Weitere Besorgung von Tuning-Accessoires,
umfangreiche Schweiß- und Lackierarbeiten, Tauchbadentlackung,
umfassendes Motortuning und Komplettierung des Fahrzeuges
 
Anfang 1995:
Ich inserierte den ausgebauten 1.2Liter, 60PS, OHV-Motor im Reviermarkt, der exakt 192.808km gelaufen hatte. Nicht mehr als 150DM wollte ich für diesen haben. Die Motorisierung hatte hervorragende Dienste geleistet und ließ kaum Probleme erkennen. Woran ich mich erinnern kann, war das Startverhalten bei etwa 50Tkm in der Dortmunder Innenstadt. Nachdem ich den Kadett D dort abstellte und nach ca. 0,5h wieder starten wollte, ließ er mich lange im Stich und weigerte sich, seinen Dienst aufzunehmen. Nach einer Stunde konnte ich erst wieder weiter fahren. Einige Verschleißteile wurden zwischenzeitlich ausgetauscht, was aber völlig normal war. Er war sehr gepflegt und hatte knapp 193Tkm auf der Uhr, die ich in meinem Inserat ehrlich angab. Aber es meldete sich niemand. Nun veränderte ich den gelaufenen Kilometerstand auf etwa 140Tkm und konnte nun einige interessierte Anrufe entgegen nehmen. Ohne zu Handeln wechselte der Motor seinen Besitzer. Da diese Motorisierung sehr zuverlässig ist, wird der Käufer keine Probleme damit gehabt haben. Gemeldet hatte er sich bis heute nicht mehr.
Weiterhin setzte ich auch alle meine 4 Türen in die Zeitung, um einen Abnehmer dafür zu erhalten. Es rief auch jemand an, der interessiert war. Seine erste Frage bezog sich darauf, ob es ein 4-Türer wäre, was ich mit "ja" beantwortete. Dann wäre es ja noch angenehm gewesen, wenn vielleicht noch die Farbe mitgespielt hätte, was auch zu 100% zutraf. Da ich die Türen, mit leichtem Flugrost behaftet, für je 10DM verkaufen wollte, war er nun sehr angetan. Nach seiner letzten Frage, ob denn die Türen noch komplett seien, antwortete ich mit "nein", da ich die Innereien für meine Neuen brauchen würde. Das passte ihm nicht und er meldete sich nicht mehr.
Die Arbeiten an der Rohkarosse gingen indessen selbstverständlich weiter. So wurden beide Einstiegskästen entfernt sowie im Bodenbereich und dem rechten hinteren Radkasten Korrosion beseitigt, was die Bilder 1995/1 bis 1995/4 deutlich machen.
Bild 1995/1
Bild 1995/2
Bild 1995/3
Bild 1995/4
Dienstag, 03.01.1995:

Firma Emil Pieper verkaufte mir 4 Rosetten, 2 Buchsen, 1 Buchse anderer Bauart, 2 Spangen, 2 andersartige Spangen und 2 Sicherungen für insgesamt 82,70DM.

In dem Zwischenraum vom Dienstag, den 03.01.1995 und Dienstag, den 10.01.1995 habe ich bei der Firma Emil Pieper mehrere Arbeiten erledigen lassen. So wurden Buchsen und Lager an Naben ausgepresst sowie die Gewindehülse am Federbein losgeschraubt. Der Betrag von 20DM ist von mir an Ort und Stelle entrichtet worden.

Freitag, 06.01.1995:
So wurde ich wieder bei der Firma Emil Pieper vorstellig und erwarb einen Spurstangenkopf, 2 verschiedenartige Bleche, eine Klammer, einen Faltenbalg und eine Kappe für 67,62DM käuflich. Eine Buchse für 27,09DM gab ich wieder zurück.
Samstag, 07.01.1995:
Ich meldete mich bezüglich eines Inserates einer Zeitung, bei dem ein Kraftstoffbehälter, eine Dichtung für das linke Rücklicht sowie ein Ausgleichbehälter angeboten wurde. Der Tank besaß einen Rücklauf, um später den zurückfließenden Kraftstoff wieder aufzunehmen. Bei der Einspritzanlage wäre dieser notwendig geworden; im Endeffekt hätte man sich diese Investition sparen können, da ich letztendlich auf Doppelvergaser umgerüstet habe. Nun habe ich diesen Rücklauf stillgelegt. Ganze 100DM wechselten hierbei den Besitzer, ohne dass ich einen Namen und Ort dieser Aktion behalten habe.
Dienstag, 10.01.1995:
2 Buchsen für den Bereich Hinterachse sowie 10 Schrauben bekam ich bei Emil Pieper für 62,01DM.
Samstag, 21.01.1995:
4,5m Benzinleitung wurden von mir gebraucht, die ich von der Firma Emil Pieper für den Preis von 21,28DM bezogen hatte.
Dienstag, 24.01.1995:

Bei der Firma MLK-Tuning kaufte ich mir Haubenstoßdämpfer (Power-Lift Kadett D) für 134,06DM. Jahre zuvor entwickelte ich noch ein ganz eigenes System, bei dem ich die Heckklappen-Schwingungsdämpfer einsetzte. Separat angebrachte Halterungen sollten dann für eine ausreichende Festigkeit sorgen. Da es damals noch keine besonderen Dämpfer gab, kam mir diese glorreiche Idee.

In dem Bereich vom Dienstag, den 24.01.1995 und Montag, den 30.01.1995 erwarb ich bei der Firma Emil Pieper diverse Kleinteile für einen Gesamtbetrag von 477, 83DM. 

Mittwoch, 25.01.1995:
Um 17:55h stattete ich dem Kaufhaus REAL einen Besuch ab und besorgte mir noch schnell 2 Spraydosen (12,49DM + 14,95DM) für insgesamt 27,44DM.
Montag, 30.01.1995:
Als ich noch bei der Firma Adam Opel AG gearbeitet hatte, knüpfte ich den Kontakt zum Eric Osladil, der mir eine Gruppe A Schalldämpferanlage vom Hersteller WSK für einen verhältnismäßig guten Preis besorgen konnte. Bei der Firma "OSSI" bestellte ich so dann 1 Stück 2011 Anschlussrohr, 1 Stück 2012 Vorschalldämpfer, 1 Stück 2014 Achsbogen und 1 Stück 2015 Endschalldämpfer 90mm komplett in Edelstahl für den Preis von 895DM. Zusätzlich bekam ich noch einen K&N-Luftfilter für den Kadett E GSI 16V Luftfilterkasten für 55DM. Da die Motorisierung aus einem Opel Kadett E entstammte, musste auch die komplette Schalldämpferanlage zum Motor passend sein.
Dienstag, 31.01.1995:
Firma Emil Pieper verkaufte mir eine Kadett D 1.8 GTE-Frontschürze und ein Signalhorn für den Preis von 85,10DM. Einmal 1312292 für 346,41DM ist zurück gegeben worden. Für diese Art der Frontschürze entschied ich mich, da sie besondere Öffnungen zur zusätzlichen Kühlung bereit stellte.
Februar 1995:
An einem Tag half auch der Bruder meiner Verflossenen Peter R. beim Schleifen mit - siehe Bild 1995/5. Zudem fanden die ersten Schweißarbeiten statt. Das Einschweißen der beiden Innenradhäuser, der Schweller und des rechten Seitenteiles. Die zwei Türen wurden zum Anpassen eingesetzt.

Die Bilder 1995/5 bis 1995/8 geben einen Überblick hinsichtlich dem Geschilderten.

Bild 1995/5
Bild 1995/6
Bild 1995/7
Bild 1995/8
In dem laufenden Jahr 1995 habe ich bei der Firma MKB - Metall- und Kunststoffbeschichtung die in Kapitel 27 erwähnten Fahrzeugteile mit einem schwarzen Kunststoffmantel versehen lassen. Teilweise in Matt und Hochglanz erstrahlten die Teile. Grob geschätzt hatte ich etwa 1.000DM dafür bezahlt. Die Teile hatte ich gereinigt angeliefert, dabei Fett- oder Ölhaltiges, wie z.B. Schwingungsdämpfer oder Lager, im Vorfeld entfernt. Die Sandstrahlarbeiten, die Lacke und auch Korrosion beseitigt haben, sind zu Beginn durchgeführt worden. Auch musste eine gewisse Haftreibung erzeugt werden, um die Kunststoffbeschichtung dauerhaft auf dem Material zu belassen.

An einem Tag suchte ich vergeblich in dieser Firma nach den Mitarbeitern, um nach dem aktuellen Stand zu fragen. In der Sandstrahlkabine fand ich aber meine Fahrzeugteile, wie unter anderem meine Stoßstangen, die eine Sandstrahlkur hinter sich hatten. Da fiel mir aber auf, dass einige Korrosionsstellen noch deutlich zu erkennen waren. Na ja, dachte ich, die werden ja wohl noch die verbleibenden Stellen bearbeiten, aber das war leider nicht so, was ich nach Jahren feststellen sollte. Ansonsten war das äußere Erscheinungsbild sehr ordentlich und auch die Bearbeitung, die sich nach der Menge richtete, sehr zügig. Etwa drei Wochen konnte man auf sein Abgegebenes warten.

Die Bilder 1995/9 bis 1995/12 zeigen einen Auszug der in schwarz-hochglanz kunststoffbeschichteten Fahrzeugteile, die im Februar 1995 fertig gestellt waren.

Bild 1995/9
Bild 1995/10
Bild 1995/11
Bild 1995/12

Für das Einpressen der neuen Lagerungen an der Hinterachse sowie der Radlager an den Federbeinen zeigte sich die Firma Emil Pieper verantwortlich. Die nötige Vorsicht gab ich den Mitarbeitern vor Ort mit auf den Weg, denn bei einer eventuellen Beschädigung wäre die Arbeit umsonst gewesen. Die dabei aufgetretenen Kosten sind mir leider entfallen. Die Arbeit ist dort sehr gründlich und professionell vonstatten gegangen. 

Auf dem Bild 1995/13 sind die entsprechenden Lagerungen zu erkennen.

Bild 1995/13
Die gesamten Aufgaben der Restauration erstreckten sich zum einen auf den Bereich der Rohkarosse und zum anderen auf die Vielzahl der Fahrzeugeinzelteile. Letzterem widmete ich mich in der alten Wohnung, die in der Oberstraße in Bochum-Langendreer ansässig war. Dort hatte ich mein eigenes "Arbeitszimmer" unter dem Dach. Die Bilder 1995/14 bis 1995/19 zeigen deutlich, wie extrem ich meiner Rolle als Fanatiker gerecht geworden bin. Im Februar dieses Jahres sind die gezeigten Fotos entstanden.
Bild 1995/14
Bild 1995/15
Bild 1995/16
Bild 1995/17
Bild 1995/18
Bild 1995/19
Samstag, 04.02.1995:
Einen Träger für die GTE-Frontschürze für 134,03DM habe ich bei Emil Pieper käuflich erworben (Aufnahme für den Wasserkühler). Da zum erwähnten größeren Motor auch dessen Kühlleistung mächtiger wurde, passte natürlich die Aufnahme des größeren Wärmetauschers nicht mehr.
Freitag, 10.02.1995:

Diesmal habe ich Einzelteile für Motor- und Getriebehalterungen bei der Firma Emil Pieper gekauft. Diese waren im einzelnen 2 Schrauben, 2 Gummipuffer, wiederrum 2 Schrauben, 5 andersartige Schrauben, 5 Sicherungsbleche, 2 Scheiben, 3 andere Scheiben und letzteres 1 Scheibe anderer Bauart für insgesamt 28,76DM.

Ab diesem Tag bis einschließlich Samstag, den 25.02.1995 bin ich definitiv den Betrag von 600DM an Joachim U. los geworden. Dies betraf die umfangreichen Schweißarbeiten an meinem Kadett D.

Dienstag, 28.02.1995:
Wiederrum bei der Firma Emil Pieper vorstellig bekam ich nun 2,1m Schlauch, 4 Gummipuffer, 1 Benzinfilter, 2 Muttern, 4 Sicherungen, 1 Schelle, 2 Schlauchbögen, 1 Schelle, 1 Tülle, 1 Blende, 3 Schellen, 1 Schlauch, 2 andersartige Schläuche, 1 Halter, 1 Schelle, 1,7m sowie 1,3m Schlauch für den ultimativen Gesamtbetrag von 409,41DM. Etwas stutzig machte mich der Betrag von 344,72DM, der laut 1.Liste abgerechnet worden war. Es könnte durchaus möglich gewesen sein, dass auch hierbei eine Rückgabe stattgefunden hat.
März 1995:
Es folgte nach Bild 1995/20 das Einschweißen des linken Seitenteiles sowie des Innenteiles des Heckabschlussblechs. Im Bild 1995/21 ist der instand gesetzte rechte Radkasten dargestellt. 
Bild 1995/20
Bild 1995/21
Bild 1995/22 zeigt unterdessen das vollständig eingesetzte Heckabschlussblech. Die nachfolgenden Bilder 1995/23 bis 1995/25 dokumentieren die heraus getrennte und neu verschweißte Frontschürze und Batteriehalteplatte.
Bild 1995/22
Bild 1995/23
Bild 1995/24
Bild 1995/25
Anschließend wurden 4 Bleche im Innenraum ordnungsgemäß eingesetzt - siehe hierzu die Bilder 1995/26 bis 1995/29.
Bild 1995/26
Bild 1995/27
Bild 1995/28
Bild 1995/29
Die nächsten Bilder 1995/30 bis 1995/33 zeigen den eingeschweißten Kühlerträger des Kadett D 1.8 GTE, die Korrosionsbeseitigung des linken hinteren und vorderen Radkastens sowie die verschlossene Wischerarmbohrung.
Bild 1995/30
Bild 1995/31
Bild 1995/32
Bild 1995/33
Sämtliche Nahtstellen, die korrosionsrelevant sind, wurden verzinnt.
Nun sollte ein interessanter Teil der Einschweißung erfolgen, bei dem ich durchaus auch helfen konnte. Es ging hierbei um das Verschweißen des vorher verschraubten Überrollkäfigs. Das Anpassen der Bügel und Rohre miteinander übernahm meine Wenigkeit.

Die visuelle Veranschaulichung hinsichtlich des Käfigs und der Verschweißung von Verstärkungsplatten zeigen die Bilder 1995/34 und 1995/35.

Bild 1995/34
Bild 1995/35
Freitag, 03.03.1995:

Autopflege (vermutlich Spraydosen) wurden mir im Kaufhaus REAL zum Verhängnis. Denn um 15:55h kaufte ich für 8,98DM und 12,49DM (Gesamt 21,47DM) ein.

Auch wurde Emil Pieper von mir erneut nicht verschont. 2m Schlauch, 1 Membran, 1 Stütze und 2 Schläuche sind für 30,45DM an mich übergewechselt. (Unter Rückgabe fielen 2 Schläuche und 1 Blende).

Zwischen dem Freitag, den 03.03.1995 und Samstag, den 11.03.1995 besorgte ich mir eine Menge Kleinteile aus einem Kadett D 1.8 GTE für den Preis von 80DM. Um welche Teile es sich handelte oder wer mir diese verkaufte, werde ich wohl nicht mehr herausfinden.

Samstag, 11.03.1995:

Der Autoteilehandel B&S verkaufte mir eine Sprayfarbe (möglicherweise Zinkspray) für 16,50DM.

4 grundverschiedene Halter (Motor- und Getriebehalterungen) erhielt ich von Emil Pieper für 234DM.

Weitere Kosten bezüglich der Schweißarbeiten standen an. Dem Joachim U. habe ich den Betrag von 800DM in die Hände gedrückt. Aber das sollte ja noch nicht alles gewesen sein.

Aus der Zeitung entnahm ich, dass eine Getriebehalterung verkauft werden sollte, die ich gebrauchen konnte. Woher ich sie bezog, ist für mich bis zum heutigen Tag ein Rätsel, nur den Betrag von 10DM konnte ich in meinen Auflistungen wiederfinden.

Mittwoch, 15.03.1995:
Zum weiteren Male stiefelte ich zur Firma Emil Pieper und kaufte kräftig ein. Diesmal waren 1 Dichtung, 1 Bowdenzug, 2 Befestigungsteile, 2 Sicherungsfedern, 2 Muttern, 4 Schrauben, 1 Dämpferbuchse, 2 Schrauben und 2 andere Schrauben für 81,90DM im Programm.
Montag, 20.03.1995:
Jetzt fing ich auch an, Verbindungselemente in Edelstahl auszustatten. Welche genau bezifferten A2-Elemente in dem Paket eingelagert waren, kann ich leider nicht benennen, aber Versandkosten mussten von mir noch übernommen werden. Insgesamt bezahlte ich bei der Firma Uwe Gräber -Edelstahlschrauben- den Betrag von 89,20DM.
Donnerstag, 23.03.1995:
Der Hagebaumarkt Ziesak verkaufte mir um 18:01h 3m Schlauch für den Preis von 11,85DM.
Samstag, 25.03.1995:

Firma Emil Pieper hat mich zum erneuten Male in Empfang nehmen müssen. Diesmal bekam ich für 61,02DM 1,25m Schlauch, 1,5m Schlauch, 0,5m Schlauch und 1 Ventil.

Am gleichen Tag und am gleichen Ort kaufte ich 1 Ring, 1 Geber, 2 Spangen, 3 andere Spangen, 3 Gummis, 1 Dichtung, 1 Peilstab, 10 Klammern, 1 Ölleitung, 1 Ölleitung anderer Machart und 2 verschiedenartige Schläuche für den Preis von 270,81DM.

Wieder einmal standen Kosten bezüglich der Schweißarbeiten an meinem Wagen an, die in eine unkontrollierte Höhe schnellten. Nun bin ich die Summe von 4.500DM an Joachim U. los geworden.

Montag, 27.03.1995:

Um 16:48h musste eine Farbdose in "schwarz Hochglanz" her. Das Kaufhaus REAL hatte mir diese für 12,49DM verkauft.

B&S Autoteile stand mir freundlich zur Verfügung, als ich für 13,10DM einen Benzinschlauch in der Größenordnung 5,5x1,25m kaufte.

Mittwoch, 29.03.1995:
Bei B&S Autoteile habe ich Undefiniertes für 5,90DM bezogen (laut Rechnung nicht mit Teil-Name beziffert)
April 1995:
Die Arbeiten am Überrollkäfig waren im vollen Gange bis hin zur Fertigstellung, was in den Bildern 1995/36 und 1995/37 ersichtlich ist.
Bild 1995/36
Bild 1995/37
Plötzlich und unerwartet fand man im Unterbodenbereich fahrerseitig einen korrosiven Hohlraum, der sich in einem desolaten Zustand präsentierte - dazu kann man in Bild 1995/38 Einsicht nehmen; im nächsten Bild 1995/39 fand die Reparatur statt.
Bild 1995/38
Bild 1995/39
Es folgten mehrere Anpassungsarbeiten, bei denen der Motor samt Getriebe, Kabelbaum und Luftfilterkasten, der Wasserkühler, der Ölkühler mit seinen Leitungen und die komplette Schalldämpferanlage eingebaut werden mussten. Einen Einblick hierüber geben die Bilder 1995/40 bis 1995/43.
Bild 1995/40
Bild 1995/41
Bild 1995/42
Bild 1995/43
Nach allen Anpassungsarbeiten - hier in Bild 1995/44 im Bereich des Endschalldämpfers dargestellt - war die Karosserie fertig gestellt (siehe dazu Bild 1995/45), um Anfang Mai 1995 komplett entlackt zu werden.
Bild 1995/44
Bild 1995/45
Samstag, 01.04.1995:
Erneut stand Geldausgabe auf dem Programm. Zum einen bei REAL, wo 2 Spraydosen um 12:55h für 29,90DM (je 14,95DM) über den Ladentisch gingen, zum anderen bei B&S Autoteile, die mir 3 Dosen Sprayfarbe für 2-mal 16,50DM und 18,50DM (insgesamt 51,50DM) vermachte.
Sonntag, 02.04.1995:
Um einen gewissen Lackschutz zu erhalten, bestellte ich bei der Firma Fertan GmbH "Fertan Schutzwachs -Protewax-" inklusive der Portokosten für insgesamt 127,14DM.
Montag, 03.04.1995:

Unter der beschriebenen Ware Farben/Kl. und Autopflege nahm ich für die Einzelpreise 2,59DM, 2,98DM und 7,98DM Kadett-Accessoires entgegen. Den Gesamtbetrag von 13,55DM habe ich im REAL-Kaufhaus um 17:57h an der Kasse entrichtet.

Bei der Autoverwertung Seik besorgte ich mir einen Luftfilter vom Kadett E GSI 16V für einen Preis von 92DM.

Freitag, 07.04.1995:
Bei der Firma Emil Pieper gab ich mal wieder richtig viel Geld aus, und zwar bekam ich 1 Dichtring und 1 Fächerkrümmer 16V Lexmaul für insgesamt 649,55DM. Der sollte noch einmal für eine höhere Leistungsausbeute sorgen.
Samstag, 08.04.1995:
Heute besorgte ich mir ein Verbindungsstück für meine Ölkühlerleitungen. 30DM zahlte ich dem Verkäufer, der mir bis heute unbekannt ist. 
Dienstag, 11.04.1995:
4 x Protewax BP 527 Schutzwachs glasklar mit den dazugehörigen Fracht- und Verpackungskosten für einen Gesamtpreis von 127,14DM ließ man mir von der Firma Fertan GmbH zukommen. Schriftlich ist diese Bestellung am Sonntag, den 02.04.1995 verfaßt worden.
Donnerstag, 13.04.1995:
Einige Kleinigkeiten mussten, von der Firma Emil Pieper organisiert, ins Schraubergepäck. Diese wären im einzelnen 1 Gummi, 1 Dichtung, 1 Halter, 1 Puffer, 1 Hülse, 2 Scheiben, 1 Mutter, 1 Scheibe und 2 Gummis. Bezahlt habe ich insgesamt den Betrag von 13,57DM.
Samstag, 22.04.1995:
5 Artikel orderte ich von der Firma Emil Pieper; diese waren unter anderem 1 Blech, 10 Muttern, 2 Klammern, 1 Sicherungsring und 1 Mutter anderer Bauart. Bezahlt habe ich 24,53DM.
Montag, 24.04.1995:

Zur Abwechslung kaufte ich diesmal beim Autohandel Klostermann ein. So bekam ich dort 2-mal 5m-Rolle Kupferrohr 5x1 für den Gesamtpreis von 49,95DM. Dieses Material kam im Bereich der Bremsleitungen zum Einsatz.

Von heute bis Dienstag, 09.05.1995 habe ich mich noch zusätzlich mit V2A-Schrauben eingedeckt. Was mir an Informationen geblieben ist, war der dafür entrichtete Preis von 60DM.

Samstag, 29.04.1995 oder Samstag, 06.05.1995:
An einem dieser beiden Tage habe ich den letzten Betrag hinsichtlich der anstehenden Schweißarbeiten an Joachim U. "teuer" bezahlen müssen. Es sollte noch einmal eine Summe mit dem Faktum 1.000 sein. Exakt 1.300DM übergab ich ihm und zahlte insgesamt den Betrag von 7.800DM.
Mittwoch, 03.05.1995:

Die Rohkarosse des Kadett D war endlich bereit, um entlackt zu werden. Der Anhänger stand bereit und nahm zuerst die Matratzen auf, anschließend wurde von einigen Helfern die Karosserie auf diesen festgezurrt und mit dem Anhänger fest verbunden. Die Fahrstrecke zur Firma Auffenberg nach Gelsenkirchen-Horst stand an, die in etwa 29km Entfernung vor uns lag. Einen Fotoapparat gab ich den zuständigen Leuten mit in die Hände, um einige Zwischenfotos zu "schießen".

In Bild 1995/46 ist die Rohkarosse noch im Bereich der Schrauberhalle untergebracht, das nächste Bild 1995/47 zeigt die Unterbringung an der Abbeizzentrale der Firma Auffenberg.

Bild 1995/46
Bild 1995/47
Dienstag, 09.05.1995:

Die Karosserie konnte abgeholt werden. Als ich mit den Mitarbeitern vor Ort sprach, ob auch Fotos mit meiner Kamera gemacht wurden, hat man mich vertröstet; es ist schlicht und einfach vergessen worden. Laut Rechnung ist eine fachgerechte Karosserie-Entrostung/-lackung mit anschließender Korrosionsschutzbehandlung mit dem Produkt Fertan durchgeführt worden. Mit 2.875DM hat dieses Vorgehen zu Buche geschlagen. Mit der Arbeit bin ich aber recht zufrieden gewesen. Anschließend brachten wir die Rohkarosse zur Lackiererei F., wo dann unter Mithilfe von meinem Bekannten Lothar diese an 2 recht kühlen Tagen komplett mit Dampfstrahler abgespritzt wurde. Danach war der Lackierer gefragt, der alles Nötige veranlassen sollte, um die vollständige Karosserie in der Farbe "Regattablau" erstrahlen zu lassen. Wut und unerreichbarer Zorn überkam mich, aber davon in ca. 2 Monaten mehr. Hier sei noch einmal erwähnt, dass der Bekannte Lothar bei beschriebenen Arbeiten nach Rücksprache, eine Woche mit starker Erkältung und fiebrigen Ausbrüchen zu kämpfen hatte. 

Eindrucksvoll belegen die Bilder 1995/48 bis 1995/53 den abgebeizten und anschließend mit Fertan versiegelten Zustand, das Folgende mit Wasser entfernten Restbestände der "Fertanisierung" durch meinen Bekannten Lothar sowie den Endzustand nach dieser Bearbeitung. Durchaus erwecken die letzten Fotos den Eindruck von Korrosionsanfälligkeit, die aber laut der Firma Auffenberg erfolgreich dementiert wurde. 

Ein weiterer Gang zur Firma Emil Pieper sollte auch an diesem Tag nicht fehlen und so kaufte ich 8 Bolzen, 2 Bolzen anderer Machart, 2 Scheiben, 2 Muttern, 4 Bolzen, 2 Halter, 1 Bolzen, 2 Griffe, 1 Halter, 2 Griffe und 2 Stopfen (Türgriffe etc.) für insgesamt 226,46DM.

Bild 1995/48
Bild 1995/49
Bild 1995/50
Bild 1995/51
Bild 1995/52
Bild 1995/53
Etwa eine Woche später konnte ich die ersten Schleifarbeiten an den Anbauteilen bemerken. Die beiden Bilder 1995/54 und 1995/55 zeigen einen Ausschnitt. Leider hatten die Teile mehrere Wochen keine Nachbehandlung erfahren und standen zudem noch im Bereich einer Waschmöglichkeit, was zwangsläufig zu Korrosionsansätzen führte.
Bild 1995/54
Bild 1995/55
Freitag, 12.05.1995:
Präsent war ich an diesem Tage bei der Autoverwertung Klotzbach GmbH in Bochum und baute mir dort aus einem Ascona C einen Schalthebel aus, der ein 5-Gang-Schaltgetriebe versorgte. Den Preis, den ich dafür bezahlen sollte, betrug 40DM. Da das bald implantierte F20-Getriebe einen zusätzlichen 5.Gang beinhaltete und mein altes "F10" ein 4-Gang-Getriebe beherbergte, ließ sich dieser Kauf nicht umgehen.
Samstag, 13.05.1995:
Mit den Bekannten Lothar , Frank Bahlo und Thomas Jarosch, der mit seinem Opel Ascona B angereist war, besuchte ich das Mantzel-Opel-Treffen und nahm dieses auf Video auf. Mein Fahrzeug war zu der Zeit noch nicht fertig gestellt. Diese Aufnahmen habe ich auf der Kassette B archiviert. Wenn man schon einmal bei der Firma Mantzel in Oberhausen anwesend ist, so kann man ja auch gleichzeitig weitere Accessoires für seinen Kadett D einkaufen. So kaufte ich ein Paar schwarze Fahrtrichtungsanzeiger für den vorderen Fahrzeugbereich für 180DM. Der Betrag von 198,36DM war als regulärer Listenpreis ausgezeichnet worden; im Sinne des Treffens konnte man aber eine kleine Mark sparen.
Montag, 15.05.1995:
Der Autohandel B&S Autoteile verkaufte mir eine Dose Sprühfarbe für 16,50DM.
Dienstag, 16.05.1995:
Wieder einmal verkaufte mir die Firma Emil Pieper Kleinteile, und zwar 4 Stopfen und 1 Streb. für den Preis von 4,24DM.
Freitag, 19.05.1995:
Ich konnte in Erfahrung bringen, dass die Firma WK-Tuning auch durchaus mit Eintragungen involviert sind und dementsprechend Möglichkeiten bestehen. Als ich noch in der Getriebeplanung des Opel-Werks-II meinen Arbeitsplatz beinhaltete, setzte ich ein Fax-Schreiben auf, um einerseits etwas über die Eintragungen zu erfahren und andererseits die anfallenden Kosten zu durchleuchten. Acht einzelne Eintragungen standen an, bei denen zum Teil die Gewissheit fehlte, ob überhaupt eine reelle Chance zur positiven Abnahme besteht. Der genaue Wortlaut:
 
1.) 2.0 GSI 16V Motor aus dem Kadett E + 45-Doppel-Webervergaser +
     andere Nockenwellen + Kopfbearbeitung (Bremsanlage, Kühlsystem und
     Getriebe F20 vom Kadett E 2.0 GSI 16V übernommen)
2.) Raid Lederlenkrad mit Durchmesser 320mm
3.) Schwarze Rückleuchten
4.) Schwarze Blinker
5.) Bonrath Haubenstoßdämpfer
6.) BCW-Alufelgen 8Jx14H2, ET15 mit Dunlop-Bereifung 195/45-14 (dazu
     muss gesagt werden, dass die originalen Radläufe vorn und hinten
     umgebördelt und die Radläufe ca. 1cm herausgezogen wurden)
7.) Gruppe A Auspuffanlage von Fa. WSK, Durchmesser 63,5mm mit Endrohr
     90mm; ein Supersprint Kat-Ersatzrohr und Lexmaul-Fächerkrümmer
8.) Federn der Fa. H&R, wobei hierbei kein TÜV-Gutachten vorliegt. 
     (Außendurchmesser der Windung 13mm, Windungszahl vorn 5,2 und
     hinten 4,5; Farbe der Federn original schwarz)
Über eine Rückmeldung weiß ich leider bis zum heutigen Datum nichts mehr.
Samstag, 20.05.1995:
Diverse Kleinteile bezog ich erneut von der Firma Emil Pieper für den Gesamtpreis von 27,24DM. Diese waren unter anderem 3 Tüllen (3,31DM) und 1 Blech, 12 Stopfen (23,93DM).
Mittwoch, 24.05.1995:
In der Schraubenkiste besorgte ich mir weitere VA-Schrauben für den Betrag von 19DM.
Freitag, 26.05.1995:
Derjenige, der an meinem Kadett D die meisten Schweißarbeiten erledigte, half mir beim Verformen der vorderen und hinteren Radläufe. Da die Kotflügel noch ausgebaut waren, konnten entsprechende Arbeiten leichter umgesetzt werden. Den Namen des Bekannten habe ich leider nicht mehr parat, weiß aber, dass er polnischen Ursprungs war. Mit Feingefühl ging er zu Werke; mit seiner Arbeit war ich sehr zufrieden. Die Kosten hierfür betrugen 50DM. Er erledigte eine Reihe von Schweißarbeiten an meinem Fahrzeug unter der Anleitung des Werkstattmeisters Joachim U.
Samstag, 27.05.1995:
Telefonisch gab ich der Firma Uwe Gräber, Edelstahlschrauben meine Bestellung durch, die diverse Verbindungselemente in Edelstahl beinhaltete.
Montag, 29.05.1995:

Um 17:46h stand ich an der Kasse im REAL-Kaufhaus und hatte Autozubehör für 18,90DM und 2-mal "Autopflege" für je 19,90DM im Gepäck. Insgesamt verließen 58,70DM mein Portemonnaie (Portmonee).

B&S Autoteile verkauften mir 3, laut Rechnung unbekannten Teile für meinen Kadett mit den Einzelpreisen 9,25DM, 6,50DM und 6,50DM. Die VA-Schrauben und VA-Schlauchschellen von der Firma Uwe Gräber, Edelstahlschrauben trafen inklusive der Versandkosten für 85,38DM bei mir ein.

Mittwoch, 31.05.1995:
Etwas auf der Rechnung nicht näher erläutertes Fahrzeugzubehör für den Preis von 24DM bezog ich bei B&S Autoteile.
Juni 1995:
Durch mehrmaliges Auffordern meinerseits konnten in diesem Monat erstmalig Veränderungen visuell aufgenommen werden. Die nächsten vier Bilder 1995/56 bis 1995/59 zeigen im Bereich des Unterbodens zunächst einmal den angeschliffenen, dann den lackierten Zustand, am Ende dann die begonnene Abdichtung der Nahtstellen.
Bild 1995/56
Bild 1995/57
Bild 1995/58
Bild 1995/59
Freitag, 02.06.1995:
Für 20,75DM kaufte ich bei der Firma Emil Pieper ein. In meinem Sortiment waren 1 Masseband, 1 Halter und weitere andersartig gestylte Halter dabei. Die Halter sind im Bereich der Brems- und Kraftstoffleitungen eingesetzt worden.
Mittwoch, 07.06.1995:

Jede Menge Blechmuttern kaufte ich um 17:14h im Hagebaumarkt Ziesak für 26,85DM ein.

9m Polstermaterial für meinen Überrollkäfig Schmidt & Goerke erwarb ich bei D&W für den Betrag von 108DM.

Über einen Restbetrag von 4,10DM kann ich bis dato leider keine vernünftige Aussage machen.

Freitag, 09.06.1995:
6 Blechmuttern und 1 Antidröhnmatte sollten es noch von der Firma Meures für einen verhältnismäßig geringen Obolus von 5,89DM sein. Mit der Firma XXXXXXXXX habe ich erst einmal abgeschlossen, da mich der Verkäufer nicht mehr sehen konnte. Eine Menge Geld brachte ich bis dato in diesen "Laden", um meinem Kadett D ein neues Leben zu schenken, aber der nette Herr fühlte sich von meinen vielen Hausbesuchen in seiner Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigt. Durch die Großbestellungen warteten durchaus andere Kunden, was ihn sichtlich stark beunruhigte. Auf meine Frage, einen verträglichen Lösungsweg zu finden, war er erstmals mit einverstanden, aber auch dieser scheiterte. Anmerken möchte ich aber, dass ich ein Kunde bin, der das gleiche Recht besitzt, in allen Lagen freundlich bedient zu werden, denn freundlich war ich auch stets ihm gegenüber.
Samstag, 17.06.1995:

Eigentlich hat der Kauf eines weiteren Kadett D nur sekundären Charakter, aber der Vollständigkeit halber erwähne ich das Alltagsobjekt noch einmal kurz. Das Fahrzeug erhielt das eigene amtliche Kennzeichen BO-PW3 und sollte mir aber auch nur bis 01/96 zur Seite stehen. Motorprobleme stoppten letztendlich dieses Vehikel, das ich dann mit etwa 1 Jahr gültiger Hauptuntersuchung an Selbstabholer verschenkt habe. Es war nicht gerade das zuverlässigste meiner bisher gefahrenen Fahrzeuge. 

Da die Heckklappe extrem stark korrodiert und leider mit Wassereinbruch zu rechnen war, entschied ich mich kurzerhand, die rückwärtige Klappe meinem Restaurationsobjekt zu entnehmen. Optisch zwar kein Leckerbissen, aber durchaus war der Sinn erfüllt. Siehe hierzu auch die Bilder 1995/60 und 1995/61. Auf dem ersten Foto sind der damalige Nachbar Stephan Ulbrich und meine Wenigkeit, auf dem zweiten Bild zusätzlich meine Schwester Petra zu erkennen.

Der komplette Innenraum wurde von Teppich befreit, da ich die dortigen Stellen direkt mit dem Rostumwandler Fertan bearbeiten konnte. 

Bild 1995/60
Bild 1995/61
Freitag, 23.06.1995:
Einige Kleinigkeiten wie 1 Kappe, 4 Zündkerzen, 1 Läufer, 2 Bolzen und 2 Scheiben erwarb ich bei der Firma Meures für den Preis von 51,13DM.
Montag, 10.07.1995:

Wie schon am Dienstag, den 09.05.1995 kurz angeschnitten, habe ich mit der Lackiererei F. ausreichend Theater gehabt, das zum Glück an diesem Tag enden sollte. Mit den gesamt anfallenden Kosten von 747,50DM, die zum einen die Teilarbeiten an Rohkarosse und Einzelteilen (600DM) beinhalteten und zum anderen die Transportkosten, war ich zwar nicht so recht einverstanden, aber Hauptsache dieser Lackierbetrieb lag weit hinter mir zurück. Nicht das mich dieser Betrieb wochenlang vertröstet hat und nach meinem Druck endlich einige Arbeiten erledigte, konnte ich am Ende meiner Kräfte noch zusehen, wie ein Teil meiner so teuer eingekauften Originalteile Korrosion ansetzten. Die Einzelteile, wie z.B. Türen, Motorhaube etc. wurden recht schnell angeschliffen, teilweise bis zum rohen Blech. Eine entsprechende Grundierung wurde aber nicht aufgetragen.

Als ich dann Samstag, den 08.07.1995 die Lackiererei aufsuchte, musste ich zusehen, wie meine Teile neben einem Waschbecken gehortet wurden und in Wasserpfützen standen. Als ich den Lackiermeister höchstpersönlich zur Rede stellte, war für ihn das Malheur nicht weltbewegend; war ja nur eine Art Flugrost. Ich rastete völligst aus und schrie ihn an, so laut ich nur konnte und entzog ihm mit sofortiger Wirkung den Auftrag. Da ich leider nicht alle Teile mitnehmen konnte, ließ ich einige von ihnen zurück mit der Maßgabe, diese bleiben unberührt und ich suche einen Sachverständigen auf, der hinsichtlich dieser Problematik aktiv wird. Als ich an diesem Montag den Rest abholte, waren die angerosteten Teile grundiert worden, ohne dass er meine Zustimmung dafür erhalten hatte. Wieder war ich außer mir, konnte aber den Preis noch etwas drücken, was aber den Ärger keinesfalls wert war. 

Als ich meinem neuen Lackierer, Herrn Giesselbach, die gesamte Geschichte erzählte, nahm er sich meiner an und holte mit seinem Anhängefahrzeug die Rohkarosse ab. Sicherlich wurde nicht täglich an dem Fahrzeug gewerkelt, aber das Versprechen, das er mir gab, hielt er ein und so konnte ich wöchentlich Veränderungen beobachten.

Dienstag, 11.07.1995:
Um 15:28h betrat ich die Motorradschmiede Bochum und kaufte für 14,70DM 3m Kantenschutz für meinen Kraftstoffbehälter (der lfd. Meter 4,90DM). Damit hatte ich die scharfkantigen Ecken "abgepolstert".
Montag, 24.07.1995:

Den Motor aus einem Kadett E GSI 2.0 16V habe ich nach Essen zur Firma SKR Motorentechnik gebracht, um eine Leistungssteigerung vornehmen zu lassen. Der Auftrag, den ich Herrn O. Reichelt erteilte, beinhaltete Weber-Doppelvergaser, Opel 2.0 DOHC Motorbearbeitung, Zylinderkopfbearbeitung komplett, Paar 296° Nockenwellen, Satz Bronzeführung und Motor komplettieren. Der Preis hierfür wurde mit 5.070DM veranschlagt.

Aus der flash Opel-Scene erfuhr ich von der Firma SKR, die für einen recht lukrativen Preis eine Leistungssteigerung anbot.

Freitag, 28.07.1995:
Diverse Verbindungselemente in V2A bestellte ich telefonisch bei der Firma Uwe Gräber, Edelstahlschrauben.
Montag, 31.07.1995:
Es wurden VA-Schlauchschellen sowie Schrauben aus gleichem Material geliefert. Zuzüglich der Versandkosten bezahlte ich bei der Firma Uwe Gräber, Edelstahlschrauben 87,90DM.
August 1995:
Wie schon erwähnt, tat die Lackiererei Giesselbach alles, was vorher abgesprochen war. So konnte ich Anfang diesen Monats die ersten Veränderungen hautnah miterleben. So war nach Bild 1995/62 bis einschließlich Bild 1995/65 der Innen- und Motorraum sowie die Außenkontur komplett grundiert und der Unterboden nach Absprache mit einem hochwertigen Steinschlagschutz bearbeitet worden.
Bild 1995/62
Bild 1995/63
Bild 1995/64
Bild 1995/65
Mittwoch, 02.08.1995:
Da mein originaler Zündverteiler vom Einspritzmotor mit einem Steuergerät harmoniert, das eine Kennfeldzündung besitzt und ich auf Weber-Doppelvergaser ohne Steuergerät umgerüstet habe, musste diesbezüglich ein neuer Zündverteiler her. Hier bot sich ein Verteiler aus einem Kadett D 1.8 GTE an. Bei der Autoverwertung Klotzbach bekam ich diesen gebraucht für einen Betrag von 250DM.
Freitag, 04.08.1995:
Laut Rechnung bekam ich bei der Firma Meures 1 Kappe, 1 Läufer, 1 Druckverstärker und 1 O-Ring für 57,06DM. Die Verteilerkappe gab ich wieder zurück, dass ich letztendlich den Betrag von 42,31DM bezahlte.
Freitag, 11.08.1995:
Ich hatte am heutigen Tag meine Videokamera dabei und hatte Glück, dass bei der Lackiererei Giesselbach der Lackaufstrich im Bereich des Unterbodens durchgeführt wurde. Man gab mir die Möglichkeit, in der Lackierkabine zu filmen, was etwa 45 Minuten in Anspruch genommen hat. Auf der Kassette B ist dieser Film verewigt und kann jederzeit betrachtet werden. Aber auch Fotografien konnte ich nebenbei bewerkstelligen. Bild 1995/66 zeigt den Lackierer bei der Arbeit, das nächste Bild 1995/67 dokumentiert den Endzustand.
Bild 1995/66
Bild 1995/67
Auf angenehmes "Drängen" seitens des Lackierers hatte ich einige Tage später nach den Bildern 1995/68/69/70/71 die Vorder- und Hinterradaufhängung inklusive den Winterrädern montiert, um das Bewegen der Rohkarosse einfacher zu gestalten.
Bild 1995/68
Bild 1995/69
Bild 1995/70
Bild 1995/71
Ende August 1995:
Nun wurden die Anbauteile geschliffen und grundiert - siehe dazu die Bilder 1995/72 bis einschließlich 1995/75, die nur einen Auszug dieser Teile wiederspiegeln.
Bild 1995/72
Bild 1995/73
Bild 1995/74
Bild 1995/75
Dienstag, 29.08.1995:
In Auftrag gab ich 2 Zündspulenhalter Chrom, die mir Peter's Opel Shop schnellst möglichst zukommen lassen sollte.
Mittwoch, 30.08.1995:
Schon heute waren die Zündspulenhalter vom Peter's Opel Shop eingetroffen und hatten inklusive der Verpackungskosten die Gesamtgebühr von 50,40DM mit sich gezogen. Einen verchromten Zündspulenhalter gab ich an einen Bekannten weiter, dessen Name mir leider nicht einfällt und be-zahlte effektiv 26,70DM.
Donnerstag, 31.08.1995:
Einige VA-Schrauben fehlten noch und so bekam ich bei der Schraubenkiste diese für den Preis von 4,90DM.
Anfang September 1995:
Es folgte nun der Einbau der Anbauteile, um eine gleichmäßige Struktur zu erhalten. Die Bilder 1995/76 und 1995/77 verdeutlichen das Gesagte.
Bild 1995/76
Bild 1995/77
Freitag, 08.09.1995:
Bei der Firma Bruhy Exclusiv bestellte und bekam ich 42 verchromte Kotflügelschrauben, die mich inklusive der Verpackungspauschale 96,28DM gekostet haben. Da mich der Bekannte Jatzek Kroll ansprach, ob er denn diese Schrauben abkaufen könnte, sagte ich ihm zu und bekam entsprechend den bezahlten Betrag von ihm zurück. Zufrieden war er allerdings nicht damit, da beim Festziehen dieser Schrauben der Chromüberzug teilweise abblätterte. Zurücknehmen brauchte ich diese aber nicht.
Dienstag, 12.09.1995:
Telefonisch gab ich bei der Firma Fertan GmbH 10 Liter Hohlraumversiegelung in Auftrag. Diese sollte ausreichen, um alle Hohlräume mit dem entsprechenden "Wachs-Gold" zu benetzen.
Mittwoch, 13.09.1995:

Als ich meinen modifizierten Motor bei der Firma SKR Motorentechnik abholte, wurde unerwartet noch ein Einlassventil ersetzt. Die mir zugesagte Laufleistung von etwa 42.000km des Motors hatten laut Aussage des Inhabers O. Reichelt durchaus ihre Berechtigung, der Verschleiß hielt sich in gesunden Grenzen. Auf der abschließenden Rechnung wurden nun detailliert vermerkt: 

1 SKR Zylinderkopfbearbeitung komplett, 1 Satz Nockenwellen 296°, 1 Ansaugbrücke Weber Durchmesser 45mm bearbeitet, 1 Paar Weber-Vergaser, 1 Einlassventil erneuert, 1 Dichtungssatz (Kopf), 16 Ventiltaschen tiefer gesetzt, 16 Bronzeventilführungen, Zubehörteile und Montage inkl. Vorbedüsung (grob). 

Tipp von Herrn O. Reichelt: Wahl der Zündkerzen Bosch FR5DC oder NGK BCPR7ES. 

Auf Anfrage einige wichtige Anzugsmomente erhalten: Pleuel: 50,5Nm; Hauptlager: 50Nm+(40°-50°); Schwungrad: 80Nm; Riemenscheibe: 300Nm. Aufgrund der Ventilerneuerung hat sich der reguläre Preis etwas erhöht; Bezahlt habe ich letztendlich den Gesamtbetrag von 5.130DM.

Die beiden Bilder 1995/78 und 1995/79 zeigen den bei der Firma SKR bearbeiteten Motor.

Bild 1995/78
Bild 1995/79
Die nächsten Bilder 1995/80 und 1995/81 verdeutlichen noch einmal visuell die Verbindung der Motorisierung mit dem Schaltgetriebe im Bereich der Schrauberhalle.
Bild 1995/80
Bild 1995/81
Freitag, 15.09.1995:
2 x HT 100 Hohlraumwachs transparent - 5 Liter-Gebinde zzgl. Fracht- und Verpackungskosten erwarb ich bei der Firma Fertan GmbH für den Gesamtpreis von 205,48DM.
Samstag, 16.09.1995:
1 Satz Zündkabel vom Kadett D 1.8 GTE bekam ich von der Firma Meures für einen Preis von 73,08DM. Aufgrund des geänderten Zündverteilers mussten auch entsprechende Leitungen verwandt werden. 
Montag, 18.09.1995:
Die Firma Meures verkaufte mir diesmal 1 Ölmessstab und eine Kupplungsgabel für insgesamt 83,17DM.
Donnerstag, 21.09.1995:
Wieder einmal musste die Firma Meures Kundennähe zeigen und verkaufte mir 1 Bolzen für ein F20-Getriebe für den unschlagbaren Preis von seinerzeit 2,01DM.
Samstag, 23.09.1995:
Da ich damals auf dem Trip war, Leistung in Hülle und Fülle besitzen zu wollen, mussten auch unter anderem andere Luftfilter her. Diese steuerte die Firma Udo Rauhe in Herten bei. Den Preis, den ich dafür bezahlte, betrug 99,80DM. Leider musste ich später feststellen, dass diese Filter, auch "Powersocks" genannt, nicht eintragungsfähig waren.
Donnerstag, 28.09.1995:

Den ersten Part der Lackierarbeiten konnte ich nun bezahlen. Die Lackiererei Giesselbach nahm für die Teillackierung bis zu diesem Zeitpunkt den Betrag von 5.000DM.

Die Bilder 1995/82/83/84/85, die Ende September 1995 entstanden sind, zeigen weitere Arbeiten in der Lackiererei Giesselbach. Sichtbar ist im Innenraum die aufgetragene Grundierung sowie das Abdichten der Nähte; von außen und im Bereich des Motorraumes ist zusätzlich noch gefüllert worden.

Bild 1995/82
Bild 1995/83
Bild 1995/84
Bild 1995/85
Oktober 1995:

Im Oktober 1995 war die Karosserie und deren Einzelteile bereit, den farbigen Anstrich in Regatta-Blau zu erhalten.

Siehe hierzu auch die 6 nachstehend aufgeführten Fotos von Bild 1995/86 bis einschließlich 1995/91, die mit der Vorbereitung begannen und im Finale endeten.

Bild 1995/86
Bild 1995/87
Bild 1995/88
Bild 1995/89
Bild 1995/90
Bild 1995/91
Die Rohkarosse wurde nach dem ersten Lackanstrich nochmals komplett angeschliffen und ein weiteres Mal lackiert. Man wollte somit auch die letzten Staubeinschlüsse aus dem Lack verbannen. Das angeschliffene Zwischenprodukt in Regatta-Blau lässt sich auf den Bildern 1995/92 und 1995/93 ersehen.
Bild 1995/92
Bild 1995/93
Montag, 23.10.1995:
Da ich beim Zusammenbau des Fahrzeugs auf nichts verzichten wollte, bestellte ich bei der Firma dbilas dynamic sehr früh mehrere Motoranbauteile. Zu meinem Bedauern hätte man viel Geld sparen können, da ich letztendlich gar nicht alles benötigt hatte. Besser wäre gewesen, beim Zusam-menbau die nötigen Kleinteile zu besorgen. Bestellt und bekommen hatte ich einen Vergaserhebel, einen Gaszughalter, zwei Sportluftfilter der Marke K&N (flach), zwei T-Reduzierstücke, einen Filteranschluss und einen Gaszug vom Opel CIH + OHV. Für alles zusammen bezahlte ich 321,01DM.
Anfang November 1995:
Bevor die Lackiererei Giesselbach mein Fahrzeug zur Werkstatt von Joachim U. beförderte, baute ich noch einige Fahrzeugteile an, die teilweise sperrig waren und die Lenkfähigkeit des Fahrzeugs herbei führten. Somit hatte ich den Vorteil, diese nicht noch einzeln durch die Gegend zu fahren. In den Bildern 1995/94 bis 1995/97 ist der beginnende Zusammenbau zu erkennen.
Bild 1995/94
Bild 1995/95
Bild 1995/96
Bild 1995/97
Zunächst montierte ich die Heckklappen- und Türdichtungen. Danach folgte der Einbau der hinteren Türen und der Motorhaube. Um im Motorraum Fahrzeugteile unterzubringen, stützte ich die Haube mit einer Holzleiste ab, die entsprechend an beiden Enden mittels weichem Lappen abgepolstert war. Nun verbaute ich die Zahnstangenlenkung, die Lenksäule und das Lenkrad, um die Lenkfähigkeit herzustellen. Nun galt es, die Heckklappe und die vorderen Türen zu montieren. Als nächstes konnte ich den Bremskraftverstärker und deren Hauptbremszylinder in den Wagen integrieren. Es folgte der gesamte Gebläsekasten, der zu dieser Zeit noch im Fahrzeug sein Dasein fristete. Anschließend drückte ich die Dichtung über dem Luftleitblech und die Stopfen für die Wasserablaufbohrungen ein. Jetzt versenkte ich die Opel-Batterie an seinen bestimmungsgemäßen Ort. Die nächste Aufgabe beinhaltete die Montage der Pedalerie, wobei ich mit dem Bremspedal anfing und mit dem Gaspedal aufhörte. Zwischendurch war das Kupplungspedal eingebaut worden. Nun gesellten sich die Kunststoffleisten für die Sitzkonsolen, die Entlüftungsdreiecke von außen und der Kühlerausgleichsbehälter dazu. Auch der Einbau des Wischermotors und Handschalthebels sollte keine Probleme hinterlassen. Zum Schluss montierte ich an der Lackiererei Giesselbach das Wischer-gestänge, die Zündspule, die Heckklappenführung, den Handbremshebel sowie den Ölkühler mit deren Halterungen. 
Freitag, 10.11.1995:

Weitere Kosten bezüglich der Lackierarbeiten standen an. Die Firma Giesselbach stellte mir nun noch den Betrag von 2.500DM in Rechnung.

Am heutigen Tag folgte wie erwähnt, die letzte Ratenzahlung sowie der Abtransport zu dem Bekannten Joachim U.. Das bereit gestellte Firmenfahrzeug kann auf den Bildern 1995/98 und 1995/99 angeschaut werden.

Bild 1995/98
Bild 1995/99
Mitte bis Ende November 1995:

Der Zusammenbau in der Werkstatt von Joachim U. lief auf vollen Touren.

Zunächst heizte er die Halle etwas auf und stellte ein separates Heizgerät direkt an meine Karosserie, um die Hohlräume mit der Fertan Hohlraumversiegelung entsprechend zu benetzen. Warme Umgebungstemperaturen haben den entscheidenden Vorteil, dass das Wachs in jede Ecke transportiert wird. Mit Hilfe eines Kompressors drückte ich die Versiegelung in die entsprechenden Stellen. Etwa 9 Liter sollten somit ihren Weg finden, wobei natürlich etwas wieder heraus lief. Eine Reihe von Öffnungen verschloss ich mit Kreppband, um das Gros dieser Flüssigkeit in den Hohlräumen aufzufangen. Später beseitigte ich das sichtbare Wachs auf den lackierten Flächen mit einem Silikonentferner, siehe auch die Bilder 1995/100 und 1995/101.

Bild 1995/100
Bild 1995/101

Danach schraubte ich größtenteils alleine, bis auf wenige kleine Ausnahmen. 

Wie bereits erwähnt, gingen die Komplettierungsarbeiten weiter. So begann ich in dieser Halle damit, die beiden Scheinwerfer und zugehörigen Fahrtrichtungsanzeiger einzubauen. Die Motorhaube stützte ich derweil mit einem Besen ab, der mit einer Wolldecke umwickelt war. Das nächste Projekt war dann der Einbau des Wasserkühlers mit dem Lüftermotor und dem dazugehörigen Gehäuse. Nun montierte ich die hinteren Halterungen für die Schroth-Gurte. Anschließend bekam die Heckklappe und dann die Motorhaube zwei Dämpfer verpasst, um die künstlich erzeugte Abstützung ad acta zu legen. Zwischenzeitlich montierte ich noch das Heckklappenschloss. Siehe auch dazu die Bilder 1995/102 und 1995/103.

Bild 1995/102
Bild 1995/103

In Bild 1995/104 lässt sich erkennen, wie ich die hinteren Radkästen farblich nachgearbeitet hatte. Beim Lackieren des Unterbodens kam es schon mal vor, dass einige Stellen nicht mit genügend Farbe abgedeckt waren. Der Lackierer Giesselbach gab mir daher ein Behältnis mit der Fahrzeugfarbe mit, die ich mittels Pinsel aufstreichen konnte. Da fiel mir auf, dass mir fälschlicherweise? ein zu dunkler Farbton zusammengemischt wurde. Nach Rücksprache mit dem Lackierer lag aber der Fehler bei mir, denn ich rührte die Farbe im Behälter nicht noch einmal kräftig durch. Man gab mir ein weiteres Mal etwas Farbe, die nach dem nochmaligen Durchmischen ihre volle Farbenpracht darlegte. 

Auf den darauf folgenden Bildern 1995/105 bis 1995/108 kann man ersehen, dass die BCW-Räder der Größe 8Jx14H2, ET15 mit der Bereifung 195/45R14 montiert wurden.

Im Bild 1995/109 wird das Formen der Kupfer-Bremsleitungen dargestellt.

Bild 1995/104
Bild 1995/105
Bild 1995/106
Bild 1995/107
Bild 1995/108
Bild 1995/109
Auf den Bildern 1995/110 und 1995/111 findet die sogenannte "Hochzeit" statt. Dabei wird die komplette Motor-/Getriebeeinheit in den Motorraum verpflanzt. Mit Hilfe der Hebebühne konnte ich das Fahrzeug nach unten dirigieren und letztendlich in die Einheit einfädeln.
Bild 1995/110
Bild 1995/111
Die nächsten beiden Fotos 1995/112 und 1995/113 zeigen den eingebauten Zustand.
Bild 1995/112
Bild 1995/113
Montag, 13.11.1995:

Bei der Firma Sandtler erwarb ich eine Benzinpumpe des Herstellers Pierburg und Typs E1F mit Zubehör für 125DM.

In der Schraubenkiste mussten es noch einmal diverse Edelstahlschrauben und -muttern sein, die ich mir für den Preis von 19,52DM gekauft habe.

3 Lagerschalen bekam ich bei der Firma Meures für 6,51DM.

Kleinteile für Kadett D Sitze habe ich für 6,39DM käuflich erworben, ohne zu wissen, woher sie noch stammten.

Mittwoch, 15.11.1995:

Diverse V2A - Schrauben bezog ich von der Schraubenkiste für den Gesamtpreis von 16,54DM.

Firma Meures verkaufte mir 8 Muttern und 4 Muttern anderer Bauart, wobei ich diese beschriebenen als Blechmuttern deklariere, für einen Betrag von 4,91DM.

Montag, 20.11.1995:
Nun wurde ich bei dem Autoteilehandel Klostermann vorstellig und kaufte 4 Zündkerzen des Herstellers Bosch FR5DC 0,6EA und 1 Rolle Kupferrohr 5x1 für 46,20DM.
Freitag, 24.11.1995:
Wieder einmal "belästigte" ich die Firma Meures, um 2 Muttern, sowie 1 Schutzkappe für 6,79DM zu erhalten.
Samstag, 25.11.1995:

Die benötigten VA-Schrauben sollten auch diesmal nicht fehlen und aus diesem Grund bekam ich diese für 22,62DM von der Schraubenkiste.

Die Firma Meures verkaufte mir einen benötigten Schlauch in 1,2m Länge für 28,99DM.

Montag, 27.11.1995:
2-mal Scheibenabdichtmasse und 1 Gummitülle besorgte ich mir von der Firma Meures für einen Preis von 29,03DM. Leider habe ich bis zum heutigen Zeitpunkt diese Dichtmasse nicht benötigt und so lagerte ich sie bis zum jetzigen Tage in meiner Garage ein.
Mittwoch, 29.11.1995:
Da das Zusammenbauen des Fahrzeugs mittlerweile auf meinem Terminkalender stand, musste in immer kürzeren Abständen die Firma Meures mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diesmal besorgte ich mir an erwähnter Stelle 1 Schelle, 1 Schraube, 1 Mutter und 1 Scheibe (wobei es sich hierbei um Kleinteile für die Motorhaube handelte) für einen Unkostenbeitrag von 1,59DM.
Dezember 1995:

Nun montierte ich die komplette Schaltstange mit zugehörigem Hüllrohr. Mittlerweile hatte ich den Kraftstoffbehälter und die komplette Schalldämpferanlage im Bereich des Unterbodens integriert. Durch die Bilder1995/114 bis 1995/116 wird die Beschreibung visuell veranschaulicht. Es folgten der Einbau der Sitzkonsolen und dann der des Armarurenbretts. Siehe hierzu auch das Bild 1995/117. Mittlerweile wurde ich samt Fahrzeug in den unbeheizten Nebenraum verfrachtet.

Bild 1995/114
Bild 1995/115
Bild 1995/116
Bild 1995/117

Die elektrische Benzinpumpe brachte ich am Unterboden im hinteren Bereich des rechten Radkastens unter. Der Einbau der edlen Recaro-Sitze aus Rind-Nappaleder und der blauen Schroth-Gurte folgte, wie in Bild 1995/118 dargestellt. 

Als nächstes montierte ich die vordere und hintere Stoßstange, wie auch den Kühlergrill.

Das nächste Projekt, das auch in Bild 1995/119 gezeigt wird, war eine große Herausforderung, wo mir der Bekannte Ralf Czilwik zum Teil unter die Arme gegriffen hatte. Es ging um die Verlegung und den Anschluss des Kabelbaumes. Seine Aufgabe bestand darin, den korrekten Anschluss des Anlassers und der Lichtmaschine herbeizuführen. Die komplette Isolierung und den Einbau übernahm ich.
Bild 1995/118
Bild 1995/119
Abschließend sind alle Türen komplettiert und deren Verkleidungen sowie alle Seitenverkleidungen angebracht worden. Es folgte der Einbau aller Scheiben, deren Dichtungen und des Behälters für die Kurbelwellengehäuseentlüftung. Der letzte Arbeitsakt in der Halle von Joachim U. war dann die Abpolsterung des Überrollkäfigs.
Freitag, 01.12.1995:
2 Schachtleisten für den Einsatz in die hinteren Türen mussten es von der Firma Meures sein. Bezahlen musste ich 26,23DM.
Samstag, 02.12.1995:
Von leider unbekannter Stelle bekam ich 3 Kühlerschläuche für den Gesamtpreis von 62,13DM.
Montag, 04.12.1995:

Für die Kurbelwellengehäuseentlüftung besorgte ich mir einen Behälter und noch Zündkerzen. Die Stelle, die den Verkauf ermöglicht hat, ist mir zur Zeit nicht mehr bekannt. Allerdings entrichtete ich den Betrag von 41,45DM um exakt 16:22h, wobei 24,50DM auf den Behälter fiel.

Unterlegscheiben in hochwertigem Edelstahl verkaufte mir die Schraubenkiste für 20,82DM.

Firma Meures sollte nicht fehlen; ich bekam 0,8m Schlauch und einen andersartigen Schlauch in 0,6m Länge für 25,69DM.

Mittwoch, 06.12.1995:
Einen Lichtschalter und 1 Glühlampe vermachte mir die Firma Meures für 26,01DM.
Donnerstag, 07.12.1995:
0,5m Schlauch und einen Schlauchbogen (diese sind im Bereich des Kühlerausgleichsbehälters anzutreffen) besorgte ich mir von der Firma Meures und bezahlte schließlich 25,70DM.
Mittwoch, 20.12.1995:

Nach der Montage des Hauptbremszylinders habe ich festgestellt, dass dessen Funktion nicht mehr gegeben war, da die Primärmanschetten eine ganze Weile "trocken" gelegen haben. Dadurch wurden sie spröde und dichteten die beiden Bremskreise nicht mehr vollständig ab. Aus diesem Grund musste ich mich für einen neuen Hauptbremszylinder mit dem entsprechendem Dichtungssatz entscheiden, den mir die Firma Meures für den Preis von 322,82DM verkaufte. Der Kraftfahrzeugmeister und Eigentümer der Werkstatt Joachim U., half mir mit Bremsflüssigkeit aus, da ich zur Zeit keine besaß, im Umkehrschluss war es für ihn bedeutsam, dass ich ihm dieselbe Menge dieser Flüssigkeit in jedem Fall wieder zukommen ließ. So weit, so gut. Aber dass man sich an meinem abgefüllten Kraftstoff bedient, ohne mir ein Wort zu sagen, das scheint in Ordnung zu sein. Als ich diesen Missstand feststellte und aufklären wollte, war zu vernehmen, dass ich mich ja nicht so anstellen sollte. Auf eine vor Monaten gestellte Frage, ob er meine gut erhaltenen, alten vier Türen und die Heckklappe geschenkt haben wollte, verneinte er nicht und nahm wohlwollend an. Deponiert wurde die Ware auf dem Dachboden. Dahingehend lässt sich schon erkennen, dass ich keine Probleme hatte, jede Art von Nutzung sofort aufzuwiegen. Eine Hand wäscht die andere. Leider kannte er diesen Sinnspruch nicht so recht. Als ich das Fahrzeug ab Mitte November '95 wieder zusammenbaute, stellte er mir für einige Tage eine Hebebühne  und einen Kompressor zur Verfügung, um die Hohlraumversiegelung vernünftig zu verteilen. Die Hauptzeit allerdings, die etwa 5 Wochen einnahm, wurde mein Fahrzeug in einem sehr kalten Nebenraum untergebracht, wo ich unter sibirischen Temperaturen und ständig laufender Nase mein Lebenswerk vollendete. Meinen Bekannten Ralf Czilwik bat ich um Hilfe, mir beim Anklemmen der Lichtmaschine und des Anlassers mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Etwa 2 Stunden dauerte die Prozedur, die er auch als menschenunwürdig empfand. Die Finger sind ihm regelrecht eingefroren; ein mehrfaches Aufwärmen des Körpers am Ofen, der sich im Werkstattraum befand, konnte ihn durchaus zum Weitermachen überreden.

Kurz vor dem Montieren der Räder hatte ich diese an die Wand angelehnt, so dass der Felgenrand nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die beiden Kinder von Joachim U., die wohl im Bereich der Bühne Fangen spielten, beschädigten mir durch Unachtsamkeit den Felgenrand eines Rades. Da das nagelneue Räder des Herstellers BCW waren, war ich sehr aufgebracht. Das Einzige, was mir Joachim U. daraufhin entgegnete, war, dass die Felgen im Laufe der Zeit mit einer normalen Abnutzung zu kämpfen haben. Es soll ja dies' nicht die letzte Beschädigung gewesen sein. Ich sollte mich nicht so anstellen.

Da ich schon, aufgrund dieser Ereignisse, sehr von ihm enttäuscht wurde und verdammt viel Geld da gelassen habe, wartete ich den Preis ab, der mir für den Zusammenbau von ihm berechnet werden sollte. Da ich zu etwa 95% und geringer Hebebühnenbenutzung meine Arbeiten vollkommen autonom ausführte, erwartete ich für die ca. 7 Wochen einen geringen Aufschlag, in Anbetracht der Lage, dass er von mir auch unterstützt wurde. Er rechnete und sagte dann mit fester Stimme: "Dann bekomme ich für meine Hilfe und die 8 Wochen, in denen du dein Auto hier zusammengebaut hast, den Betrag von 400DM". Ich war lange Zeit ruhig, aber jetzt flippte ich aus. Er sah nur seinen ei-genen grenzenlosen Profit, stellte aber nicht fest, dass mit ihm irgendetwas nicht stimmte. Diesmal war ich auch sehr genau und legte die 8 Wochen auf die Goldwaage. Denn es waren etwa 7 Wochen, in der das Fahrzeug fertig gestellt wurde. Etwas überrascht und von mir "kleinlich" empfand er mein Verhalten und ließ sich aufgrund einer Tatsache auf den Preis von 340DM ein und fragte noch einmal nach, ob das denn wohl in Ordnung sei. Mit meiner Gegenwehr rechnete er nicht und so war ich stolz ihm Paroli geboten zu haben, wo ich allerdings schwer im Recht war. Die Essenz, die ich hierbei herausziehe, ist die Tatsache, dass man den Leuten nur vor den Kopf gucken kann.

Donnerstag, 21.12.1995:

Bei der Firma Meures kaufte ich einen Kühler-Ausgleichsbehälter für den Preis von 46,24DM.

Jetzt war es endlich soweit, der Kadett D konnte die Hallen des Joachim U. verlassen und zur Garage gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt war die Garage noch an der Langendreerstraße ansässig. Für diesen Transport habe ich mir einen Transportanhänger ausleihen müssen. Es war sehr stark am schneien und ich machte mir große Sorgen um das Fahrzeug; ich wollte es nicht der feuchten Witterung aussetzen. Diesen Anhänger besorgte mir der Bekannte Jatzek Kroll, für den ich inklusive dem Abschleppen, den Betrag von 70DM zahlte.

Die 4 Bilder 1995/120 bis 1995/123 dokumentieren den letzten Stand in Joachim's Werkstatt.

Auf den gesamten Bildern wird deutlich, wie komplex sich der Wiederaufbau gestaltete.

Bild 1995/120
Bild 1995/121
Bild 1995/122
Bild 1995/123
Freitag, 22.12.1995 - Donnerstag, 28.12.1995:

Leider kann ich nicht mehr mit genauer Sicherheit sagen, an welchem Tag meine Bekannten Christoph Pichura und Ralf Czilwik die "Wiedergeburt des Kadett D" auf der Videokassette G miterlebten, aber in diesem Bereich wird es sich an einem kalten, sonnigen Tag abgespielt haben. Da die Eintragungen noch nicht stattgefunden haben, hatte mich Christoph mit seinem BMW zur Grabelohstraße in Bochum-Langendreer abgeschleppt. Ich hatte bei meinem Fahrzeug die Warnblinkanlage aktiviert. Dort sollte der geeignetste Platz für die komplette Vergasereinstellung anzutreffen sein. Christoph hatte seine Fähigkeiten beim Einstellen unter Beweis gestellt, der Ralf filmte unterdessen. 

Einige Dinge hielt man auf Video in Bild und Ton fest. So war das rechte Bremslicht außer Funktion, die Ausstattung fiel teilweise ins Auge, unter anderem die BCW-Felgen, blaue California-Außenspiegel, blaues Kreuz und schwarze Rückleuchten. Ralf meinte, "der hat doch keine Handbremse" und folglich erkennt man, dass Steine vor das Vorderrad gelegt wurden, die letztendlich gegen Wegrollen sichern sollten. Dann hatten Christoph und ich den Kadett D auf die Probe gestellt und Testfahrten unternommen. Bei einer der letzten Tests und Rückkehr zur Garage hatte mein rechtes vorderes Rad eine leichte Beschädigung davon getragen. 

Donnerstag, 28.12.1995:
Eine Verschraubung erhielt ich von der Firma Meures für den Preis von 7,21DM.
Freitag, 29.12.1995:

Bei der Firma Reifen Stiebling in Herne habe ich eine Computer Achsvermessung durchführen lassen. Christoph Pichura hat mich den ganzen Tag bei meinen Exkursionen begleitet. Die Vermessung wurde bei dem exakten Kilometerstand von 192.808km um 11:56h durchgeführt und verschlang den Unkostenbeitrag von 75,66DM. Dieses war erforderlich, da die gesamte Lenkanlage von mir zerlegt wurde und logischerweise mit keiner funktionierenden Radeinstellung gerechnet werden konnte. Der Tachometer hatte an diesem Tag keinen einzigen gefahrenen Kilometer aufgezeichnet, da die Tachowelle Probleme machte.

Mein Bekannter Christoph meinte, dass man nach Mantzel, dem Opel-Tuner, fahren könnte, um eine genaue Leistungsangabe der bisherigen Umbauaktion zu erhalten. Anfangs war ich skeptisch, da am Motor noch vor kurzem durch die Firma SKR Motorentechnik Modifikationen statt gefunden haben, aber nach reiferer Überlegung konnte eigentlich nichts "anbrennen", da die sogenannte Einlaufphase doch viel früher statt gefunden hat. Die durchgeführten Änderungen haben die Einlaufphase in keiner Weise berührt. Wir fuhren sodann zur Firma Mantzel nach Oberhausen und ließen uns auf eine Leistungsprüfung ein. Diese wurde auf einem BOSCH LPS 002 - Leistungsprüfstand durchgeführt. Das Ergebnis war beachtlich, wenn man bedenkt, dass genau 216,9PS red. ermittelt wurden. Weitere Eingabemesswerte waren die Temperatur, die bei 18°C lag und das Barometer mit 756mmHg. Für diese erbrachte Leistung  bezahlte ich vor Ort 50DM.

Samstag, 30.12.1995:

Aufgrund der ersten Probleme mit dem Kühlwasserverlust am Ausgleichsbehälter besorgte ich mir bei der Firma Meures einen Deckel für dieses Behältnis und zahlte den entsprechenden Preis von 15,30DM an Ort und Stelle.

Diverse Kleinteile von der Autoverwertung sollten es noch sein; dafür zahlte ich 5DM. Was es war und wo ich es gekauft habe ist leider nicht mehr nachvollziehbar.

Um die Hohlraumversiegelung, die beim "Hohlräumebenetzen" teilweise an den Außenflächen herunter lief zu entfernen, besorgte ich mir an einem zur Zeit unbekannten Ort einen Liter Silikonentferner, der mich 7,50DM kostete.

Im Jahr 1995:

In diesem Jahr erwarb ich meine Rind-Nappa-Ledersitze des Herstellers Recaro, die in dem komplett neu hergerichteten Kadett D nicht fehlen durften. Normalerweise betrug der Neupreis eines einzelnen Sitzes 1.400DM, für beide allerdings, ohne dass ein Handeln noch möglich war, wollte man 1.300DM haben. Nach heftiger Überlegung nahm ich dann das lukrative Angebot an. Meine guten, alten Recaro-Sitze schenkte ich gutmütig meinem Bekannten Eugen, der sich natürlich sehr gefreut hatte. 

Nach langem Hin und Her nahm ich das Geld von meiner Mutter an, das nach der Trennung meiner Eltern und dem dann anschließenden Verkauf des Hauses, meiner Mutter anteilsmäßig zugesprochen wurde. Sie übergab meiner Schwester und mir jeweils einen Betrag von 10.000DM. Diesen Geldbetrag verwandt ich, um grobe Kostenstrukturen an meinem Kadett D zu tilgen.