Intensivierung der Polier-/Verchromarbeiten
und diverser Austausch bzw. Einbau von Zubehörteilen
Montag, 18.01.1999:
Ich endete im letzten Jahr und begann in diesem Jahr mit dem Besuch der Firma Sandtler. Dort erwarb ich für 8DM 1m Benzinschlauch Stahlmantel 8mm. Ich wollte auch im Bereich der Benzinpumpen für mehr Glanz sorgen. Vorher hatten schwarze Gummischläuche diesen Bereich geschmückt.
Sonntag, 28.02.1999:
Zeitlich war ich nicht so stark angespannt, so dass ich mich um eigene Kompressionsberechnungen bezüglich meines Motors kümmern konnte. Auf einem DIN A4-Blatt habe ich meine Berechnungen in ausführlicher Weise dokumentiert.
Mittwoch, 10.03.1999:
Ich habe alle Anstrengungen unternommen, um das Dichtheitsproblem in den Griff zu bekommen. Denn bis zum jetzigen Zeitpunkt seit 12/1995 bestand das Problem, dass Abgase im Kühlerwasser anzutreffen waren, die nach einem weiteren Motorumbau immer noch vorherrschten. Die Folge war ein bis zum heutigen Tage nasser Motorraum. Nach einer gezielten Suche baute ich den Wasserkühler aus und brachte ihn zu der Firma Autokühler Röddiger in Bochum, die den Durchfluss überprüften, aber ohne jegliche Beanstandung. Von meiner Firma, speziell der Prüfanlage Ennepetal, entnahm ich ein Temperaturmessgerät, welches im Bereich des Ölmessstabes Verwendung finden sollte. Dort gemessen, war die Öltemperatur um ca. 20-25°C höher, als die vom VDO-Anzeigeinstrument. Diese Feststellung war besorgniserregend, da ich mich auf meine Anzeige nicht hundertprozentig verlassen konnte. Also entnahm ich nun den Ölthermostat und legte ihn in ein Gefäß mit darin befindlichem Wasser. Ich brachte dieses zum Kochen und beobachtete, dass der Thermostat keine Öffnung an-zeigte. Ich entschied mich, diese Fehlerquelle unverzüglich auszuschalten. Deshalb kaufte ich heute einen Temperaturregler, eine Feder, einen Stopfen, einen Dichtring, einen Sicherungsring und einen weiteren Dichtring bei der Firma Meures für zusammen 43,53DM. Anschließend baute ich den Thermostat zusammen und implantierte diesen im Motor des Kadett D. Die dann folgenden Fahrversuche fruchteten, denn der Fehler war definitiv nach 3 Jahren und 3 Monaten endlich behoben und ich einer sehr aufmürbenden Erfahrung somit reicher.
Mittwoch, 24.03.1999:
Die Firma Klostermann verkaufte mir 2 Rückstrahler 70x32mm in rot für den Preis von 5DM. Die bauartgenehmigten Rückstrahler lackierte ich an der Rückseite in schwarz, so dass die hellrote Erscheinung etwas dunkler aufwartete.
Dienstag, 30.03.1999:
Um 07:52h wurde von einem Arbeitskollegen die Abgasuntersuchung  nach §47a StVZO an der Prüfanlage Ennepetal durchgeführt. Da ich den Mitarbeiterstatus genießen konnte, war diese Untersuchung für mich kostenfrei. Der angezeigte Kilometerstand betrug 202.061km; die gefahrene Strecke zur Prüfanlage hatte insgesamt 60km in Anspruch genommen. Die AU konnte mit Bravour abgeschlossen werden.
Mittwoch, 07.04.1999:
Die Firma Sandtler verkaufte mir diesmal ein VDO Cockpit Vision Ölthermometer und ein VDO Cockpit Vision Kraftstoffanzeiger für einen Betrag von 96DM.
Freitag, 09.04.1999:
Da die Firma Sandtler zur Zeit nicht über ein Vision Amperemeter 30 Ampere verfügte, besorgte ich es mir zähneknirschend und kurzerhand über die Firma XXXXX, die mir 34,95DM dafür "abknöpfte". Ehrlich gesagt, die Preise in diesem noblen Etablissement lassen durchaus zu wünschen übrig. Damit hatte ich alle meine 6 Instrumente des Herstellers VDO zusammen, die ich nun im mittleren Bereich des Armaturenbretts implantierte. Dafür erarbeitete ich passende Bohrungen anfangs mit Hilfe eines Bohrers, der Stichsäge, später dann mit Feile und Schmirgelpapier.
Freitag, 16.04.1999 - Sonntag, 18.04.1999:
Die R. G. Bohnhorst e. V. organisierte in diesem Jahr ihr 11. Treffen, bei dem ich nicht fehlen wollte. Mittlerweile ist im Bereich des Motorraumes einiges an Veredelung in die Tat umgesetzt worden, aber die anderen Bereiche, wie Innenraum und Unterboden, ließen etwas zu wünschen übrig. Mein schärfster Konkurrent konnte auch hier wieder punkten und überließ mir "nur" den 2. Platz. Natürlich freute ich mich darüber sehr. Dies' war Anlass genug, mich nicht auszuruhen, sondern weiter in Richtung 1. Platz zu tendieren, vielleicht dann auch später einmal den Titel "Bestof Show" mit Würde entgegenzunehmen. Etwa 380km legte ich insgesamt an diesem Sonntag mit meinem Kadett D zurück.
Ab Montag, 19.04.1999:
Da mich der gerechtfertigte 2. Platz vom Bohnhorster Treffen ärgerte, musste mehr Glanz in den Motorraum gezaubert werden. Dafür zerlegte ich die Lichtmaschine und den Wischermotor in seine einzelnen Bestandteile, baute die Motorhaubenverriegelung, die Zahnriemenabdeckung und die Domstrebe aus und bearbeitete bis auf die Strebe anfangs mit Fächerschleifern, dann mit Schmirgelpapier und Polierscheiben die Oberflächen. Bei der Domstrebe reichte die Bearbeitung mit feinem 800er- und 1000er-Schmirgelpapier mit anschließendem Polieren, da die Oberfläche von Hause aus poliert war.
Freitag, 30.04.1999:
Ich suchte einige Tage vorher die Firma Wagener&Wessollek auf, um entsprechende Kleinteile zum Verchromen abzugeben. Diese waren unter anderem die Lichtmaschine, die Motorhaubenverriegelung, der Wischermotor und die Zahnriemenabdeckung. Den Betrag von 200DM hatte ich heute dort entrichtet. Als ich den Wischermotor zusammenbauen wollte, benötigte ich Hilfe. Da halfen mir die Schwägerin Evelyn Niemczyk und der Bekannte Jens Becker mit vereinten Kräften. Sie drückten mir die federbelasteten Kohlebürsten gegen die Kraft der Feder, so dass ich die Welle der Erregerwicklung einfädeln konnte. Diese Arbeit beanspruchte etwa eine halbe Stunde Zeit, die wir uns in Ruhe nahmen.
Donnerstag, 06.05.1999
1 Paar Rückleuchten erwarb ich bei der Firma MAK - House of Chrom&Tuning für einen Betrag von 189DM. Bei den "alten" Rückleuchten trat ein Dichtheitsproblem auf, das ich mit Hilfe eines Kunststoffklebers in den Griff bekommen wollte. Stattdessen löste sich beim Anschrauben die äußere Verschalung und fiel heraus. Man kann deutlich bemerken, wie schlecht sich die Nachrüsterqualität darstellt.
Freitag, 07.05.1999:

Die polierte Aluminium-Domstrebe gab ich bei der Verchromerei H. K. Rademacher ab, um sie mit einem Chromüberzug auszustatten. Sie konnte bei der Firma Wagener&Wessollek nicht mit einem Chrommantel versehen werden, da sie aus einem Reinaluminium bestand. Ein gesondertes Chromverfahren muss angewandt werden. Für diese insgesamt 3 Teile hatte ich vor Ort den Preis von 150DM bezahlt.

Bei der Abholung am heutigen Tag ist ein Problem aufgetreten, dass schon einmal bei diesem Verchromer stattfand. Ein linker Befestigungsbügel konnte nicht mehr geborgen werden. Er lag wohl sehr tief im Becken. Ich entgegnete ihm energisch, dass dann wohl eine neue Domstrebe fällig wäre, die zu seinen Lasten gehen würde. Einzeln war dieser Bügel leider nicht lieferbar. Zum Glück fand man das verloren gegangene Teil einige Tage später wieder und rief mich unverzüglich an. Als ich "es" abholen wollte, traute ich meinen Augen nicht. Richtig zerfressen offenbarte sich dieser Bügel, der dieser Flüssigkeit längere Zeit nicht standhalten konnte. Sie sahen ein, dass ein Nachschleifen und - polieren unbedingt zweckmäßig war. Anschließend rief man mich an und übergab mir das überarbeitete Stück. Nicht optimal, aber damit konnte ich leben.

Samstag, 08.05.1999:
Das große Mantzel-Event war angesagt, bei dem ich die Strecke von 45km zurückgelegt hatte. Angemeldet habe ich mich dann anschließend zur Leistungsbewertung, bei der ich die Startnummer 2 erhalten habe und zum Schönheitswettbewerb, der allgemein Opel betraf. Da die Jury sich meistens auf dem Treffen aus dem Publikum zusammen setzte, meldeten sich die Bekannten Kathrin Becker und Jens Leidag als Juroren. Ich bin durchaus nicht glücklich über eine solche Konstellation, die hinterher dann für einen sprechen kann, aber andererseits waren die Juroren, die sonst ausgewählt wurden, fast immer mit ihrer Arbeit überfordert, verfügten einfach nicht über die notwendigen Kenntnisse. Oft sind aber auch Vereinsmitglieder mit wertvollen Preisen ausgestattet worden, die es beileibe nicht verdient haben. Der Leistungswettbewerb bescherte mir bis dato die höchste Leistungsangabe von 219,0PS, die mich sehr stolz machte. Letztendlich bedeutete das den 2. Platz, welcher mit einem Pokal versüßt wurde. Die Gebühr von 10DM hatte ich unverzüglich bei der Anmeldung entrichtet. Beim Schönheitswettbewerb konnte ich ordentlich punkten und bekam die Auszeichnung des 1. Platzes zugeteilt. Zu meinem 2. Pokal an diesem Tage bekam ich zudem noch die Möglichkeit, vier Räder des Herstellers AZEV in einer Größe auszuwählen, die meinem Fahrzeug entsprachen. Einige Zeit später wählte ich mir die Felgen aus und verkaufte sie anschließend im Reviermarkt für einen gesunden Preis von 800DM - original verpackt - versteht sich. Entsprechend dem Leistungswettbewerb bekam ich einen Gutschein überreicht, mit dem ich später bei der Firma Mantzel K&N-Filter gegen einen geringen Obolus entgegen nahm. Aber davon später mehr.
Montag, 10.05.1999:

Zwei verschiedenartige Dichtungen sollten es bei der Firma Meures sein. Für diese bezahlte ich den Preis von 24,89DM.

Ich begann mit weiteren Zerlegungsarbeiten, bei denen der Kupplungsausrückhebel, der Behälter für die Kurbelwellengehäuseentlüftung und die Batterieabdeckung verchromt werden sollte. Nach Ausbau der erwähnten Teile beizte ich zunächst die Farbe am Behälter für die Entlüftung ab. Dieses Behältnis bezog ich aus einem Fahrradladen, denn es handelte sich um eine Trinkflasche des Herstellers SIGG. Danach konnte ich alle Teile mittels Bohrmaschine und Fächerschleifer, anschließend mit Schmirgelpapier und Polierscheiben bearbeiten.

Dienstag, 11.05.1999:

Eine weitere Dichtung fand Verwendung, die mir erneut die Firma Meures für 11,04DM zukommen ließ.

Am gleichen Tag noch erfüllte mir die Firma Meures den Wunsch, eine andere Dichtung für 12,82DM zu verkaufen.

Heute bestellte ich bei der Firma Doppler&Deimann ein Paar Competition Alu Kurbel, die den Betrag von 178,10DM verschlingen sollten. Nun machte ich mir schon ernsthafte Gedanken, um auch den Innenraum perfektionistischer zu gestalten. Diese sollten im Bereich der vorderen Türen untergebracht werden. Ihre Verwendung bestand darin, die Höhe der Seitenfenster zu regulieren. 

Mittwoch, 12.05.1999:
Nach längerer Pause konnte mir die Firma Klostermann noch einmal behilflich sein, denn sie verkaufte mir 1 Stck. Rolle Kupferrohr 5x1 für den Preis von 37,20DM. Dieses Material arbeitete ich in den Bereich der Bremsleitungen ein.
Freitag, 14.05.1999:

Der Postbote brachte ein Paket vorbei, dass von der Firma Doppler&Deimann herrührte. In diesem befand sich nun ein Paar Alu-Fensterkurbeln für die vorderen Türen. Inklusive der Verpackungs- und Versandkosten wollte der Bote den Betrag von 181,10DM haben, den ich ihm dankend entgegen streckte. Beim Einbau fiel mir auf, dass die Kurbeln nicht so recht passten, was ich ändern musste. Ich arbeitete die Bohrung etwas auf und konnte sie nun auf die Verzahnung schieben.

Zudem stattete ich noch zweimal der Firma Meures einen Besuch ab. Zum einen erwarb ich laut Rechnung 2 Muttern, 2 Splinte und noch einmal 2 andere Muttern für 11,57DM und zum anderen verkaufte man mir 4  Schrauben und 1 Deckel für das Hauptbremszylinderbehältnis. Hier kam der Preis von 25,53DM zustande.

Man hatte mir bei der Firma Klostermann 2 Antriebswellen für einen Kadett D 1.8 GTE angeboten, wo ich einfach nicht widerstehen konnte. Ich bekam eine Gelenkwelle 607mm Austausch links und eine Gelenkwelle 954mm Austausch rechts. Eine Anzahlung von 100DM habe ich dann sofort geleistet. Mit meinem Wort bürgte ich, die alten Antriebswellen bei Abholung der Neuen abzugeben. Diese Wellen waren komplett überholt worden und hatten nun einer Langlebigkeit nichts mehr entgegenzusetzen. Da sie sehr anfällig waren, wußte ich nicht so recht, wie lange meine "gebrauchten" noch einen gesunden Vortrieb zu leisten im Stande wären.

Montag, 17.05.1999:
Nun habe ich die beiden Antriebswellen bei der Firma Klostermann abgeholt und wie versprochen, die alten Wellen dort abgegeben. Der Betrag von 441,08DM wechselte seinen Besitzer und so zahlte ich einen Traumpreis von nur insgesamt 541,08DM.
Mittwoch, 19.05.1999:
Da mein alter Bremsflüssigkeitsbehälter farblich eher abstoßend wirkte, entschied ich mich für ein neues Behältnis. Die Transportkosten musste ich bei der Firma Meures noch zusätzlich begleichen. Insgesamt habe ich die stattliche Summe von 75,13DM entrichtet.
Freitag, 21.05.1999:
Auch mein am Fahrzeug befindliches Masseband hat über die Jahre tiefgreifende Spuren hinterlassen und musste einem Austausch zum Opfer fallen. So bekam ich dieses bei der Firma Meures und zahlte noch den Betrag von 10,29DM.
Dienstag, 25.05.1999:
Eine Paste von der Firma Meures sollte es noch sein, für die ich einen Preis von 8,11DM bezahlte.
Dienstag, 01.06.1999:

Nun nahm das Verchromen weiter seinen Lauf und so gab ich mehrere Kleinteile in die Hände der Verchromerei S., der in einer recht ordentlichen Qualität, für den Preis von 150DM, die fertigen Produkte an mich zurück gab. So bekam ich meinen Kupplungsausrückhebel, den Behälter für die Kurbelwellengehäuseentlüftung und die Batterieabdeckung wieder.

Des Weiteren stattete ich der Firma Meures einen Besuch ab und habe einen Spurstangenkopf und 2 Einstellbolzen für einen Betrag von 94,80DM erhalten.

Es ging mit meinen Schleif- und Polierorgien weiter. Zum Opfer gefallen sind mir diesmal der Wasserthermostat, alle Schlauchverbindungen, dieTürverriegelungen, der Gaszughalter und die unteren Kotflügelstreben inkl. diverser Schrauben. Bei den Schlauchverbindungen (Pro Clamp Alu) musste erst einmal die Eloxalschicht beseitigt werden. Mit handelsüblichem Abbeizer konnte leider kein Erfolg verzeichnet werden. Darum bearbeitete ich diese sehr aufwendig mit Fächerschleifern. Da die zu bearbeitende Fläche sehr klein war, konnten meine Finger dieser Hitzeentwicklung nicht ewig standhalten. Zwischenzeitlich legte ich diese beiseite, um Abkühlung zu erzeugen. Die anderen Teile verliefen eher undramatisch, wie gehabt. Mehrere Sorten von Fächerschleifern, Schleifpapier und Polierscheiben kamen zum Einsatz.

Etwa zu diesem Zeitpunkt gab es im Keller des Hauses gravierende Unannehmlichkeiten. Denn das Polieren meiner Fahrzeugteile nahm mittlerweile Konturen an, die in einem Mietshaus mit mehreren Mietparteien nicht mehr zu vereinbaren sind. Die frühere Nachbarin fand deutliche Worte, die mich zur Raison bringen sollten. Ich polierte mehrere Stunden am Tag; nur die Mittagszeit von 13:00h bis 15:00h ließ ich aus. Sie meinte, dass die permanente Geräuschentwicklung unerträglich sei und der Polierstaub in allen Kellerräumen verteilt wird. Es musste sich grundlegend etwas ändern, was ich auch einsah. Da ihr Ehemann bei einer Spedition gearbeitet hatte, kannte er dort die Mannschaft und setzte sich für mich ein. Durchaus bestand die Möglichkeit, in der großen Halle meine Arbeiten aufzunehmen. 

Freitag, 18.06.1999:
Zwei Dichtungen und vier Dichtringe bekam ich bei der Firma Meures für den Preis von 32,64DM.
Freitag, 02.07.1999:
Das Verchromen sollte weiter auf vollen Touren laufen und so bekam ich von der Firma S. den Wasserthermostat, alle Schlauchverbindungen, die Türverriegelungen, den Gaszughalter und die unteren Kotflügelstreben inkl. diverser Schrauben übertragen. Bezahlt habe ich den Betrag von 200DM.
Mitte Juli 1999:
Weitere Polierarbeiten in der Halle des Bekannten Jatzek Kroll standen an und so waren unter anderem Vergaserkleinteile, Getriebe- und Motorhalter, die Ansaugbrücke und der Bremskraftverstärker diesen Arbeiten zum Opfer gefallen. Den Bremskraftverstärker hatte ich noch in dessen Werkstatt zerlegt, was durchaus nicht einfach war. Unter Zuhilfenahme eines Schraubstocks konnte ich beide Gehäuseschalen voneinander trennen. Da es sich um viele Kleinteile handelte, musste ich mit viel Akribie an die Arbeit gehen. Teilweise hatte ich mit kleinen, gummiartigen Schleifscheiben die Nischen bearbeitet, da ansonsten kein Weiterkommen bestand. Große Flächen konnten weiterhin mit groben Fächerschleifern und anschließend mit Schleifpapier und verschiedenartigen Polierscheiben eine Weiterbearbeitung erfahren.
Montag, 19.07.1999:
Zur optischen Verfeinerung im Bereich des Motorraumes sah ich bei der Firma Sandtler vorbei und bekam 2 Pro Clamp Alu mit Edelstahlschelle (20DR) und 0,5m Edelstahl-Schlauchschutz 9100-04. Ganze 72,80 DM kostete mich der Spaß.
Samstag, 31.07.1999:
Da ich noch meinen Gutschein von der Leistungsmessung bei der Firma Mantzel in den Händen hielt, musste dieser eingelöst werden. Nach reiflicher Überlegung kam ich zum Schluss, dass ich 2 K&N - Filter für meinen Kadett D benötige. Trotz des Gutscheines bezahlte ich noch eine stattliche Summe von 81,81DM.
Donnerstag, 05.08.1999:
Erstmalig befand ich mich zwar noch in den gewohnten Räumlichkeiten der Firma Meures, allerdings änderte sich nun der Firmenname. Ab jetzt nennt man sich dort Firma "FeixMeures". Dort besorgte ich mir 1 Gummipuffer, 2 Buchsen, 1 O-Ring, 2 verschiedene Dichtringe, 2 andersartige Rundschnurringe, 2 Dichtungen und 3 unterschiedliche Schrauben, die jeweils paarweise gleich waren. Einen Unkostenbeitrag von 132,26DM musste ich über mich ergehen lassen.
Mittwoch, 11.08.1999:
Wieder einmal ließ ich nicht locker und suchte die Firma FeixMeures auf. Dort bekam ich 2 Dichtungen für 62DM.
Freitag, 13.08.1999:
Bei der Firma S. konnte ich heute verchromte Teile abholen. Diese waren unter anderem Vergaserkleinteile, Getriebe- und Motorhalter, Ansaugbrücke, Bremskraftverstärker etc. Ganze 280DM verschlang dieses Projekt, für das ich gerne bereit war zu zahlen.
Montag, 06.09.1999:
Noch einmal Kleinigkeiten sollten es bei der Firma Sandtler sein, nämlich "2 Benzinschlauch Stahlmantel 8mm und 2 Schlauchhalter Alu". Bezahlt habe ich 20DM. Eingesetzt hatte ich den stahlummantelten Schlauch im Bereich der ansonsten schwarz gummierten Kraftstoffschläuche.
Freitag, 10.09.1999:

Heute, einen Tag nach meiner standesamtlichen Hochzeit, fuhr ich an der Spedition Dören vorbei und stellte mich zunächst einmal vor. Kurz darauf wurden mir dann die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, die ich meistens an den Samstagen von 7:00h bis etwa 13:30h und gelegentlich in der Woche in Anspruch genommen habe.

In den Jahren darauf habe ich die Möglichkeit genutzt, nach Saisonende mit meinen Polierarbeiten zu beginnen. Zum Saisonauftakt sollte das anschließende Verchromen abgeschlossen sein. Fairness wird bei diesen Leuten groß geschrieben, denn Geld will man dort nicht haben. Mit entsprechend flüssiger Nahrung kann man sie glücklich machen. In der Halle war unter anderem der Bremsenprüfstand für Lkw-Fahrzeuge untergebracht, Licht war in großdimensionierten Mengen vorhanden, es war windgeschützt und angenehm beheizt. Dass es auch anders geht, zeigte später die Erfahrung bei meinem früheren Bekannten Jens Becker. Aber davon an geeigneter Stelle mehr.

Es gab aber dennoch Kleinigkeiten, die ich im heimischen Keller in Form von Polierarbeit weiter bearbeitet habe; nur übertrieben habe ich es nicht mehr. 

Das erste Mal bei der Spedition Dören wurde mir zunächst ein Platz im hinteren Teil des Bremsenprüfstands zur Verfügung gestellt. Dort breitete ich meine etwa 2m² große Decke auf und fing an, meine ersten Teile zu entlacken und anschließend zu schleifen. Diese waren der vordere Stabilisator, Halterungen, die Schaltstange sowie einige Kleinteile. Gelegentlich besuchte mich jemand aus der Werkstatt, um bei meiner Arbeit zuzuschauen. Zum Schluss war Schleifen mit mehreren Schleifpapierkörnungen angesagt, bis die beschriebenen Teile hochglanzpoliert werden konnten. Am Ende des Arbeitstages überreichte man mir den Hallenschlüssel, damit ich nach meiner Arbeit die Werkstatt abschließen konnte. Soviel Vertrauen hat man mir entgegen gebracht.

Donnerstag, 30.09.1999:
Die Firma S. ließ ich nicht aus den Augen und so kam es, das sich erneut Accessoires abgeholt habe, wie Stabilisator, Halterungen, Schaltstange und diverse Kleinteile. Den Preis von 50DM entrichtete ich anschließend vor Ort.
Oktober/November 1999:
In diesem Zeitrahmen befand ich mich bei der Spedition Dören, um in wochenlanger Kleinarbeit jede Menge Fahrzeugteile für das Verchromen herzurichten. So waren der komplette Anlasser, die Pedalerie, ein Lichtmaschinenhalter, das komplette Getriebe, diverse Vergaserkleinteile, einige Halter, Lüfterrad und -motor inkl. Gehäuse, die vorderen Bremssättel, ein Hauptbremszylinder und beide Antriebswellen in meine Arbeit involviert. Bei einigen Teilen musste mittels Abbeizer und Drahtbürstenaufsatz die Kunststoffbeschichtung entfernt werden, bevor mit Bohrmaschine und Fächerschleifern weiter bearbeitet wurde. Bei den vorderen Bremssättel musste ich sehr grob vorarbeiten, da das Material sehr widerstandsfähig war. Andere Hindernisse machten manche Tätigkeit zur Tortur. Eine Problematik bestand darin, dass ich eine Antriebswelle nicht zerlegen konnte. Da half mir beherzt ein Mitarbeiter dieser Schlosserei, der mit hoher Gewalt eine Trennung herbeiführte. Auf die Hilfe der dort ansässigen Leute ist in jedem Fall Verlass. Selbstverständlich wurden in vielen Stunden alle Fahrzeugteile weiterhin mit Schmirgelpapier bearbeitet und zum Schluss mit Polierscheiben und dementsprechendem Wachs auf Hochglanz gebracht. Die Dichtflächen am Getriebe sowie auch Führungen von Schaltstangen, Kolben, Lagerungen und Verzahnungen benetzte ich mit Grundierung und schwarzem Lack, um eine Verchromung dieser Flächen in jedem Fall auszuschließen. Da ich einen übermäßig großen Anteil an Teilen zu verzeichnen hatte, musste ich, um die Korrosionsanfälligkeit möglichst gering zu halten, etappenweise die Firma S. aufsuchen. Und das funktionierte mit feudalem Erfolg.
Montag, 22.11.1999:
Die Firma FeixMeures verkaufte mir unterdessen einen Sicherungsring, 2 weitere andersartige Sicherungsringe, 1 Federscheibe, 1 Stopfen, 2 x Spezialfett, 3 verschiedene Lager, 1 Nadellager und 1 Zahnrad (Getriebeteile). Das Zahnrad (Zahnrad-Zahnradblock 5. Gang) musste deshalb neu besorgt werden, da es mir beim Abziehen an der Verzahnung beschädigt wurde. Um exakt 18:02h bezahlte ich dort den Betrag von 412,82DM. Diese Aktion führte ich nur durch, da ich im Begriff war, das komplette Getriebe verchromen zu lassen.
Freitag, 26.11.1999:
Diesmal holte ich bei der Verchromerei S. Teile vom Anlasser, 2 Pedale, 1 Lichtmaschinenhalter und 2 Getriebeteile ab. 200DM überreichte ich dort. Vor dem Zusammenbau beizte ich die Lackschichten an den Dichtflächen der Getriebeteile ab und beseitigte den erzeugten Steg mit einer Schlichtfeile, in dem ich schräg in Richtung des Körpers feilte.
Dezember 1999:
Noch einmal schliff und polierte ich wie von Sinnen eine Abdeckung im Bereich der Ölwanne, einen Motorhalter sowie diverse Schrauben. Für das Schleifen und Polieren der Verschraubung diente sehr hilfreich ein bei der Firma Adam Opel AG eigens angefertigter Schraubstock. So konnte die Hitzeentwicklung nicht auf meine Finger übertragen werden. Man muss sich nur zu helfen wissen.
Donnerstag, 02.12.1999:
Erneut bei der Firma S. hereingeschneit, bekam ich nun das 3. Pedal, diverse Vergaserkleinteile, Halter, 3 Getriebedeckel, 1 Anlassergehäuse, 1 Lüfterrad, 1 Lüftermotor und anderes verchromt. Der Preis belief sich auf 300DM. Auch an diesen Getriebedeckeln war Abbeizen des Lackanstrichs sowie Entfernen des durchs Verchromen entstandenen Stegs angesagt.
Freitag, 10.12.1999:
Bei der Firma S. scheine ich schon Dauergast zu sein und holte wiederrum verchromte Fahrzeugteile ab, wie 1 Getriebegehäuse, vordere Bremssättel, 1 Lüftergehäuse, 2 Antriebswellen und 1 Hauptbremszylinder. Der Kostenpunkt lag bei 380DM. Wie schon erwähnt, beizte ich auch am Getriebegehäuse die Dichtflächen sauber und bearbeitete den Chromgrat. Bei den Antriebswellen nahm ich den Abbeizer, um die Verzahnung vom Lack zu befreien. Da der Hauptbremszylinder in der Bohrung exakt gefertigt wurde, um den Druckstangen - und Trennkolben aufzunehmen, musste dort auch eine Art Lack aufgetragen werden. Mit einer Taschenlampe und einem langen, dünnen Pinsel bestrich ich die Bohrung mit Abbeizer, die ich dann mit einem Lappen intensiv reinigte. 
Dienstag, 14.12.1999:
Zwischendurch stattete ich der Firma FeixMeures einen ansehnlichen Besuch ab und nahm auch sofort etwas mit. Diesmal war es ein Dichtring, der um 17:43h für 16,53DM seinen Besitzer wechselte.