Die anfänglichen Arbeiten mit Kohlefasergewebe,
weiteres Chromfinish im Motorraum und
häufigere Belegung der ersten Plätze auf Treffen
 
Januar 2000:

Meine Arbeiten bei der Spedition Dören waren längst noch nicht abgeschlossen, denn vor Saisonstart mussten einige weitere Teile Opfer des Abschleifens werden. Die Ölwanne, das Verteilergehäuse und die Ölwannenschrauben lagen mir sprichwörtlich zu Füßen. Das Zerlegen des Verteilergehäuses verlief recht kritisch, da das Innenleben komplex aufgebaut war. Das sollte sich später nach dem Zusammenbau noch zeigen. Alle sonstigen Arbeiten bis zum Polieren sind in gleicher Weise durchgeführt worden, wie in den vorherigen Abschnitten beschrieben. 

Nach dieser "Fuhre" bearbeitete ich noch einmal die hinteren Bremssättel, die, wie die vorderen, mit 60er-Körnung vorgearbeitet werden mussten. Die Bearbeitung erfolgte beim zusammengebauten Sattel mit immer feiner werdendem Schleifmittel. Zum Schluss folgte dann das Polieren mit einer Kordelscheibe.

Dienstag, 04.01.2000:
Der Firma FeixMeures blieb ich auch in diesem Jahr treu und kaufte um 17:12h kräftig ein. Für den Betrag von 51,11DM bekam ich einen Sicherungsring, vier Buchsen und drei "Spirstifte" (laut Rechnung ist der genaue Teil-Name nicht konkret aufgeführt).
Montag, 17.01.2000:
Erneut habe ich die Firma FeixMeures angesteuert und bekam um 17:03h einen O-Ring, zwei Haltebänder und einen Stopfen für die Summe von 6,17DM.
Donnerstag, 20.01.2000:
Einige Kleinteile holte ich wieder bei der Verchromerei S. ab. Diesmal waren es ein Motorhalter, 1 Teil Ölwanne und mehrere Schrauben für den Preis von 80DM.
Freitag, 11.02.2000:
Diesmal wurden bei der Firma S. die Ölwanne, das Verteilergehäuse und die Ölwannenschrauben mit dem Chromüberzug ausgestattet. 160DM war dann der zu bezahlende Preis.
Freitag, 18.02.2000:
Unter anderem holte ich die hinteren verchromten Bremssättel bei der Firma S. ab und bezahlte den Betrag von 50DM.
Donnerstag, 24.02.2000:
Heute um exakt 09:15:41h bekam ich beim Straßenverkehrsamt Bochum einen Ersatzbrief ausgehändigt. Die Zuständigkeit obliegte der Frau Gerriets im Ordnungsamt der Abteilung 32 4. Der alte Fz-Brief mit der Brief-Nr.: 84349010 beinhaltete keine Möglichkeit mehr, zusätzliche Eintragungen aufzunehmen. Zwangsläufig musste, aufgrund dieses Umstandes, ein neuer Fz-Brief her, der die Brief-Nr.: TT 127 215 enthält. Den alten Brief konnte man mir nicht aushändigen, stattdessen wurde mir eine Kopie erstellt, mit der ich auch leben kann. Die abgerechneten Gebühren beliefen sich auf 53DM. Nachstehend ist der komplett ausgesonderte Fz-Brief noch einmal aufgeführt. 
Ausgedienter Fz-Brief Nr.84 349 010
Da ab dem 01.10.2005 nur noch die Zulassungsbescheinigung Teil I und II in Kraft tritt und der bis dahin bekannte Fahrzeugbrief bzw. -schein ein grundlegend anderes äußeres Erscheinungsbild erhalten wird, zeige ich den 2.ten und letzten Fahrzeugbrief nachstehend noch einmal auf.
2.ter und letzter Fz-Brief Nr.TT 127 215
Dienstag, 21.03.2000:
Bei der Firma FeixMeures kaufte ich um 17:27h zwei Haltebänder für einen Preis von 3,55DM.
Freitag, 31.03.2000:
Um meinem Zündverteiler eine ordentliche Leistung abrufen zu können, musste dieser vernünftig auf meine Bedürfnisse eingestellt werden. Dafür rief ich die Firma VGS Viktor Günther GmbH an und ließ ihnen diesen zukommen.
Mittwoch, 19.04.2000:

Die Rechnung der Firma VGS Viktor Günther entstand um 16:00:38h und hatte folgende Details enthalten: 

Angelieferten Verteiler zerlegt, Rotorposition festgelegt, Grundplatte festgesetzt, Verteiler komplettiert, Funktionsprüfung durchgeführt, 1 Leitungshalter und 1 Synchrotester SK 1-30/1. Der Betrag, der dabei entstanden ist, betrug 240,12DM.

Nach dieser Maßnahme lief der Motor keineswegs besser, sondern gravierende Probleme stellten sich ein. Das Anspringverhalten ließ sehr zu wünschen übrig, was auch durch die Verstellung des Verteilers in seinem Bereich nicht kompensiert wurde. Zudem tauschte ich auf Anraten des Bekannten Christoph Pichura die Zündkabel in der Reihenfolge am Zündverteiler aus, aber auch nicht mit besten Voraussetzungen. Zwischenzeitlich lief der Motor wieder besser, bis erneut das besagte Problem auftrat. Nun lotste mich Christoph zu seinen Bekannten in eine Wittener Werkstatt, wo man das Malheur ergründen wollte. Nach mehrmaliger Einstellung hatte ich das Gefühl, der Fehler wäre definitiv aus dem Weg geräumt. Aber auf der Hörder Straße kam es zum Eklat. Mein Kadett musste von Christophs Wagen zur heimischen Garage abgeschleppt werden. Völlig desorientiert nahm ich nun den Zündverteiler und verstellte ihn über seinen zulässigen Bereich hinaus. Und plötzlich lief der Motor wie ein Uhrwerk. Anschließend sägte ich die Begrenzungsstege auf und arretierte ihn weit hinter der angegebenen Markierung. Wahrscheinlich wird das Zerlegen für ein Durcheinander gesorgt haben.

Freitag, 05.05.2000:

An der Prüfanlage in Ennepetal wurde heute eine Hauptuntersuchung nach §29 StVZO und eine Abgasuntersuchung nach §47a StVZO durchgeführt. Beide Male konnte mein Fahrzeug die begehrte Plakette bekommen. Der Kilometerstand betrug genau 202.948km. Die AU ist um 07:51h fertig gestellt worden, die HU konnte laut Bericht zeitlich nicht erfaßt werden. Da hier der Mitarbeiterstatus greift, brauchte ich diese Untersuchungen finanziell nicht zu tragen.

Anschließend fuhr ich mit meinem Kadett D nach Reifen Stiebling und ließ eine Computer Achsvermessung durchführen. Es war genau 16:17:29h, als der Ausdruck den Drucker verließ. Um ganze 78DM wurde daraufhin mein Portemonnaie erleichtert.

Samstag, 06.05.2000:

Die Firma Sandtler musste ich doch auch mal wieder besuchen, um gelegentliche Einkäufe zu tätigen. Diesmal kaufte ich 4m Edelstahl-Schlauchschutz 9100-01 und 2m Edelstahl-Schlauchschutz 9100-02 für den Preis von 124DM.

Bei der Firma FeixMeures kaufte ich noch 2-mal Getriebeöl für einen Unkostenbeitrag von 38,65DM.

Dienstag, 09.05.2000:
Da der Bekannte Christoph Pichura nur löblich über die Dichtungsmasse des Herstellers "Dirko" sprach, musste ich nun 100g in Tubenform dieser Masse erwerben. Diese bekam ich bei der Firma Klostermann und bezahlte dafür 17,20DM. Leichte Undichtigkeiten kamen im Bereich des Getriebes auf, die aber ausgemerzt werden konnten.
Samstag, 13.05.2000:

Wieder einmal war das Mega-Event Mantzel angesagt, bei dem ich nicht fehlen wollte. Recht früh meldete ich mich bezüglich Leistungsmessung und Schönheitswettbewerb OPEL allgemein an. Für die Leistungsprüfung bekam ich die Startnummer 6 zugewiesen und entrichtete den Betrag von 10DM. Dieses Geld sollte nicht umsonst gewesen sein, denn auch heute konnte ich einen 2. Platz belegen, bei dem auch ein Pokal vergeben wurde. Ganze 194,6PS bescheinigte mir der BOSCH LPS 002 Leistungsprüfstand. Die Parameter waren die Temperatur mit 22,5°C, das Barometer mit 748mmHg und eine Reduktion von 2,2%. Den erhaltenen Gutschein löste ich einige Zeit später bei der Firma Mantzel ein, dabei bekam ich so einiges an Fahrzeug-Accessoires. Bei dem Wettbewerb der schönsten Fahrzeuge hatte ich nicht gepunktet und bin leer ausgegangen. Ganze 90km legte ich an diesem Tag insgesamt zurück.

Die beiden Bilder 2000/1 und 2000/2 verdeutlichen visuell den Kadett D sowie seine Umgebung.

Bild 2000/1
Bild 2000/2
Mittwoch, 31.05.2000:
Am heutigen Tag ist von der Verchromerei S. eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ins Leben gerufen worden. Da ich mittlerweile Fahrzeugteile verchromen ließ, die ein gewisses Gefährdungspotential beinhalten, wollte ich mit dem schriftlichen Dokument auf der sicheren Seite sein. Nachstehend habe ich dieses aufgeführt.
Unbedenklichkeitsbescheinigung für beschriebene Fahrzeugteile
Freitag, 02.06.2000:

Eine blaue Instrumentenfolie F.52mm des Herstellers VDO habe ich bei der Firma D&W bestellt. Der Kostenpunkt sollte bei 49,90DM liegen.

Das Mantzel-Opel-Treffen von Samstag, den 13.05.2000 bescherte mir bezüglich der Leistungsbewertung einen Gutschein, den ich bei dieser Firma nun einlöste. Ich bekam 2 Ölfilter, 1 Schaltsack schwarz RDI, 1 Blue-Vision H4 Philips, 1 Dämpfungsring und 1 Veedol Synthetic SAE 10W-60 überreicht. Einen geringen Obolus von 7,76DM bezahlte ich dennoch. Auf dem Weg nach Mantzel riß mir das Aufhängungsgummi des Schalldämpfers ab (Dämpfungsring) und konnte zum Glück an Ort und Stelle besorgt und montiert werden. Bei den Glühlampen war ich nicht so glücklich, da man mir die Falschen überreicht hatte. Im Paket enthalten waren zum einen die H4-Lampen, die auch eingebaut werden konnten, zum anderen die Standlicht-Glühlampen, die eine komplett andere Fassung beinhalteten. Auf meine Frage, ob sie denn auch für den Kadett D passfertig zugelassen sind, meinte man nur "aber natürlich!". In die Verpackung sah ich leider nicht hinein und so probierte ich letztendlich die Lampen an meinem Kadett D in der Garage aus. Was lehrt uns das, lieber selber nachschauen.  

Samstag, 03.06.2000:
Bei der Firma D&W holte ich meine VDO-Instrumentenfolie -blau-weiß- für den Betrag von 49,90DM ab. Mit etwas Feuchtigkeit brachte ich die Folien entsprechend im Bereich des Drehzahlmessers und Tachometers auf. 
Sonntag, 04.06.2000:

Das Opel Team Bochum e. V organisierte sein 1. Opel-Treffen am Opel-Werk-I Parkplatz, bei dem ich nicht fehlen wollte. Die geringe Wegstrecke von insgesamt 20km macht das "Heimspiel" nicht unbedingt zur Tortur. Dort belegte ich als schönster Kadett D den 1. Platz und konnte gleichzeitig auch beim schönsten Motorraum den Pokal des 1. Platzes entgegen nehmen. Zwei Pokale an einem Tag überreicht zu bekommen, zeigt, dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde; auf meinen Lorbeeren will ich mich aber auch nicht ausruhen, sondern intensiv weiterarbeiten.

Die Bilder 2000/3 bis 2000/5, erzeugt von der motorscene, zeigen den Kadett D an beschriebenem Ort.

Bild 2000/3
Bild 2000/4
Bild 2000/5
Freitag, 09.06.2000:
Ein PVC-Klebeband 19mm grau (25m Rolle) bekam ich von der Firma Grümer Technik in Bochum für einen ansehnlichen Preis von 6,10DM überreicht.
Sonntag, 18.06.2000:
Etwa 30km legte ich zum größten Teil auf der Bundesstraße 235 zurück, um zum 2.organisierten Opel-Treffen des Opel Club Waltrop e. V. zu kommen. Dieser hatte das Treffen inszeniert, welches auf einem Rasengelände statt fand. Dort konnte ich zu meiner Freude wieder den 1. Platz in der Kategorie Opel Kadett D belegen. Gegen Nachmittag fuhr ich dann glücklich und zufrieden wieder nach Hause.
Montag, 26.06.2000:

Einige Zuschnitte ließ ich bei der Firma Girke Fahrzeug- und Stahlbau GmbH in die Wege leiten. Exakt beschrieben waren es 1 Alu-Blech 2x250x1380mm, 1 Alu-Blech 2x150x230mm, 1 Alu-Blech 2x80x70mm und 1 Alu-Blech 2x170x170mm. Inklusive des Zuschnittes bezahlte ich insgesamt 47,56DM. Diese Bleche verwand ich im Bereich des Motorraumes zum Verschließen von Öffnungen, wie Gebläseöffnung, Kabelbaumdurchführung und Abdeckung über dem Wischergestänge. Die vielen Bleche wurden von mir passgerecht mit einer Stichsäge zurecht gesägt und entgratet. Mit mehreren Schleifpapierkörnungen bearbeitete ich von Hand die Oberflächen, bis ich sie mit Polierscheiben finishen konnte. Am Ende bohrte ich zur Befestigung alle nötigen Löcher in die Bleche.

Am heutigen Tag gab ich bei der Firma Lange+Ritter eine telefonische Bestellung auf, die unter anderem folgenden Wortlaut enthielt:

5,3m² Kohlefasergewebe Interglas 98141, 200g/m² Köper 2/2 100cm breit, 1 LARIT L-285 Epoxid-Laminierharz 1,0kg-Dose, 1 EP-Härter LARIT-285blau/Polyamine 0,4kg-Dose. Zuzüglich der Versandkosten lag der Preis bei 245,46DM.

Die Firma MAK House of Chrome&Tuning tat auch etwas für mich, denn dort bekam ich meine Zündkerzenabdeckung in verchromter Ausführung. Die Kosten, die dabei anfielen, betrugen 279DM. Ich möchte gerne an dieser Stelle eine kleine Geschichte einwerfen, die sich zu diesem Thema zu-getragen hat. Da schon eine Reihe von verchromten Teilen meinen Motorraum eingenommen haben, musste zwangsläufig die Zündkerzenabdeckung im gleichen Chrommantel erstrahlen, wie schon erwähnte Teile. Diese Abdeckung war aber leider aus einem Kunststoff gefertigt worden, die ich gerne aus dem Material Aluminium-Druckguss gehabt hätte. So fuhr ich kurzerhand zur Firma FeixMeures und musste feststellen, dass man diese Abdeckung in Metallform nicht mehr erhalten kann. Ich durchforstete den Reviermarkt und wurde fündig. Ein Inserent verkaufte einen 2.0-16V-Motor und auf meine Frage hin, hatte er auch eine Aluminium-Zündkerzenabdeckung. Wir schlossen einen "Deal" ab, bei dem ich ihm meine, im Umkehrschluss er mir seine Abdeckung zukommen lässt. Innerhalb weniger Tage bekam er von mir Post, ich wartete etwa 2 Wochen darauf, bis ich erneut bei ihm anrief. "Ich habe private Probleme und bin leider noch nicht dazu gekommen, aber jetzt..." lautete seine Aussage. Ich verließ mich auf ihn und bekam einige Zeit später mein "L". Als ich es auspackte, traf mich der Schlag. An den beiden Verschraubungen haben sich Risse gebildet, die beim Verchromen deutlich sichtbar gewesen wären. Mein Schwiegervater nahm sich dem Problem an und versuchte nach allen Regeln der Kunst, die Rissbildungen zu füllen. Das klappte leider nicht, es bildeten sich sogenannte "Lunker" (fehlerhafte Hohlräume). Im Endeffekt konnte ich das Fahrzeugteil "ad acta" legen und kann meine tiefe Enttäuschung kaum in Worte fassen.

Mittwoch, 28.06.2000:

Heute habe ich endlich mein bei der Firma Lange+Ritter bestelltes Kohlefasergewebe inklusive des Epoxid-Laminierharzes und dem dazugehörigen Härter erhalten. Bei dem Gewebe handelte es sich um "Fehlerware", die sich dahingehend bemerkbar machte, dass ein Streifen von etwa 15cm Breite einen Bearbeitungsfehler aufwies. Dafür konnte die Rolle dementsprechend günstiger angeboten werden. Bezahlt habe ich nach Erhalt der Ware den Betrag von 248,46DM.

Hier begannen meine Arbeiten mit dem Kohlefasergewebe, die sich letztendlich über mehrere Jahre hinziehen sollte. Um ein gewisses Feingefühl mit diesem Material zu entwickeln, habe ich zunächst einmal ein rundes Stück Metall mit dem Gewebe bezogen und nach genauer Beschreibung, die Anteile Harz und auch Härter miteinander vermischt und mittels Pinsel auf das Carbon aufgetragen. Am nächsten Tag war die Schicht ausgehärtet und konnte nachfolgend bearbeitet werden. Es sah alles so einfach aus. Welche Probleme sich dennoch später heraus kristallisieren sollten, wurde mir dann zu gegebener Zeit zuteil.

Freitag, 30.06.2000:
Bei der Firma D&W kaufte ich Instrumentenfolie, die im Bereich der fünf VDO-Instrumente Verwendung fand in der Farbe "blau-weiß" für einen Preis von 99,90DM. Diese waren die Wasser- und Öltemperaturanzeige, das Ampere- und Voltmeter und die Öldruckanzeige. Das Tankfüllstandsanzeigemessgerät indessen war nicht separat als Folie mit im Paket. Aus diesem Grund besorgte ich mir D.C.Fix, das etwa diesem Blauton entsprach. Anschließend schnitt ich mir den passenden Durchmesser zu und klebte mit Hilfe von Flüssigkeit diese auf. Mit einem Folienstift bemalte ich funktionsgerecht die Anzeige nach. 
Juli/August 2000:

In diesen Monaten fand mein erster Versuch statt, das komplette Armaturenbrett mit Kohlefasergewebe zu beziehen. Ich schnitt mir ein großes Stück Gewebe zurecht und rührte Harz und Härter im gesunden Mischungsverhältnis an. Das Gemisch trug ich mittels Pinsel auf das "Brett"auf. Nun nahm ich das Köpergewebe in die Hand und drückte es vollständig auf eine ebene Fläche. Danach versuchte ich räumliche Gebilde nachzustellen, was mir sichtlich schwer gefallen ist. In bestimmten Dimensionen lässt es sich verformen, aber begrenzt. Als ich glücklicherweise den Auftrag des Kohlefasergewebes beendet hatte, strich ich zum Schluss das Gewebe mit meinem Harz/Härter mehrfach ein, bis die Struktur nicht mehr fühlbar erschien. Nach dem Abtrocknen bearbeitete ich die Außenkanten, schliff das gesamte Armaturenbrett an und lackierte die Oberfläche transparent mit einer am Flohmarkt erstandenen Sprühdose. Nach genauem Hinsehen gegen das Sonnenlicht konnte leider die eigentümliche Farbe Braun des Bretts zwischen den Fasern visuell aufgenommen werden. Mein Fehler bestand darin, dass ich den Untergrund nicht mit schwarzer Farbe behandelt hatte, aber das sollte sich beim zweiten Mal ändern. 

Das zweite Objekt lackierte ich vorher schwarz und versuchte die Matte mit allen Mitteln aufzubringen. Da sich diese aber nicht so verformen ließ wie ich es wollte, scheiterte das Vorhaben. Ich beschädigte die Struktur und litt zum Schluss unter heftigen Wutausbrüchen. Damit war das 2te Brett auch passee. Die Einzelteile, wie Tacho-, Lenk- und Instrumentenverkleidung, Deckel Sicherungskasten sowie Handschuhfachdeckel ließen sich außerordentlich gut verarbeiten. Beide Armaturenbretter brachte ich nach "getaner Arbeit" dann zur Zentraldeponie Kornharpen, wo sie ein "stadtliches" Begräbnis erfahren hatten. Als ich merkte, dass mir für den 3. Versuch das Material ausging, legte ich die Arbeit zur Seite und widmete mich erst einmal anderen Dingen. 

So schliff und polierte ich bis auf Hochglanz acht Öl- und Wasserkühlerhalterungen sowie noch 2 Schrauben.

Sonntag, 02.07.2000:
Es hat mich heute nach Düsseldorf verschlagen, wo ich an einem Opel-Treffen teilgenommen habe, welches vom Opel Fun-Team Düsseldorf erstmalig ausgetragen wurde. Höchst erfreut und stolz konnte ich auf meinen gewonnenen 1. Platz sein, der sich in der Kategorie Opel Kadett D offenbahrte. Auf diesem Treffen lernte ich meinen Bekannten Jörg Ballermann kennen, der wie ich, seine Extremitäten am Fahrzeugtuning in höchster Vollendung auslebt, nur dabei sich mit der Fahrzeugmarke VW identifiziert. Veranstaltet wurde das Treffen direkt am Fußball-Stadion.
August 2000:
Getrieben von etwaigen Veränderungen und ständigen Modifikationen nahm ich mir vor, den Kabelbaum größtenteils zu verbergen. Für diese Maßnahme musste ich das gesamte Kabelgewirr aus dem Fahrzeug entnehmen, um es anschließend mit Hilfe eines Seitenschneiders und Lötkolbens auf eine ansprechende Länge zu verändern. Nach dieser Aktion isolierte ich den Kabelbaum neu und setzte ihn entsprechend wieder in den Kadett ein.
Freitag, 25.08.2000:
Einen Halter und eine Tülle besorgte ich mir bei der Firma FeixMeures und bezahlte dafür um 12:42h den Preis von 3,14DM.
Freitag, 01.09.2000:
Die Verchromerei Wagener&Wessollek verchromte mir 2 Schrauben sowie 8 Öl- und Wasserkühlerhalterungen für insgesamt 80DM.
Freitag, 08.09.2000
Die am Montag, den 26.06.2000 gekauften und zwischenzeitlich selbst polierten 4 Alu-Bleche konnte ich heute bei der Verchromerei H. K. Rademacher in Iserlohn abholen. Der Preis lag bei 80DM. Ich habe mich für diesen Verchromer entschieden, weil er die Möglichkeit besaß, Rein-Aluminium in größeren Dimensionen zu verchromen. Leider ist bei dieser Aktion den Leuten vor Ort ein Lapsus passiert, sie haben ein Teil verloren, genauer gesagt, es ist im Chrombecken untergegangen. Da die Becken selten eine Komplettreinigung erfahren und dieses zum Aufspüren des Teiles notwendig wäre, musste ich dieses Blech noch einmal anfertigen. Nachdem ich es zum 2. Mal abgab, kam es diesmal nicht zum Malheur, im Gegenteil, das 1. Stück wurde zwischenzeitlich aus dem Bad gefischt und gleichzeitig beide Bleche an mich übergeben, ohne an diesen Kosten beteiligt zu werden.
Samstag, 23.09.2000:
Erneut bekam die Firma FeixMeures Besuch von mir und verkaufte mir einen Ausgleichsbehälter und einen Deckel. Der Preis belief sich auf 69,48DM.
Montag, 25.09.2000:
Die Firma Sandtler konnte mal wieder etwas für mich tun, denn sie verkaufte mir 1 Hycote Motorlack schwarz für 12,50DM. Damit hatte ich vor, meinen Motorblock in der schwarzen, hitzebeständigen Farbe erstrahlen zu lassen. Dafür sollte der blaue "Lackmantel" weichen, den ich etwa im September 1996 auftrug.
Donnerstag, 12.10.2000:

Lange suchte ich nach einer Firma, die mir ein Bördelgerät für Bremsleitungen für einen ansehnlichen Preis verkauft. Diesmal fand ich sie in meiner Nähe. Es handelte sich um die Firma XXXXX Fahrzeugteile, die mir ein Doppelbördelgerät 4,75-10mm für den Preis von 69,50DM verkaufte.

Bei dem Kauf merkte ich schon recht schnell, dass die Qualität sehr zu wünschen übrig ließ. Trotz Vorsicht traten Beschädigungen am Gerät auf.

Donnerstag, 02.11.2000:
Telefonisch forderte ich bei der Firma Lange+Ritter 5m² Kohlefasergewebe Interglas 98141, 200g/m² Köper 2/2 100cm breit, 1 LARIT L-285 Epoxid-Laminierharz 1,0kg-Dose und 1 EP-Härter LARIT-285 blau/Polyamine 0,4kg-Dose zuzüglich der Verpackungs- und Transportkosten für den Betrag von 320,51DM an.
Samstag, 04.11.2000:
Die gesamte Bestellung traf ein und ich bezahlte vorerst den gesamten Betrag von 323,51DM. Für wen ich das Kohlefasergewebe mitbestellt hatte, weiß ich nicht mehr, aber derjenige nahm dieses Gewebe entgegen, sodass ich letztendlich für das Harz und den dazugehörigen Härter die Summe von 61,26DM entrichtet habe.
Mittwoch, 06.12.2000
Ich rief erneut bei der Firma Lange+Ritter an und bestellte Epoxid-Harz und dazu passenden Härter.
Donnerstag, 07.12.2000:
Die Rechnung meiner gestrigen telefonischen Bestellung wurde heute geschrieben, der genaue Wortlaut beinhaltete 2 LARIT L-285 Epoxid-Laminierharz 1,0kg-Dose und 2 EP-Härter LARIT-285 blau/Polyamine 0,4kg-Dose inklusive der Verpackungs- und Versandkosten. 100,11DM hatte die Bestellung für sich beansprucht.
Donnerstag, 14.12.2000:

Die Bestellung vom Donnerstag, den 07.12.2000 von der Firma Lange+ Ritter ist endlich eingetroffen. Ganze 103,11DM übergab ich dem Postboten an Ort und Stelle.

Da ich mittlerweile mein neues Gewebe und den entsprechenden Harz und Härter erhalten hatte, schöpfte ich neuen Mut, diesmal perfekte Arbeit abzuliefern. Um das räumliche Auftragen des Gewebes zu erreichen, schnitt ich an zwei Stellen das Armaturenbrett auf, um überschüssiges Material hinter den Schnittkanten zu verstecken. Anschließend setzte ich die Schnitte wieder zusammen und füllte sie mit Harz und Härter auf. Natürlich war die Lackierung des Untergrundes in Schwarz obligatorisch. Mehrfach strich ich das Brett mit dem angerührten Gemisch ein und schliff die Oberfläche mit einem Schleifklotz und Schmirgelpapier nass bis 1000er-Körnung. Die Umrandungen wurden selbstverständlich auch geglättet. Die dritte Arbeit konnte sich durchaus sehen lassen; ich war diesmal beeindruckt. Was ich allerdings vergaß, war das Tempern der Kohlefaserteile. Dies ist ein entscheidender Schritt zum Erfolg. Später nahm ich diese Arbeit in mein Repertoire auf.

Ende 2000:

Als die Saison zu Ende war, nahm ich das nächste Projekt in Angriff. Ich entfernte den Motor selbstständig aus dem Motorraum und stellte ihn erst einmal zur Seite. Zuerst neigte ich dazu, Überlegungen anzustellen, den Motorblock im eigenen Keller zu lackieren. Diese Möglichkeit verwarf ich aber recht schnell, da die Temperaturen dort zu eisig waren, um den Lack vernünftig aufzutragen. Der Bekannte Jens Becker hatte mir indessen seinen Keller angeboten, den man durchaus beheizen konnte. Also nahm ich sein Angebot an und wir hievten den schweren Motor in mein Alltagsauto. Bei ihm angekommen, eilte sein Schwager Thorsten Jakob zu Hilfe. Nun zu dritt konnten wir das "Herz" meines Kadett D die Kellertreppe hinunter tragen. Bevor es aber mit dem Lackieren des Blockes weiterging, polierte ich erst einmal den gesamten Zylinderkopf. Anschließend entfernte ich, so gut es ging, den blauen Farbton. Korrosionsansätze mussten mit Hilfe von Fächerschleifern weichen, um eine vernünftige Haftung für den schwarzen Lack zu erzeugen. Zum Schluss polierte ich noch die Froststopfen im Bereich des Motorblocks. Da der erste Lackanstrich mit Unebenheiten versehen war, musste nach dem Anschleifen erneut Lack aufgetragen werden. Dazu besorgte ich mir eine weitere Spraydose. Nachdem ich diese Arbeit abgeschlossen hatte, konnte unter Mitwirkung meiner zuvor genannten Bekannten, der Motor in den Motorraum eingefädelt werden. 

Bevor ich die Ölkühlerzulaufleitungen zu bearbeiten begann, besorgte ich mir telefonisch bei der Firma Wagener&Wessollek das Feedback, ob eine Machbarkeit hinsichtlich des Verchromens besteht. Denn die starren Leitungen waren zusätzlich mit flexiblen gummiartigen Gewebeschläuchen versehen. Aber die ernüchternde Antwort war: "kein Problem!" Also schliff ich das Zink vollständig ab, setzte weiterhin Schleifpapier ein und bearbeitete zum Schluss die Oberfläche mit meiner Bohrmaschine und Polierscheiben. Durch den Verchromer hatte ich erfahren, dass Zink die unangenehme Eigenschaft besitzt, die Chrombäder zu verunreinigen, daher das Entfernen desselbigen.