbedingt erforderlich, viele der durch Korrosion angegriffenen Teile durch Neuteile zu ersetzen.
Mittwoch, 13.07.1994:
Bei Reifen Dietze kaufte ich mir einen Reifen der Größenordnung 195/50R15 V TL des Herstellers Marshal 767 zuzüglich 1-mal Erstmontage und 1-mal Auswuchten des Alurades. Dafür bezahlte ich um 14:34h komplett 130DM.
Mittwoch, 20.07.1994 - Montag, 01.08.1994:
Den Urlaub haben meine damalige Freundin Susanne R. und ich uns redlich verdient. Mehrere Exkursionen standen in Slowenien an. So tauschten wir erst einmal am 20.07.1994 600DM an der Ljubljanska Banka Radlje um. Dann statteten wir der Stadt Maribor einen Besuch ab. Für das Parken von 13:52h bis 15:57h bezahlten wir umgerechnet 1,30DM. Am 23.07.1994 fuhren wir zur Postojnska jama (Grotte in Postojna) und zahlten für die Überfahrt (Straßenbenutzungsgebühr) den Betrag von 3,76DM, für die Getränke 5,78DM und den Eintritt zusammen 39DM. Anschließend fuhren wir zum Predjamski grad (das Höhlenschloss) und zahlten für das Essen 24,92DM (Der Betrag des Eintritts ist leider nicht festgehalten worden). An dem 24.07.1994 fuhren wir zur Logarska dolina und sahen uns um. Nun wechselten wir noch am 25.07.1994 den Betrag von 400DM an der Ljubljanska Banka Radlje um. Um 13:03h gingen wir Schwimmen im Thermalbad der Stadt Ptuj für 10,38DM. Zweimal parkten wir für jeweils 1h und 1,30DM in der Stadt Maribor. An dem 26.07.1994 bezahlten wir für die Straßengebühr insgesamt 4,41DM. Im Restaurant Astoria gingen wir schön essen für den Gesamtpreis von 12,46DM. Wir bewegten uns Richtung dem slowenischen Meer, dem Ort Fiesa. Dort versuchten wir mit allen Mitteln, einen Zeltplatz zu ergattern. Das Auto-Camp war aber dermaßen überfüllt, dass wir beim Aufstellen unseres Zeltes Ärger mit den Zeltnachbarn bekamen. Also blieb es nur beim Essen in dieser Ortschaft. Pizza mit Wein sollte es sein für umgerechnet 16,09DM. Wir suchten im Bereich einer benachbarten Gegend und wurden zum Teil fündig. Etwas gebirgig gestaltete sich der Zeltplatz. So blieben wir bis zum 27.07.1994 und zahlten 22,45DM. An diesem Tag zahlten wir noch einmal eine Straßengebühr von 2,73DM. Bei der Kreditna Banka Maribor haben wir am 28.07.1994 einen letzten Betrag von 100DM umgetauscht. Anschließend erwarb ich Fahrzeugteile im "Auto-market Robernik" im Wert von 11,54DM. Am 29.07.1994 hatten wir bei Foto SANA, in der Koroska 5, Radlje einen Film entwickeln lassen, der uns 12,29DM gekostet hat. Den Abschluss machte dann der Aufstieg auf eine der "geilsten" Aussichtsplattformen Sloweniens. Am übernächsten Tag, den 31.07.1994, versuchte ich diesen Aufstieg zu meistern. Er beinhaltete tiefe Wasserrinnen und war extrem steinig. Ich wollte um alles in der Welt diese Strapazen bewältigen und hinter mich bringen. Nach längerer Zeit und unzähligen Steinschlägen gegen den Unterboden, kamen wir oben an, der Ribniska Koca, am Hudi kot 24. Cola und Wasser genehmigten wir uns und bezahlten 2,37DM. Am 01.08.1994 verließen wir Slowenien und tankten noch auf der Autobahntankstelle "In der Holledau", in 85301 Geisenhausen, das Fahrzeug auf. "Super verbleit" musste es noch sein, davon 11,38Liter für 20,02DM. Der Preis betrug 1,759DM/Liter. Dieser Urlaub ist auf vielen Bildern für die Ewigkeit festgehalten worden.
Auf den Bildern 1994/1/2/3/4 sind in Reihenfolge der Kadett D im Bereich des Hauses meiner Mutter und Nico, am Haus von meinem Onkel Paul und meiner Tante Anica (beides in der Stadt Podvelka), in der Innenstadt Maribor an dem Fluss Drava und nach extremen Strapazen auf dem Gipfel der Ribniska Koca zu sehen. 
Bild 1994/1
Bild 1994/2
Bild 1994/3
Bild 1994/4
Donnerstag, 04.08.1994:
Die Abgasuntersuchung nach §47a wurde fällig und von der Werkstatt Carsten R. Sammrei für den Betrag von 31DM erfolgreich durchgeführt.
Sommer/Herbst 1987 - Montag, 14.11.1994:
In dieser Zeit waren die Parkplätze der Parkanlage in Bochum-Langendreer meine persönliche "Schrauberwerkstatt". Zwar waren meine erforderlichen Arbeiten abhängig von der Wetterstruktur und der Tageszeit, wobei mich auch das manchmal nicht davon abhielt, mein Vorhaben voranzutreiben. Viele Erfahrungen habe ich in diesen Jahren gesammelt und manchmal fanden auch Kuriositäten statt, von denen ich nun gern berichten möchte. Nur gelegentlich kam ich ab Anfang 1996 an die Stätte zu-rück, die meinem Schrauberdasein wohlgesonnen war. 
Auf den oben beschriebenen Parkplätzen führte ich Lackierarbeiten mit Hilfe handelsüblicher Spraydosen, Umbaumaßnahmen, Zerlegungs- sowie De- und Montagearbeiten jeglicher Art durch. Zudem wusch ich den Kadett D regelmäßig. Teilweise allein und öfter mal in der Gemeinschaft schraubten wir um die Wette. Mit von der Partie waren unter anderem die Bekannten Frank Bahlo, Christoph Pichura, Rainer Piayda sowie gelegentlich Jürgen Wiegand.
Mein Atem stockte, als eine Schrecksekunde mein Leben zu verändern schien. Nach häufigem Aufbocken meines Kadett D mit dem serienmäßigen Wagenheber riß diesmal die Gewindespindel ab. Es gab einen großen Knall und das Fahrzeug schoß zu Boden. Zum Glück befand ich mich nicht unter dem Wagen. Das hatte nun aber die Sensibilität gesteigert, zusätzlich noch eine "Sicherung" mit einzubauen, was ich früher nicht für nötig gehalten habe. Bei der Autoverwertung Lingner in Bochum besorgte ich mir dann für einen geringen Betrag einen guten, gebrauchten Heber.
Mit unserer Obrigkeit, der Polizei, hatte ich auch so meine Reibungspunkte. Ein Streifenwagen hielt an, und man sah sich genauestens meinen Wagen an. Da soweit, bis auf meine im Motorraum eingebaute Domstrebe, alles eingetragen war, konnte man mir normalerweise nichts. Aber das sah die Polizeistreife anders. "Die Domstrebe ist ja nicht eingetragen, das muss unverzüglich noch gemacht werden", entgegnete der Polizist. Als ich ihm von der Freistellung des Eintrags berichtete, wurde er zornig und hätte mir schon fast eine Mängelkarte ausgestellt. Wenn er mich beim nächsten Mal erwischt, ohne das dieser Eintrag erfolgte, wäre er nicht mehr so gnädig. Diesmal hatte er mich nur verwarnt. Eine Nachfrage diesbezüglich sollte die Erkenntnis ans Tageslicht fördern, dass sich auch die Polizei irren kann.
Gegen Abend bastelte ich auf dem Parkplatz noch an meiner Hifi-Anlage herum. Plötzlich hörte ich ein herannahendes Fahrzeug, bei dem zwei Leute ausstiegen. Diese gehörten der Zivilpolizei an und kontrollierten meine Personalien sowie anschließend mein Autoradio. Per Funk ist geprüft worden, ob es sich bei dem Radio um Diebesgut handelt. Dem war nicht so und so brausten sie wieder davon.
Aufgrund irgendwelcher Probleme hatte ich das Kühlerwasser abgelassen und fast vollständig in einem mitgebrachten Behältnis aufgefangen. Ein kleiner Teil schwappte daneben und so passierte es, dass wieder einmal die Polizei bei meinem Kadett D anhielt und nach meiner Arbeit fragte. "Wechseln sie gerade Öl?", "Nein", antwortete ich, "das ist danebengelaufenes Kühlerwasser". Mir stockte der Atem, da ich nicht wußte, wie gefährlich das Kühlerwasser für unseren Nährboden war. Aber als man mir sagte, dass das in Ordnung wäre, war ich hinterher heilfroh.
Als ich meinen Kadett D im Park gewaschen hatte, hörte ich ein heranbrausendes Fahrzeug, dass mit hoher Geschwindigkeit auf dem Kopfsteinpflaster an mir "vorbeiflog". Anschließend gab es einen Knall und noch ein anderes Geräusch. Als ich nachsah, konnte ich eine Radkappe im Gebüsch wiederfinden. Die hatte dieser Wagen verloren und diese suchte sich nun ihren Weg. Zu meinem Glück konnte ich keinen Schaden feststellen. Hinterher fahren hätte auch nichts bewirkt, da der Fahrer schon mittlerweile über alle Berge war.
Es gab aber auch angenehme Momente, die lustig zugleich waren. Lachen konnte man mit meinem Bekannten Frank Bahlo immer, da er mit Sprüchen gut ausgestattet war. An einem Tag entfernte ich lose, alte Unterbodenschutzreste und trug anschließend mit Pinsel eine Grundierung auf. Natürlich tropfte diese etwas herunter, was mich aber nicht davon abhielt, wieder unter das Auto zu hächeln, schwarze Farbe und zum Schluss neuen U-Schutz aufzutragen. Eine Menge Farbe fand sich in meinen Haaren wieder, die ich später mit Terpentin Ersatz und unsäglichen Schmerzen heraus wusch. Gegen Nachmittag bekam ich Besuch von Frank, der auch so manche Dinge zu tun hatte. Als er sah, wie ich mein Fahrzeug absicherte, holte er von zu Hause vernünftige Unterstellböcke zum Abstützen. Da der alte, von mir entfernte Unterbodenschutz um meinen ganzen Wagen verteilt war, war es nur eine Frage der Zeit, bis jemand von uns dort hineintreten würde. Diesmal trat Frank hinein und wollte sich dem entledigen, indem er sein Bein schnell nach vorn schnellte. Dann löste sich das "Ungetüm", das unter seinem Schuh klebte. Just in diesem Moment fuhr ein Fahrzeug mit offenem Seitenfenster an uns vorbei. Und so flogen die U-Schutzreste direkt in das geöffnete Fenster. Der Fahrer betätigte abrupt seine Bremsanlage und reagierte äußerst empört. Aber mit unserer Erklärung konnten wir diese Person zur Räson bringen.
Ein anderes Erlebnis mit Frank ließ uns beide schmunzeln. Denn ein Bekannter namens "Bodo" kam am Park vorbei, hörte den mächtigen 1.2Liter - Motor mit seinem Bosima-Endschalldämpfer und war sicher, dass ein etwa 150PS starkes Aggregat dort verbaut ist. Da man ihn nicht umstimmen konnte, obwohl man die Wahrheit näher bringen wollte, öffnete ich schließlich die Motorhaube und ein sichtlich erschrockener Bodo konnte von uns wahrgenommen werden. Irgendwie tat seine Aussage aber ganz gut, denn die Geräuschkulisse muss durchaus nach mehr geklungen haben.
Bei einer Waschaktion nahm ich Kontakt mit einem Schmetterling auf. Dieser setzte sich auf meinen Kotflügel und schaute mir aufmerksam zu. Als ich dann auf ihn zuging und ihm etwas vorsang, war er nicht abgeneigt, mir zuzuhören. Nach einer Weile flog er davon und kam dann aber wieder. Diesmal setzte er sich auf meine Hand und hatte wohl das Gefühl, dass ich ihm nichts tun würde und er sich sicher fühlen kann. Dann flog er wieder davon und verschwand für immer.
Dienstag, 15.11.1994:

Durch meinen Bekannten Thomas Wedde erfuhr ich, dass sein Arbeitskollege, der in der Motorenabteilung - Qualitätssicherung arbeitete, über Räumlichkeiten verfügte, die mir beim Restaurieren meines Kadett D nützlich sein könnten. So hatte er und ich Kontakt mit ihm auf-genommen und konnte seinem Einverständnis entnehmen, dass der "Deal" perfekt sei. An diesem Tag fing ich mit dem Zerlegen des Fahrzeuges an. Der Kilometerstand betrug 192.808km, als der letzte Kilometer mit dieser Motorisierung zurückgelegt wurde. Ich war der festen Überzeugung, ihm ein zweites Leben schenken zu können. 

Die nun gezeigten Bilder 1994/5 bis 1994/8 dokumentieren visuell den Zerlegungsprozess. 
Bild 1994/5
Bild 1994/6
Bild 1994/7
Bild 1994/8
Freitag, 18.11.1994:
Für den Gesamtbetrag von 2,67DM besorgte ich mir 8 Spannstifte von der Firma Emil Pieper.
Dienstag, 22.11.1994:

Leider ist mir der Name desjenigen entfallen, der mir in Iserlohn einen 2.0l-16V-Motor aus einem Vectra A verkaufte. Die Motorisierung war unter anderem mit dem Serien-Ölkühler, dem Fächerkrümmer sowie der Einspritzanlage ausgestattet. Er sollte laut Angabe des Verkäufers eine Laufleistung von etwa 40.000km gehabt haben, die auch nach späterer Untersuchung wahrscheinlich war. Um aber eine Entscheidung fürs Leben zu treffen, erwartete ich, dass eine Kompressionsprüfung von ihm durchgeführt wird. Aus diesem Grund karrte man eine Batterie an, die die nötige Energie aufbringen sollte, um dem Triebwerk Laufbereitschaft zu signalisieren. Die einzelnen Drücke fielen stetig ab, so dass man keine vernünftige Aussagen machen konnte. Letztendlich lag es an der schwächelnden Energieversorgung, die eine Beurteilung schwierig machte. Zum Schluss willigte ich doch ein und für 3.500DM gehörte das Schmuckstück mir, ohne dass er auf mein Handeln einging.

Als wir, mein Bekannter Christoph Pichura und ich, an meinem Zuhause angekommen waren, warteten wir noch seelenruhig auf einen Helfer, der uns beim Tragen des Motors in den Keller unterstützend unter die Arme greifen würde. Frank Bahlo kam vorbei und die Aktion konnte nun beginnen. Trotz umfangreicher Mithilfe wurden die etwa 10 Stufen abwärts zu einer regelrechten Tortur.
Mittwoch, 23.11.1994:
Von Stefan Sparenberg habe ich gegen 18:25h ein F20-5.Gang-Schaltgetriebe aus einem Kadett E für den Preis von 450DM gekauft. Das Final-Drive war mit i=3.55 kurz übersetzt, wobei ich zu diesem Zeitpunkt dieser Tatsache nicht viel Augenmerk schenkte. Als dann das Fahrzeug Anfang 96 endlich betriebsbereit war, wurde das Malheur sichtbar. Die Motordrehzahlen bei Höchstgeschwindigkeit waren hoch und ließen nur noch ein lang übersetztes Getriebe zu. Auch die Reifengröße 195/45R14 trug zu dieser Feststellung erheblich bei. Das lang übersetzte Getriebe besorgte ich mir mit einer Übersetzung von i=3.42. Damit wurden die Drehzahlen spürbar um einige 100U/min herab gesetzt. Viel Spaß hatte ich aber nicht damit gehabt, denn nach einer eigenen Laufleistung von etwa 1.000km machten sich Heul- und Pfeifgeräusche bemerkbar. Nachdem ich das Getriebe zerlegt hatte, bot sich ein schreckliches Bild. 1 Hauptlager am Zahnradblock war so stark beschädigt, dass sich durch die auftretende Reibung und Abfließen der Wärme der Lagersitz am Lagerschild verformt hatte. Die Kosten für die Reparatur wären zu hoch gewesen, hätten sich nicht gelohnt; also musste ein weiteres gebrauchtes Getriebe her. Wiederrum wurde ich fündig und holte es bei D&W in Bochum-Wattenscheid ab. Dort wartete der Verkäufer auf dem Parkplatz auf mich. Für den Preis von 350DM hatte ich dann schließlich das F20-Schaltgetriebe ohne ausgestellte Rechnung entgegen genommen. Der Name und die Adresse ist mir leider unbekannt.
Bei dem Austausch der Wellendichtringe im Bereich der eingesetzten Antriebswellen im Getriebe hatte ich eine Blessur davongetragen. Mein Bekannter Christoph Pichura erlebte mit, wie ich im Keller des Hauses '72 mittels eines handelsüblichen Schraubendrehers versuchte, die beschriebenen Simmerringe herauszudrücken. Dabei entglitt mir das Werkzeug und verletzte meinen rechten Teil der Nase. Einem Wunder ist es zu verdanken, dass ich nicht heute auf einem Auge blind bin.
Beim Erwerb des o. a. Getriebes steckte ein Endstück des Kugelgleichlaufgelenks im Ringlager fest. Ein Austreiben mit Schraubendreher oder anderen Werkzeugen missglückte. Letztendlich suchte ich die Firma meures auf, die mir beherzt unter die Arme griff. Mit dem richtigen Werkzeug war die Arbeit in 10 Sekunden erledigt. Selber versuchte ich vorher in mehreren verzweifelten Stunden Herr der Lage zu werden, ohne Erfolg.
Samstag, 26.11.1994:

Die Firma Emil Pieper verkaufte mir 1 Verkleidung (Heckschürze - Innenteil) für den Preis von 114,16DM.

Auch dieser Teil der Schürze war durch Korrosion so stark zersetzt, dass eine Neue herangezogen werden musste. 
Auf ein Inserat hin, bezüglich einer Hinterachse vom Kadett E 2.0 GSI 16V, habe ich mich gemeldet und wurde auch unverzüglich vorstellig. Heinz Koluina verkaufte mir diese für den humanen Preis von 370DM inklusive der Bremsscheiben und Bremssättel. Zu welchem Ort ich gefahren bin,weiß ich leider nicht mehr genau. Um entsprechend die erforderliche Bremsleistung bezüglich des geänderten 2.0-16V-Motors zu erhalten, musste ich mich für die beschriebene Anlage entscheiden.
Donnerstag, 01.12.1994:

Beim Jörg Posdziech habe ich einen Kraftstoffbehälter eines Kadett D 1.8GTE (mit Rücklauf), 2 Federbeine, 1 Antriebswelle und 2 Querlenker desselbigen Typs und einen Gaszug für den Preis von 180DM gekauft. Federbeine, Gaszug und Querlenker haben dabei 120DM gekostet. Erst nach genauem Hinsehen erblickte ich leider nur die "eine" Antriebswelle, die mir der Verkäufer für 20DM überlassen hat.

Da ich anfangs den Kadett mit dem originalen 2.0-16V GSI-Einspritzmotor fortbewegen wollte, wäre der beschriebene Tank die richtige Wahl gewesen. Später sollte doch eine Umrüstung auf Doppelvergaser erfolgen, die einen Kraftstoffbehälter ohne Rücklauf als Maßnahme zur Folge hatte. Die geänderten Federbeine, Antriebswellen und Querlenker beruhten auf das entsprechend leistungsangepasste F20-Getriebe.
Freitag, 02.12.1994:
Es fand noch einmal bei der Firma Emil Pieper ein Großeinkauf statt. Man verkaufte mir für insgesamt 1129,62DM 2 Abdeckungen, 2 Abdichtungen, 7 verschiedenartige Abdichtungen, 3-mal unterschiedliche Paar Fensterführungen, 2 Federn verschiedener Bauart, noch einmal 2 andere, aber untereinander identische Federn, 1 Zapfen, 2 Teller, 1 Haken, 1 Lochniet, 2 Faltenbälge, 1 Druckplatte, 2-mal Reparatursatz, 2 Scheiben und einen Bremsklotz. (Zum besseren Verständnis noch kurz anders beschrieben:Tür-, Heckklappen- und Türscheibendichtungen, Achsmanschetten, Fal-tenbälge, Motorhaubenteile, Brembeläge für die Hinterachse und Kupplung inklusive Ausrücklager). Alles Dinge, die mir im Zuge der Restauration für sinnvoll erschienen.
Samstag, 03.12.1994:

Von dem Herrn P. Brodoux habe ich eine komplette vordere Bremsanlage vom Kadett E 2.0-16V gekauft. Mit enthalten waren die Bremsscheiben mit Beläge, Bremskraftverstärker, Hauptbremszylinder und Bremssättel für den Preis von 550DM. Der Herr Manfred Riemenschneider war seinerzeit mit mir nach Lütgendortmund mitgekommen, um in allen Lagen behilflich zu sein. Leider habe ich erst beim Zusammenbau der Bremsanlage gemerkt, dass der Hauptbremszylinder keine übliche Funktion ausübte, sondern aufgrund des "Trockenstehens" die Primärmanschetten beschädigt hatte.

Leider ist mir der Name des Verkäufers und auch der Ort des Geschehens entfallen, bei wem und wo ich einen 2.0-16V - Wasserkühler mit beiliegendem Lüfter gekauft habe. Die Kosten betrugen 220DM.
Auch beim Kauf einer getönten Front- und Heckscheibe fehlen mir die Personen- und Adressdaten gänzlich. Den Preis von 80DM habe ich aber noch durchaus vermerkt.
Die ersten Kosten hinsichtlich der Schweißarbeiten wurden fällig. Unter der Aufsicht von Joachim U. hatte sich ein polnischer Mitarbeiter ihm anvertraut und für einen geringen Nebenverdienst diese Arbeiten ausgeführt. 
Montag, 05.12.1994:
Meine damalige Freundin Susanne R. kaufte mir zum 27.Geburtstag bei Sandtler ein Lederlenkrad des Herstellers RAID, 320mm 13/2 Schwarz für den Preis von 289DM. Dieses ist immer noch im Kadett verbaut.
Mittwoch, 07.12.1994:
Beim Markus Vermaat kaufte ich am heutigen Tage ein Armaturenbrett, das kaum Gebrauchsspuren enthielt. Der Preis von 80DM war im üblichen Rahmen. Etwas gefrustet erinnere ich mich an jenen Tag, als ich erstmalig Ausschau hielt nach beschriebenem Objekt. In Recklinghausen sollte ich ein völlig unbeschadetes Armaturenbrett erhalten, was mir der Verkäufer mit seinem Wort versicherte. Als ich nach langem Suchen endlich bei ihm eintraf, gingen wir gemeinsam in den Keller, um es dort aus einem Berg voller Gerümpel auszukramen. Dann bot sich ein schreckliches Bild: an vielen Stellen schadhaft, mit eingeschnittenen dreieckigen, rechteckigen und runden Löchern konnte es nirgendwo mehr Verwendung finden. Auf die Frage, warum er mich so weit kommen ließ, um mir das Desaster hier anzuschauen, erwiderte er: "habe ich nicht gewußt, Entschuldigung". Wutentbrannt verließ ich den Keller und fuhr nach Hause.
Freitag, 09.12.1994:
Firma Emil Pieper verkaufte mir laut Rechnung 2 Bälge und 2 Spangen für den Preis von 14,56DM.
Samstag, 10.12.1994:
Bei der Firma Sandtler kaufte ich einen AERO-Tankdeckel mit Schloss und einen Einfüllstutzen für 164DM / 49,50DM. Einen Gesamtpreis von 213,50DM entrichtete ich.
Mittwoch, 14.12.1994:

Eine große Flasche Rostumwandler "Fertan" für 48,50DM und eine Batteriehalteplatte für 18,50DM bekam ich von B&S Autoteile. Die Batterie habe ich dann von der Firma Emil Pieper für 113,62 DM erhalten.

Zwischen dem heutigen Tag und dem Dienstag, den 27.12.1994 suchte ich motiviert die Autoverwertung Klotzbach in Bochum auf und bekam dort meine 6 getönten Seitenscheiben, die ich mir selbst ausbauen musste. Den Preis von 100DM bezahlte ich bereitwillig.
Dezember 1994:
Zerlegung bis hin zur vollständigen Rohkarosse (siehe auch die Bilder 1994/9 und 1994/10).
Bild 1994/9
Bild 1994/10
Der Bekannte Andreas O. half mir auch beim Entfernen des Unterbodenschutzes tatkräftig mit, was das Bild 1994/11 belegt. Selbstverständlich wirkte ich gleichermaßen mit, siehe dazu Bild 1994/12.
Bild 1994/11
Bild 1994/12
In diesem Monat begannen die ersten Arbeiten, bei denen verschiedenartige Blechteile von Joachim U. heraus getrennt wurden. Begonnen wurde mit dem linken Seitenteil, dann dem linken Radlauf, dem rechten Seitenteil und seinem rechten Radlauf. Es folgte die Beseitigung der Heckschürze (Außenteil) und dann des Innenteiles. Die nachfolgenden Bilder 1994/13 bis 1994/16 geben Aufschluss darüber.
Bild 1994/13
Bild 1994/14
Bild 1994/15
Bild 1994/16
Dienstag, 27.12.1994:
Im Kaufhaus REAL habe ich um 15:53h eingekauft und insgesamt 37,42DM ausgegeben. Gekauft habe ich laut Bezeichnung der Rechnung "Autopflege" (Spraydosen) für 9,98DM, 14,95DM und 12,49DM.
Bei B&S Autoteile wurde ich auch vorstellig und gab für 2 Dosen Sprühfarbe (je 16,50DM) und für eine Reparaturanleitung vom Kadett E (36DM) insgesamt 69DM aus. In dieser Anleitung fand ich wichtige Beschilderungen, Anmerkungen und Montagehinweise bezüglich des geänderten Motors.
Mittwoch, 28.12.1994:
3 verschiedene Gleitkappen, 2-mal unterschiedliche Anschläge, 2 Schrauben, 2 Halter unterschiedlicher Baustruktur, 20 Federklammern, 2 verschiedenartige Schienen, jeweils 2-mal 2 Federklammern anderer Bauform, 1 Handbremshebel, 2-mal Schlauch, 2 Klemmen, 2 unterschiedliche Abdichtungen, 4 Lagerschalen und 1 Dichtung bezog ich von der Firma Emil Pieper für 353,11DM.
Freitag, 30.12.1994:

 

Bei der Firma Emil Pieper wurde ich heute vorstellig. Vier verschiedenartige Dichtungen für den Preis von 33,64DM wurden meinem Reservoir zugeordnet.
In der Zeit vom Freitag, den 30.12.1994 und dem Dienstag, den 03.01.1995 besuchte ich erneut die Autoverwertung Klotzbach, bei der ich Kleinteile für den Betrag von 10DM abholte. Um welche spezifischen Teile es sich handelte, wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben.
In den Jahren bis 1994:

Da mir auch nach eingehender Recherche ein genaueres Einengen von einigen Vorkommnissen nicht möglich gewesen war, nehme ich Bezug auf die vergangenen Jahre. 

Genau erinnern kann ich mich da noch an eine Fahrt mit dem Kadett D innerhalb geschlossener Ortschaften. Eine rote Ampel sollte mich zum Anhalten bewegen, was ich auch tat. Einige Sekunden später vernahm ich ein Fahrzeug, welches trotz starkem Bremsen in die Richtung meines Wagens rutschte. Dann gab es einen Ruck, der meinen Kadett nach vorne schob. Ich stieg aus, um mir das Malheur genau anzusehen. Auch die Insassen des Firmentransporters eilten herbei und entschuldigten sich. Nachdem ich optisch keine Spuren einer Beschädigung erkennen konnte, gab ich den Leuten grünes Licht für die Weiterfahrt. Als ich mir später zu Hause die Zeit nahm, um genauestens die Heckpartie zu studieren, fiel mir auf, dass im Bereich der Stoßstangenbefestigung Eindrücke zu er-kennen waren. Leider habe ich nicht an Ort und Stelle reagiert und die Polizei gerufen, aber um eine Erfahrung wurde ich reicher.

Zwischenzeitlich, während der Fahrt, ist mir das Kupplungsseil gerissen. Da ich mir erst einmal klar werden wollte, wie die Schaltvorgänge und Drehzahlen miteinander verknüpft sind, stellte ich zunächst das Fahrzeug am Straßenrand vorsorglich ab. Dann spielte ich mit den zuvor beschriebenen Parametern und entwickelte ein Gefühl für meine Situation. Letztendlich suchte ich die Weiterfahrt, was mir mit leichten Problemen auch gelang.

Auf dem Weg von Wattenscheid Richtung Bochumer Innenstadt im Bereich der Firma Krupp setzte ich zum Überholen an. Plötzlich wurde es hell und das Radargerät erfasste mich. Nach Aussage des Polizisten war ich mit der Geschwindigkeit von 67km/h innerorts erwischt worden. Ein Leugnen war zwecklos, aber die Frage nach einer eventuellen Toleranz war gestattet. Die Aussage des Polizeibeamten hatte meinen Wissensdurst nicht zufrieden gestellt, denn er meinte, dass nicht schneller als 50km/h gefahren werden darf. Aber was sollte er auch entgegnen. Ich bezahlte seinerzeit 30DM und konnte "glücklich und zufrieden" meine Fahrt fortsetzen.

Bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle wurde mein Fahrzeug komplett durchleuchtet. Da der Weisung des Polizeibeamten Folge zu leisten ist, öffnete ich auch die Motorhaube, um freie Einsicht in den Motorraum zu erhalten. Dabei erschraken die Beamten, da dort ein 60PS-Serienmotor sein Dasein fristete, wobei äußerlich schon eine Menge Veränderungen an der Tagesordnung waren. Nun erntete ich Häme einer ganz besonderen Art. Man wunderte sich über den leistungsschwachen Motor, der ja garnicht mehr ins rechte Bild zu passen schien. Ich konnte mich nur insofern wehren, als das ich anklingen ließ, dass demnächst ein leistungsstärkerer Motor verbaut wird. Überrascht von der "Coolness" dieser Ordnungshüter konnte ich anschließend meine Fahrt fortsetzen.
Der genaue Zeitpunkt eines kleinen, harmlosen Rennens zwischen meinem Bekannten Dirk Podrasa und mir, lässt sich kaum noch herleiten, nur einige Eckpunkte liegen mir in Erinnerung. Mein Fahrzeug besaß noch die Serien-Motorisierung des 1.2l von 60PS, modifiziert war schon das Fahrwerk und die ATS Cup-Räder in der Dimension 7Jx15H2, ET28. Dirk fuhr auch einen Opel Kadett D, der mit 60 Pferdestärken befeuert wurde. Wir fuhren gemeinsam gegen Abend auf die Autobahn A44 Richtung Dortmund und lieferten uns ein "Stechen". Beide Fahrzeuge schenkten sich nichts und waren exakt gleich schnell. Als sich die Autobahn dem Ende zuneigte, wollte ich wenigstens in der folgenden Rechtskurve das Potential meines Fahrwerks herausfordern. Ich merkte plötzlich, dass ich im Kurvenbereich einfach zu schnell unterwegs war. Mein Kadett D wurde tangential hinaus getragen, nahm einen Leitpfosten mit und stand plötzlich auf der Wiese. Dabei beschädigte ich mir den linken Kotflügel, die Frontschürze und die Felge auf der gesamten Felgenbreite. Ein nachträgliches Auswuchten des Rades konnte die Unwucht eliminieren. Bei unserer Nacht- und Nebelaktion hatte ich festgestellt, dass die physikalischen Naturgesetze niemals außer Kraft gesetzt werden können.
Zwischenzeitlich und aus einer puren Laune heraus kamen einige Mitglieder meiner damaligen Clique auf die Idee, am Fahrzeug befindliche Glühlampen in Farbe zu tränken, um eine farbige Leuchtwirkung zu erzielen. Da ich von dieser Art der Veränderung angetan war, färbte ich die Innenraum-, Handschuhfach- und Kennzeichenbeleuchtung sowie die Rückfahrscheinwerfer in dezentem Grün ein.
Eines guten Tages staunte ich nicht schlecht, als sich im Bereich der Kreuzstrebe im Fond eine Spinne mit ihrem Spinnennetz einnistete. Unverzüglich entschied ich mich beim Fahren zum Öffnen des linken vorderen Seitenfensters, um der Spinne Nahrung durch die entstandene Öffnung zukommen zu lassen. Der Fahrtwind hatte aber leider dazu geführt, dass das Spinnengewebe irreparabel zerstört wurde. Das war nicht in meinem Interesse.