Beseitigung technischer Probleme,
umfangreiche §19.2-Abnahmen, optisches sowie internes
Motorfinish und Gewinn der ersten Pokale
 
Dienstag, 02.01.1996:

Im neuen Jahr war die Firma Meures mein erster Ansprechpartner. So kaufte ich dort 1 Tachowelle, 2 verschiedene Dichtungen und 2 unterschiedliche Modellautos im Maßstab 1:87 für insgesamt 57,81DM.

Auch bei dem Autoteilehandel B&S sollten es noch diverse Accessoires sein, die auf der erhaltenen Rechnung leider keine Bezeichnung erfahren haben. Nur die Einzelpreise sowie der bezahlte Gesamtpreis waren aufgeführt worden. Diese waren u.a. 73,50DM, 251DM, 7,60DM, 3,55DM und 3DM, die insgesamt 338,65DM ausmachten.

Donnerstag, 04.01.1996:

Zwecks Eintragungen nach §19.2, einer Hauptuntersuchung nach §29 StVZO und einer Abgasuntersuchung nach §47a StVZO habe ich nach meinem Totalumbau das Fahrzeug bei der Firma XXXXX einige Zeit zuvor abgegeben. Sie wiederrum brachte den Kadett D durch ihre Mitarbeiterin zur Prüfanlage Ennepetal zur Durchsicht. Die Briefeintragungen beinhalteten folgenden Wortlaut:

Ziff.6: 210* Ziff.7: K150/6400* Ziff.8: 1998* Ziff.30: 85P* Ziff.31: 79* Ziff.1: m. Schlussleuchteneinheit, Prüfz.: E349623/24/25, m. sep. bauartgeprüften Rückstrahlern* M. 2 Weber Doppelvergasern 45DCOE, m. bearbeit. Zylinderkopf, 296° Nockenwelle* M. Scheibenbremse vorn innenbelüftet* Scheibenbremse hinten Kadett GSI 2.0 16V* M. Sonderlenkrad Raid 13, 320mm Durchmesser* M. Bonrath Haubendämpfer* Fz. um 60mm tiefergelegt durch H&R Federn, Kennz.: D031/32, Farbe: schwarz* Ziff.20-23: A. moegl.: VUH 195/45 VR 14 a. Felge 8Jx14H2, ET15, BCW 8014**

Die Eintragungen haben laut Fz-Brief am 04.01.1996 ihren Weg in den Brief gefunden. Gleichzeitig ist eine Hauptuntersuchung durchgeführt worden, wobei der Kühlwasserverlust bemängelt und als Information noch vermerkt wurde: Fahrzeugschein lag nicht vor, Plakette SVA 01/98. Bei der Abgasuntersuchung traten keine Probleme auf. Die echten Kosten an der Prüfanlage betrugen für die §19.2-Abnahme 98,90DM und die HU 69DM, daraus resultierende Kosten lagen bei 167,90DM. An Firma XXXXX bezahlte ich den Preis von 450DM; da noch die Abgasuntersuchung mit durchgeführt wurde, habe ich der "Person" insgesamt 515DM an der "Firma" überreicht. Was die AU an der Prüfanlage Ennepetal gekostet hatte,  habe ich leider nicht aufgelistet. Firma XXXXX machte bei meinem Fahrzeug einen Reingewinn von etwa 300DM.

Montag, 08.01.1996:
Ein Schraubrad besorgte ich mir bei der Firma Meures für den Preis von 14,18DM. Da der Tachometer keine Veränderungen anzeigte, musste folglich ein defektes Bauteil ausgetauscht werden.
Samstag, 13.01.1996:
Die Firma Meures verkaufte mir wohlwollend einen Schlauch zur weiteren Verwendung für 10,32DM.
Montag, 15.01.1996:

Mir ist bei der am 04.01.1996 getätigten Eintragung aufgefallen, dass die Schalldämpferanlage sowie der Fächerkrümmer aus Vergeßlichkeit nicht eingetragen wurden. An diesem Tage wurde an der Prüfanlage in Ennepetal ein Nachtrag in den Fz-Brief eingepasst. So wurde geschrieben: 

Nachtrag zu dieser Eintragung vom 04.01.1996: Ziff.1: M. Schalldämpferanl. WSK 2011/12/14 m. Endrohr 2016, 90mm Durchm.* M. Fächerkrümmer 2311016** EN44/96, 15.01.1996.

Januar 1996:

Mein Bekannter Christoph Pichura besuchte mich und schlug vor, mit unseren Fahrzeugen die bekannte Clique aufzusuchen. Die nötigen Eintragungen waren vollzogen und das Fahrzeug zugelassen. Unsere Clique traf sich verstärkt am Wochenende auf dem Langendreer Marktplatz, um sich auszutauschen. Mein Kadett D war nach etwa 14 Monaten harter Arbeit fertig gestellt und sollte bei unseren Freunden vorgeführt werden. Als wir auf diesen Marktplatz fuhren, war der Bekannte Frank Bahlo der erste, der sich den Umbau genau ansehen wollte. Das zog dann einen Teil unseres Publikums nach sich. So konnte ich dann die vielen Monate noch einmal Revue passieren lassen. 

Einige Clique-Mitglieder waren durchaus daran interessiert, einmal in dem Kadett D mitzufahren. Etwas übermütig wurde ich dann schon, als ich innerhalb geschlossener Ortschaften mittels Gasspiel auf die interne Leistung aufmerksam machen wollte.

Dienstag, 16.01.1996:
Aus lauter Verärgerung über das austretende Kühlerwasser aus dem Ausgleichsbehälter habe ich mich nun zum chemischen Zylinderkopfdichtungstest entschlossen. Bei einem Kilometerstand von etwa 193.000km und einer Uhrzeit von 16:30h fand dieser bei der Firma Meures statt und kostete mich den Betrag von 36,57DM. Festgestellt hat man dabei, dass es sich um Abgasbildung im Kühlerwasser gehandelt hat. Ich habe anschließend mit der Firma SKR Kontakt aufgenommen und nach Problemschilderung kurzerhand den Kadett D dort in Essen zur Überprüfung abgegeben.
Dienstag, 23.01.1996:
Die Firma Meures verkaufte mir 8 Abdichtungen und eine weitere Dichtung für den Preis von 39,26DM.
Dienstag, 30.01.1996:
Diesmal war ich an einer anderen Stelle vorstellig geworden, und zwar beim Autoteilehandel Klostermann. Dort kaufte ich 3 Entstör-Kerzenstecker, 3 Wasserschutzhauben, 5 Kunststoffkabel FZLK 7mm und 6 Verteilerstecker entstört für insgesamt 43,73DM. Mein Bekannter Christoph Pichura war der einhelligen Meinung, dass diese Art der Zündkabel ein besseres Ansprechverhalten nach sich ziehen würde.
Samstag, 03.02.1996:

Als meine Mutter bei mir zu Besuch war, zeigte ich ihr meinen Kadett D, der fahrbereit in der Garage stand. Dieser Unterstellplatz befand sich noch an der Langendreerstraße. Mit von der Partie war auch der Bekannte Frank Bahlo, der mit seinem gelb/schwarzen Ascona B erschienen war. Wir hatten leichten Schneefall, aber trotzdem durfte ein wenig Videomaterial nicht fehlen. Geändert zum ursprünglichen Zustand hat sich zum einen der Schlauch, der von der Ansaugbrücke bis zum Ausgleichbehälter reichte. Er ist von mir durchtrennt worden, um dadurch die beschriebene Problematik mit den Abgasen im Kühlerwasser in den Griff zu bekommen. Zum anderen habe ich schmale K&N-Filter an den Weber-Doppelvergasern montiert.

Die Archivierung dieses Films erfolgte auf der Kassette G.

Freitag, 16.02.1996:

Um preiswert mit einem Fahrzeug von Punkt A nach Punkt B zu fahren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Da ich mit meinem restaurierten Kadett D nicht mehr vor hatte, jeden Tag Kilometer zurückzulegen, habe ich mich für ein Leasingfahrzeug aus dem Hause Opel entschieden. Der Mitarbei-terstatus eröffnete mir Vorteile, die mich zu diesem Schritt veranlassten. So konnte ich bis zu 20.000km zurücklegen, hatte mit der Versicherung (Haftpflicht, Voll- und Teilkasko) nichts zu tun und brauchte keine Anzahlung zu leisten. Lediglich die 270DM wurden monatlich fällig und wurden mir von der Lohn-/und Gehaltsabrechnung abgezogen. Ein ganzes Jahr besaß ich nun einen mintgrünen Opel Corsa B mit 1,2Liter-Motorisierung und 45PS. Insgesamt legte ich 16.359km zurück und bezahlte aufs Jahr gerechnet 3.240DM. Das amtliche Kennzeichen lautete GG-ER152. Die nötige Pflege erhielt das Fahrzeug von mir in Form des Polierens kurz vor dessen Abgabe.

Die beiden Bilder 1996/1 und 1996/2 sind kurz vor dessen Übergabe an die Leasingfirma entstanden.

Bild 1996/1
Bild 1996/2
Montag, 11.03.1996:

Zwischenzeitlich hatte sich O. Reichelt der Firma SKR meinem Dichtheitsproblem angenommen und versucht, der Lage Herr zu werden. Beim Herunternehmen des Zylinderkopfes stellte die Firma fest, dass eine "falsche" Zündungseinstellung im Bereich der Kopfdichtung an einer Stelle zur Undichtigkeit geführt haben soll. Hier hat das Abgas nun die Möglichkeit wahrgenommen, den Weg in den Wasserkreislauf zu suchen und an der Stelle des Deckels am Ausgleichbehälter auszutreten. Da er mir einen groben Fehler unterstellte, bezahlte ich diese Reparatur mit einem Preis von etwa 150DM. Mehrere Wochen musste ich aus diesem Grund auf mein Fahrzeug verzichten.

Doch es sollte nicht so einfach lösbar sein, die beschriebenen Probleme traten wieder auf und das häufig im betriebswarmen Zustand. Denn an diesem Montag, den 11.03.1996 sollte ein weiterer CO-Test am Kühlsystem die Gewissheit bringen, dass der Fehler noch nicht behoben war. Dazu stattete ich der Firma Meures wiederrum einen Besuch ab, die nochmals den CO-Test durchführten. Dieser fand bei etwa 194.200km statt und kostete mich 28,46DM.

Völlig verärgert meldete ich mich erneut bei O. Reichelt und erklärte ihm die Sachlage. Er bat mich zu ihm, um noch einmal genau nachzusehen. Diesmal war die Zündeinstellung von ihm höchstpersönlich vorgenommen worden, die ich auch nicht korrigieren wollte. Die Kopfdichtung zeigte nun keine Verschleißerscheinungen und man erntete nur fragende Blicke. "Ein Temperaturproblem wird es sein, dass den Zylinderkopf lokal leicht verzieht, sodass die Abgase den Weg in den Kühlkreislauf finden", meinte er. Er überprüfte erneut die Planheit von Block und Kopf, verwandt neue Kopfschrauben und eine spezielle Kopfdichtung. Er präparierte mir den Wasserthermostat, und zwar bohrte er mir 2 Löcher hinein, um den Motor etwas kühler werden zu lassen. Damit hatte er Recht gehabt, trotzdem konnte das Problem nicht aufgehalten werden, es kam durchaus später zum Vorschein, war aber dennoch wieder sichtbar. Die letzte Überprüfung hat zum Glück keine Kosten nach sich gezogen. Weitere Untersuchungen habe ich nicht mehr zugelassen, da ich auf das Fahrzeug auch nicht immer verzichten konnte und wollte. 

Die Lösung habe ich viel später heraus gefunden; nämlich im März des Jahres 1999. Ganze 3 Jahre und 2 Monate sollten ins Land gehen, aber davon an geeigneter Stelle mehr... Nur das sei gesagt, dass die Firma SKR in Essen keine Schuld diesbezüglich trifft.

Während dieser beschriebenen Probleme waren meine Mutter und mein Stiefvater Nico zu Besuch. Ich bot meinem Stiefvater an, einmal in meinem Kadett D mitzufahren. Das tat er auch und war sichtlich beeindruckt. Leider ist an diesem Tag, trotz erfolgter Reparatur durch die Firma SKR, die Undichtigkeit erneut aufgetreten.

Dienstag, 02.04.1996:

Als ich von der Nachtschicht nach Hause kam, ging es sofort weiter nach Boemanns zur Motorabstimmung; dabei nahm ich den Bekannten Frank Bahlo mit. Dort angekommen, mussten wir auch gleich die Räumlichkeiten des Gebäudes verlassen, da bei den Einstellarbeiten Verletzungen beim Zuschauen aufgetreten sind. Es kam in der Vergangenheit vor, dass sich Fahrzeuge im Rollenprüfstand gelöst und erhebliche Schäden verursacht haben und da sind Verletzungen nie ganz auszuschließen. In der Zwischenzeit statteten wir dem Nürburgring einen Besuch ab und nahmen etwas Rennsportatmosphäre auf. Nach einigen Stunden kehrten wir zurück und konnten den Kadett wieder in Empfang nehmen. Eine Gesamtstrecke von etwa 320km legten wir zurück. Bei mir zu Hause angekommen, haben Frank und ich erst einmal den heutigen Tag Revue passieren lassen. Wenig später trudelte noch Andreas Stephan (im Bekanntenkreis auch Eugen genannt) ein und das Trio war komplett. Dann fielen mir auf der Couch die Augen zu und ich schlief im Sitzen ein, während Frank und Eugen weiter Fernsehen schauten. Gnädigerweise weckten sie mich noch rechtzeitig, sonst hätte ich wahrscheinlich die Nachtschicht verschlafen. Als ich meine Wohnung verlassen wollte, meinte Eugen zu mir, ich könne arbeiten gehen, sie machen das Licht schon aus und ziehen die Tür hinter sich zu, womit ich aber keinesfalls einverstanden war. Mit mir gingen auch meine Bekannten.

Auf der Videokassette G habe ich einige Momente dieses Tages in Bild und Ton festgehalten.

Laut Rechnung wurde vermerkt: 

Auf Leistungsprüfstand, Motorgrundeinstellung vorgenommen, CO-Messung unter Last, Düsenbestückung ermittelt, Zündwinkel bestimmt, Motorleistung gemessen, Düsen und Zündkerzen. Den Betrag, den ich entrichten musste, lag bei 581,90DM. 

Es handelte sich bei dem Prüfstand um den Hersteller MAHA. Abzulesen waren die Normleistung mit 146,5kW und die Motorleistung mit 138kW. Max. Geschwindigkeit v bei 191km/h und max. Drehzahl bei 7.430U/min. Die eigentlichen Einstellarbeiten fanden zwischen 10:57h und 13:09h statt. Eine wichtige Information gab mir die Firma Boemanns mit auf den Weg, denn im Bereich zwischen 2.000 und 5.000U/min "klingelte" der Motor.

April 1996:
In diesem Monat war mir klar geworden, dass ich mich hinsichtlich der Rad-/ Reifenkombination anderweitig orientieren musste. Das Problem war einerseits das häufige Aufsetzen des Unterbodens im Bereich einiger Straßenabschnitte und andererseits das Hochdrehen des Motors bei End-geschwindigkeit. Der Verkauf der 14"-BCW-Felgen ließ so einige Interessenten bei mir anrufen und letztendlich konnte ich sie für etwa 1.400DM veräußern. Leichte Bordsteinbeschädigungen konnten aber leider nicht vermieden werden; eine davon erhielt ich beim rückwärtigen Einparken bei Ralf Czilwiks Elternhaus. Meine Schwester Petra saß als Beifahrerin mit im Fahrzeug. Trotz des Verkaufs hatte ich etwa 1.000DM Verlust eingefahren. So fielen mir Räder eines Inserats ins Auge, die mit 17 Zoll beschrieben waren. Mit meinem Bekannten Frank Bahlo fuhr ich nach Essen, um mir diese Felgen genauer zu betrachten. Um einen besseren Eindruck zu bekommen, montierte ich kurzerhand 2 Räder auf der linken Fahrzeugseite. Meinen Geschmack hatte es nicht so recht getroffen, da ich die "Füße" als zu groß empfand. Dem Frank gefielen sie recht gut und schienen zu passen. Zum Schluss hatte ich das gleiche Gefühl wie er empfunden. Nach dem Kauf, bei dem ich 1.500DM an den Verkäufer übergeben habe, war ich mir plötzlich wegen des Deals nicht mehr so sicher. Ich hätte auf mein erstes Gefühl hören müssen, denn da lag ich ganz richtig. Nachdem ich diese Räder für einen mir zur Zeit unbekannten Betrag weiterverkauft habe, schaute ich interessiert nach anderen Felgen. Und so wurde ich fündig, denn es waren die Azev-Räder in der Größe 7,5Jx16H2, ET25. Da sie noch im Bereich der Stirnfläche hochglanzpoliert waren, war der Preis von ca. 1.600DM nachvollziehbar. Die gefielen mir sehr und passten sich dem Kadett D in hohem Maße an. 
Dienstag, 09.04.1996:
Bei der Firma Sandtler bekam ich einen VDO Geber Peilstab in der Länge von 333mm für den Preis von 36DM. Dieser sollte die Öltemperatur sinnvoll abgreifen und an mein VDO-Instrument liefern. Doch diese Art der Temperaturabnahme sollte nicht lange anhalten, da im Bereich der Ölwanne nach Aussagen mehrerer Leute eine exaktere Aussage getroffen werden kann. Zudem gestaltete sich die Entnahme des Ölmeßstabes als schwierig. Also modifizierte ich später das Beschriebene. 
Donnerstag, 25.04.1996:
Ich steuerte direkt auf den Autoteilehandel Sandtler zu und erwarb einen Racimex Ölthermogeber 14x1,5 und eine Bandage für Auspuffundichtigkeiten für den Gesamtpreis von 32,80DM. Der Geber schlug mit 26DM zu Buche.
Freitag, 26.04.1996:

Bezüglich einiger Ausbesserungsarbeiten habe ich mein Fahrzeug der Firma C. Hufen überreicht. Ich hatte beim Zusammenbau des Fahrzeuges im Bereich der Lackiererei Giesselbach festgestellt, dass sich nach dem Einbau der linken hinteren Tür diese nicht mehr vernünftig öffnen ließ. Die untere Ecke drückte sich dabei in den Einstiegskasten. Leider hatte ich diese Fehlerbehebung nicht an Ort und Stelle durchführen lassen, sondern war froh, endlich das Vehikel mit nach Hause nehmen zu dürfen. Das sollte sich später finanziell rächen, da ich die vollen Kosten übernahm.

Die Firma C. Hufen erstellte ein Polaroid-Foto, um auf eklatante Schweißarbeiten hinzuweisen, siehe Bild 1996/3.

Bild 1996/3
Das Einzige, welches durch mein eigenes Unvermögen Schaden genommen hatte, war die Motorhaube. Beim Eindrehen des Verschlusszapfens drückte sich dieser irgendwann von innen gegen die Motorhaube und verursachte eine "Beulenbildung". Durch diesen Fehler musste schließlich auch die Motorhaube ausgebeult, gespachtelt und neu lackiert werden.
Montag, 29.04.1996:
Heute konnte ich schon wieder mein instand gesetztes Fahrzeug abholen. Zu ihren Arbeiten gehörten Motorhaube, Heckschürze, Einstieg links ausgebessert, Läufer Innenraum beseitigt sowie Tür links aus- und eingebaut. Bei den Ausbesserungsarbeiten am linken Einstiegskasten wurde festgestellt, dass die Schweiß- und Schleifarbeiten nicht mit der nötigen Perfektion durchgeführt wurden; dieses ist auf einem Polaroid-Foto deutlich zu erkennen. Ich bezahlte bei der Firma C. Hufen den Gesamtpreis von 678,59DM.
Freitag, 03.05.1996:

Ich wurde vorstellig bei der Firma XXXXX zwecks Briefeintrag meiner Azev-Räder. Man meinte dort, ich sollte direkt zur Prüfanlage Witten fahren und man könnte noch einmal über das weitere Vorgehen sprechen. Dort angekommen, meldete ich mich an und musste wenig später auf Bahn 3 vorfahren. Die Firma XXXXX war anwesend und wich nicht von meiner Seite. Nun fuhr ich vor und bewegte zielgesteuert das Fahrzeug mit der 2. Achse in die Bremsrollen. Ich öffnete auf Verlangen die Heckklappe und schon musste ich mich mit einem weiteren Sachverständigen auf dessen Abschlusskante setzen und im Intervall wippen. Ein weiterer Prüfer saß im Fahrzeug und ein anderer drückte gleichzeitig am Seitenteil die Karosserie zu Boden. Trotz mächtiger Gewalt, die von den Sachverständigen ausging, konnte eine ausreichende Freigängigkeit festgestellt werden. Ein Prüfer wunderte sich noch; diesen "Spruch" habe ich heute noch in den Ohren - "komisch,der muss doch schleifen, so wie das aussieht!" entgegnete er. So trug mir die Verwaltungskraft zu Ziff. 20-23: A. moegl. VUH 205/45R16 83V a. Felge 7,5Jx16H2, ET25, A751625 in den Fz-Brief ein. Es sollte der letzte Eintrag gewesen sein, der dort noch hinein passte. Auf der Seite 2 ganz oben konnte die Eintragung noch verewigt werden. Die effektiv angefallenen Kosten bezüglich der §19.2-Untersuchung an dieser Prüfanlage betrugen 58,65DM. Später gab ich der Firma XXXXX die verlangten 250DM.

Am gleichen Tag um 14:35h hielt mich noch eine Polizeistreife an und bemängelte, dass ich ohne bauartgenehmigte Rückstrahler durch die Gegend fuhr. Ich entgegnete, dass diese zwar angebracht waren, aber auf der Heckstoßstange keinen dauerhaften Halt erfahren haben. Aus diesem Grund habe ich sie im Handschuhfach untergebracht, um sie später irgendwann einmal vernünftig anzubringen. Darauf ließ sich der Polizist nicht ein und stellte mir eine Mängelkarte aus. Die schriftliche Verwar-nung bekam ich am Donnerstag, den 30.05.1996.

Montag, 06.05.1996:
Bei dem Gutachterbüro Liermann wurde ich vorstellig und bat um ein Wertgutachten. Dieser sah sich das Fahrzeug genau an, führte eine Fahrzeugbewertung durch, stellte eine Schätzurkunde aus und erstellte 7 Fotografien. Es dauerte einige Tage, bis ich das Gutachten in den Händen halten konnte. 
Samstag, 11.05.1996:
Mein allerstes Treffen, dass ich mit dem frisch restaurierten Kadett D angefahren habe, war das Mantzel-Treffen in Oberhausen. Ich parkte direkt in einem Kurvenbereich auf der Straße. Die gefahrenen Gesamtkilometer betrugen etwa 90km. Selber war ich mit einer Videokamera ausgestattet und filmte die Szenerie. Was mich allerdings sehr gefreut hat war die Tatsache, dass mein Fahrzeug mit der Belegung des 2. Platzes aufwartete und ich "stolz wie Oscar" war. Ich war froh, dass ich die Jury von dem Auto so überzeugen konnte. Man darf nicht vergessen, dass die Firma Mantzel für alle Opel-Modelle nur 3 Pokale bereitgestellt hat. Das Filmmaterial ist von mir auf der Kassette J abgelegt worden. Auf dem Film ist zu erkennen, dass das Fahrzeug mit Azev-Felgen, 2 blauen California-Außenspiegeln, Überrollkäfig mit Kreuz und schwarzen Blinkern ausgestattet war. Einige Zeit später konnte ich in Bruchstücken meinen Kadett D im Mantzel-Hauptkatalog wiedersehen. Auf diesem Treffen ist ein Mitarbeiter der Firma Mantzel auf die glorreiche Idee gekommen, meine vorderen schwarzen  Fahrtrichtungsanzeiger zu fotografieren, um sie im nächsten Katalog abzulichten. Gefreut hat's mich.
Montag, 13.05.1996:

Das Wertgutachten wurde laut DAT-Schätzungsverfahren auf 28.000DM geschätzt (Endwert). Neben den allgemeinen Fahrzeugdaten wurde auch die Profiltiefe der Bereifung (40/40/50/50%) sowie die nächste HU / AU (01/98 / 01/97) und der abgelesene Kilometerstand von 197.000km festgehalten. Mitgeschätzte Ausstattung waren: 

Einarmwischer, eingeschweißter Überrollkäfig, Domstrebe, Radhausabstützung hinten, Querlenkerquerstrebe vorn, Recaro Sportsitze Leder, Hosenträgergurte, Aluminium-Fußpedalauflage, GTE-Armaturen, schwarze Rückleuchten und Blinkleuchten, Sportauspuff, Fächerkrümmer, LM-Fel-gen, Weber-Doppelvergaseranlage, bearbeiteter Zylinderkopf, 296° Nockenwellen, Scheibenbremsen vorn innenbelüftet, Scheibenbremsen hinten von GSI, Sonderlenkrad, Haubendämpfer, H&R-Federn, GTE-Bundverteiler, VA-Schrauben, elektrische Benzinpumpe, Kupfer-Bremsleitungen, Ölthermogeber, GTE-Frontschürze und Hupe, Halter kunststoffbeschichtet, Radläufe vorn und hinten ausgestellt, Kadett "E" Luftfilter, Kadett "E" Hinterachse, Kofferraumfernentriegelung, Karosserie tauchbadentlackt.

Folgende wesentliche wertbeeinflussende Faktoren wurden festgestellt:

sehr außergewöhnlich umfangreicher und fachlich qualifizierter Restaurierungsaufwand unter Verwendung von Originalteilen unter Erzielung eines ungewöhnlich guten Zustandes. Von dem Restaurierungsumfang wurden 945 Fotografien und umfangreiche Rechnungen zur Verfügung gestellt. Der Urkunde werden 7 Fotografien beigeheftet.

Der Gesamtpreis von 354,20DM unterteilt sich in: Fahrzeugbewertung und Ausstellung einer Schätzurkunde mit 280DM; 7 Fotografien mit 28DM zuzüglich einer Mehrwertsteuer von 15%, die den Betrag von 46,20DM einnimmt.

Nachfolgend ist die DAT-Schätzungsurkunde mit den 7 zugehörigen Fotos aufgeführt.

Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Bild 7
Samstag, 18.05.1996:
Bei der Firma Sandtler bekam ich zwei K&N-Filter für einen Betrag von 170DM. Als mir die Doppelvergaser eingetragen wurden, war das Fahrzeug schon mal mit K&N-Filtern ausgerüstet. Im Eintrag selbst fehlt eine zugehörige Filtereinheit gänzlich. Da ein Luftfilterkasten geräuschmindernde Attribute mit sich bringt und der Hersteller K&N sowohl für großen Luftdurchlass als auch für saubere Luft sorgt, war das genau die richtige Wahl.
Samstag, 25.05.1996:
Die Firma Meures verkaufte mir eine Ventildeckeldichtung 2.0-16V für 35,22DM. Leichte Undichtigkeiten in diesem Bereich hatten mich zu der Maßnahme gezwungen, eine neue Dichtung zu verwenden.
Donnerstag, 30.05.1996:

Wie schon erwähnt, bekam ich die schriftliche Verwarnung von der Stadt Bochum zugestellt. Dort wurde vermerkt:

in Bochum, vor dem Grundstück Unterstraße 11, FR Alte Bahnhofstraße; "Sie ordneten an bzw. ließen die Inbetriebnahme des oben angegebenen Fahrzeuges zu, obwohl es sich in einem nicht vorschriftsmäßigen Zustand befand, der die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigte", nach §31Abs. 2, §69a StVZO, Nr. 51.2 BKAT. 

Bezahlen sollte ich für dieses Vergehen den Betrag von 75DM.

Sonntag, 02.06.1996:
Auf diesem Treffen in Bochum am Opel Werk I Parkplatz sollte ich nun zum 2. Mal die Herausforderung annehmen, gegen die Konkurrenz zu bestehen. Die Aufregung war groß, da kaum jemand mein Fahrzeug bis dato kannte. Plötzlich kam Stefan Vollenbruch -Inhaber von GTE-Motorsport- vorbei und schaute sich interessiert meine Restaurationsfotos an. Der Kadett D hat ihm gefallen, nur im Innenraum kommt bei den Bewertern das karge Ambiente wahrscheinlich schlecht an, meinte er. Der 1. Platz sollte nun alle belehren, dass ich auf dem richtigen Weg war. Mein Bekannter Lothar hatte noch die Hinfahrt mit meiner Videokamera gefilmt. Mit von der Partie waren zunächst meine Frau Kerstin (damals waren wir noch nicht zusammen, es hatte erst am Montag, den 03.06.1996 gefunkt), weiter die Bekannten Markus und Nadine. Im Innenraum konnte man die schwarzen Instrumente bis v=220km/h und die Öltemperaturanzeige erkennen. Etwa 20km Hin- und Rückweg waren abgespult worden.
Freitag, 07.06.1996:
Die 75DM vom Bußgeldbescheid des 30.05.1996 bezahlte ich an die Stadtkasse Bochum. Die Überweisung erfolgte in der Volksbank Bochum eG.
Freitag, 14.06.1996:
Es tat sich eine neue Firma auf, die mir etwas Gutes bescheren konnte. Es handelte sich um die Firma Bruhy Exclusiv, die mir verschiedenartige Schlauchüberzüge in Edelstahl verkaufte. Die Größen waren 9-21mm in 2,4m Länge, 16-33mm in 2,35m Länge und 35-63mm in 0,7m Länge. Inklusive der Verpackungspauschale zahlte ich den Betrag von 234,58DM. Die schwarzen Gummischläuche konnten so ein glänzendes Outfit erhalten.
Dienstag, 30.07.1996:
Die Firma Wollschläger verkaufte mir einen Ventilfeder-Spannapparat für einen Preis von 91,89DM. Leider konnte ich die Ventile damit nicht vernünftig ausbauen, aber nach einer Modifikation des Beschriebenen konnte ich meiner Arbeit zufrieden stellend nachgehen. Mein großer Wunsch war es jetzt, eine Leistungserhöhung meines jetzigen Motors zu erreichen und gleichzeitig mein Abgas-/Kühlerwasserproblem in den Griff zu bekommen.
Donnerstag, 01.08.1996:

Da ich immense Dichtheitsprobleme mit meinem Motor hatte (davon berichtete ich schon), also ständig Abgase im Kühlerwasser anzutreffen waren, ließ ich den Zylinderkopf auf Risse überprüfen und anschließend planschleifen. Die Weber Zylinder-Schleiferei hat diese Arbeiten übernommen und dafür den Preis von 218,50DM erhalten. Als Hinweis wurde mir noch auf den Weg mitgegeben: 

"Zylinderkopf nicht gerissen, aber 0,3mm verzogen! Keine zusätzliche Dichtmasse für Kopfdichtung, Länge der Kopfschrauben beachten".

Ich führte eine Komplettzerlegung des Motors durch. Den Zylinderkopf "entweidete" ich in meiner früheren Wohnung, die Demontage des Zylinderblocks fand in der Garage statt. Zum Abschluss bewahrte ich alle meine Motorteile fein säuberlich aneinander gereiht in meinem Schlaf- und hinterher im Wohnraum auf. Auf den Bildern 1996/4/5/6/7/8/9 habe ich Derartiges veranschaulicht.

Bild 1996/4
Bild 1996/5
Bild 1996/6
Bild 1996/7
Bild 1996/8
Bild 1996/9
Montag, 26.08.1996:

Firma Klostermann verkaufte mir 4 Entstör-Kerzenstecker, 6 Wasserschutzhauben, 6 Kabelkrallen, 1 Zahnriemen, 1 Ventilschleifpaste 100ml und 1 Ventileinschleifer 20mm für den Gesamtpreis von 101,82DM.

Laut Rechnung hatte ich bei der Firma Meures 10 Zylinderkopfschrauben und 42 Scheiben bestellt, wobei ich für den Preis von 31,66DM nur die Schrauben bekommen habe, die Scheiben sollten später kommen.

Dienstag, 27.08.1996:
Eigentlich hatte ich den Motordichtungssatz am Vortag bei der Firma Klostermann mitbestellt, da aber Rückstand angekündigt wurde, bekam ich ihn erst jetzt für den stolzen Preis von 124,50DM.
Mittwoch, 28.08.1996:
Endlich bekam ich von der Firma Meures die 42 Scheiben für den Betrag von 66,49DM.
Donnerstag, 29.08.1996:

Ich bestellte und bekam von der Firma Friedrich Motorsport 1 Satz Schmiedekolben 87mm Durchmesser DOHC 16V und 1 verstärkte Zylinderkopfdichtung 1,9mm. 1 Satz Titanventilfederteller DOHC 16V bestellte ich zwar mit, aber sie waren noch nicht lieferbar. Sie wurden mir einige Zeit später frei Haus nachgeliefert. Inklusive der Versandkosten wollte diese Firma für die beschriebene Ware insgesamt 2.096DM haben, die ich auch prompt bezahlte.

Das untenstehende Bild 1996/10 zeigt die Schmiedekolben mit dem kompletten Motordichtungssatz.

Bild 1996/10
Mittwoch, 11.09.1996:
Einige Tage zuvor gab ich bei der Weber Zylinder Schleiferei meinen Motorblock, die Kurbelwelle und die Schwungscheibe zwecks Modifizierung ab. An diesem Tag konnte ich zufrieden meine angepassten Motorteile abholen. Genauer gesagt, wurde die Kurbelwelle und die Schwungscheibe erleichtert, beides zusammen feingewuchtet, die Kurbelwelle nitriert, die Lagersitze poliert und der Motorblock aufgebohrt und gehont (von 86mm auf 87mm Durchmesser). Des Weiteren hat man mir noch die Hauptlager verkauft. Für diese Tätigkeit habe ich den Betrag von 920DM bezahlt. In der Tabelle unter Kapitel 23 können die insgesamt durchgeführten Motormodifikationen eingesehen werden; auf den Bildern 1996/11 und 1996/12 sind 2 dieser modifizierten Motorteile ersichtlich.
Bild 1996/11
Bild 1996/12

Anschließend fuhr ich zur Firma Meures und kaufte mir 4 Pleuellager und 1 Krümmerdichtung für den Preis von 179,80DM.

Nun musste ich mich der weiteren Motorveredelung hingeben, bei der mich mein Bekannter Christoph Pichura mit Ratschlägen unterstützte. In der Wohnung schliff und polierte ich nun äußerlich meine Ansaugbrücke und raute die Originallackschicht des Zylinderblocks auf. Die Bilder 1996/13 und 1996/14 geben Aufschluss darüber. Des Weiteren besorgte ich mir einen Bohrständer, der Christophs Bohrmaschine aufnehmen sollte, um alle 16 Ventile mit Schleifpapier zu behandeln. Siehe auch die Bilder 1996/15 und 1996/16. Danach passte ich gemäß Bild 1996/17 diese mit Hilfe der Ventilschleifpaste und dem Ventileinschleifer im Zylinderkopf an. Die Ölwanne, Ansaugbrücke, Lichtmaschine und der Kupplungsdeckel sollten auch eine Schleif- und Polierkur erfahren. Siehe hierzu auch die Bilder 1996/18, 1996/19 und 1996/20.

Bild 1996/13
Bild 1996/14
Bild 1996/15
Bild 1996/16
Bild 1996/17
Bild 1996/18
Bild 1996/19
Bild 1996/20
Christoph meinte, dass man den Pleuels durchaus eine Gewichtsreduzierung zumuten kann, wobei mir Jatzek mit einem Winkelschleifer in seiner Garage, die sich in Bochum gegenüber dem "Pflaumenbaum" befand, unterstützend unter die Arme griff. Das Polieren und auf ein Gramm genau Auswiegen der Pleuels übernahm ich mit Motivation. Jeweils 2 dieser Pleuels können in Bild 1996/21 im Serienzustand und bearbeitet angeschaut werden. Der Zylinderblock erhielt in der Zwischenzeit einen blauen Lackanstrich eines speziellen hitzebeständigen Motorlacksprays, das Bild 1996/22 eindrucksvoll darstellt.
Bild 1996/21
Bild 1996/22
Nun zeigt das Bild 1996/23 in eindrucksvoller Weise, wie komplex sich der total zerlegte und komplett bearbeitete GSI-Motor im heimischen Wohnzimmer präsentierte.
Bild 1996/23
Nun stand der Zusammenbau an, der mit der Komplettierung des Zylinderkopfes begann. Nach Einbau der Ventile füllte ich dessen Brennräume mit Motoröl, um die Dichtheit am Ventilsitzring zu kontrollieren. Dass Öl zu dickflüssig war und stattdessen Kraftstoff eingefüllt werden musste, sollte ich später bitter erfahren. Denn mit der öligen Flüssigkeit konnte ich auch nach einem Tag keine Undichtigkeit feststellen, die aber latent vorherrschte. Siehe auch Bild 1996/24 und 1996/25. Gemäß der Anzugsmomente des Herstellers setzte ich den Zylinderblock zusammen. Nun montierte ich die Ölwanne, Schwung- und Kurbelwellenriemenscheibe und schaffte die teilweise vormontierten Komponenten in den mintgrünen Corsa B. Als Letztes folgte der Einbau und der komplette Zusammenbau des Motors, bei dem Christoph mich auch unterstützte. Die Bilder 1996/26 und 1996/27 weisen auf das Beschriebene hin.
Bild 1996/24
Bild 1996/25
Bild 1996/26
Bild 1996/27
Mittwoch, 18.09.1996:
Sehr enttäuscht war ich darüber, dass bei einem Kolben (alle 4 gab ich beider Weber Zylinder Schleiferei ab) der Ölabstreifring fehlte. Eine Nachfrage ließ verlautbaren, dass der Kolben und deren "Ringe" für die anstehenden Arbeiten nicht zerlegt wurde. Ein Anruf bei der Firma Friedrich Motorsport ergab ein ähnliches Resultat, "Alle Kolben, die wir ausliefern, besitzen auch alle Kolbenringe; es kommt nicht vor, dass diese irgendwo fehlen". Nun war ich der "Blödmann", der sich um Ersatz kümmern musste. Und diese bestellte ich umgehend bei dieser Firma. Leider waren die Kolbenringe nicht einzeln lieferbar, sondern nur im Satz. Dieser kostete mich für einen einzigen Kolben zuzüglich der Versandkosten die stattliche Summe von 131,90DM. Bemerken möchte ich noch die Info, die auf der Rechnung stand: "Titanteller werden frei Haus nachgeliefert, sobald wir Ersatz bekommen haben".
Donnerstag, 19.09.1996:

In der Schraubenkiste deckte ich mich mit diversen V2A-Schrauben/-muttern ein, die mich den Betrag von 53,27DM kosteten.

Ich kaufte bei der Firma Meures eine Ventilschaftabdichtung für Vectra A2.0 GSI 16V für den Preis von 4,96DM.

Freitag, 27.09.1996:
Firma Meures verkaufte mir wohlwollend eine Sicherungsmasse und eine Dichtmasse für 30,19DM.
Mittwoch, 23.10.1996:
Laut Rechnung hat die Firma Meures den Auftrag bekommen, einen Halter und eine Zugfeder zu bestellen. Den Betrag, den ich bezahlen sollte, betrug 28,96DM.
Montag, 28.10.1996:
Da man mir bei der Firma Meures die Zugfeder nicht bestellen konnte, wurde die Rechnung kurzerhand umgeschrieben. Jetzt bezahlte ich nur den Halter für 27,04DM.
Mittwoch, 30.10.1996:
Bei der Opel-Firma Bücker&Witte bekam ich meine langersehnte Zugfeder, die im Bereich der Spannrolle (Zahnriemen) Verwendung fand. Den Preis von 2,35DM beanspruchten und bekamen sie.
Donnerstag, 31.10.1996:
0,8m Schlauch musste es bei der Firma Meures sein. Den Betrag von 9,78DM bezahlte ich.
Dienstag, 05.11.1996:
Die Firma Wollschläger verkaufte mir einen Gedore 6kt.-Steckschlüsseleinsatz 10mm 3/8"-Antrieb und eine Gedore Verlängerung 76mm 3/8"-Antrieb, die mit 18,06DM zu Buche schlugen.
Montag, 11.11.1996:
Die Firma Sandtler verkaufte mir einen Öldruckmesser 0-10bar vom Hersteller VDO Kienzle für 45DM. Im mittleren Bereich des Armaturenbretts fand das Gerät seinen richtigen Platz wie auch fünf andere VDO-Instrumente.
Mittwoch, 13.11.1996:
Mit dem Kauf eines Öldruckgebers des Herstellers VDO Kienzle sollten sich noch Probleme einstellen. Diesen verkaufte mir die Firma Klostermann inklusive der Fracht- und Verpackungskosten für insgesamt 73,40DM. Bezahlt habe ich den Betrag, nur der Öldruckgeber war noch nicht greifbar.
Freitag, 22.11.1996:
Ein Wasserthermostat für "OHC" musste es von der Firma J.L. Tuning sein, für den ich den Preis von 61DM bezahlt habe. Die anderen Wasserthermostate, die ich besessen hatte, waren mit nachträglich eingearbeiteten Bohrungen versehen, um hinsichtlich meines Motorproblems den Motor stärker zu kühlen. Teilweise hatte ich aber nun das Dilemma, dass die Motortemperatur nicht mehr mit Vernunft anstieg, was auch ein Problem darstellte. Deshalb hatte ich mich noch einmal um ein Serienthermostat bemüht.
Samstag, 07.12.1996:
Die Firma Emil Pieper, die ich nach langer Zeit wieder einmal aufsuchte, verkaufte mir ein Masseband für 11,18DM. Das "alte" Masseband sah schon sehr mitleiderweckend aus und musste daher ausgetauscht werden.
Mittwoch, 11.12.1996:
Der Öldruckgeber der Firma VDO Kienzle traf ein und konnte bei der Firma Klostermann abgeholt werden. Da ich am Mittwoch, den 13.11.1996 den Betrag von 73,40DM entrichtet habe, brauchte ich nichts mehr zu bezahlen.
Mittwoch, 18.12.1996:

Heute bekam ich bei der Firma Sandtler einen Termin für 17:30h, um mir 2 neue Reifen aufziehen zu lassen. Laut Rechnung wurde festgehalten: 

2 Federal SS735, 2-mal Montage, Wuchten und Gewichte, 2-mal Altreifenvernichtung und 2 Gummiventile. Alles in allem bezahlte ich unschlagbare 125DM.

Im Jahr 1996:
Meine liebe Schwester Petra schenkte mir ein Ölgemälde, in dem mein Kadett D verewigt wurde. Dieses Bild ist in höchster Vollendung von ihr im Jahr 1996 gemalt worden. Es soll an dieser Stelle einen Ehrenplatz erhalten.
Petras Ölgemälde