Das Zusammenspiel von Kohlefaser und
Chromteilen weiter in Einklang gebracht,
Austausch größerer und sichtbarer Bauteilgruppen
 
Januar 2001:
Anfang des Jahres hatte ich gezielt darauf hingearbeitet, die Vergaser komplett verchromen zu lassen. Dafür zerlegte ich diese vollständig und bearbeitete mit Hilfe von Fächerschleifern dessen Gehäuse. Teilweise hatte ich Stege entfernt, die nicht zur Festigkeit beitrugen. Als nächstes kam Schmirgelpapier bis 1000er-Körnung zum Einsatz und als letztes polierte ich die zuvor mit Hand geschliffenen Flächen. Das Abdichten der Vergaser hatte ich mit viel Akribie durchgeführt, um keine Flüssigkeit eindringen zu lassen. Bei den oberen Deckeln half mir mein Bekannter Christoph Pichura weiter, mit dem ich zu seiner Halle fuhr. Er gab mir zwei alte Deckel, die ich dort verbaute. Nach dem Abdichten der vollständigen Gehäuse gab ich sie dann in die Hände des Verchromers Wagener&Wessollek. 
Dienstag, 09.01.2001:

Ich steuerte im neuen Jahr erst einmal die Firma Sandtler an, um 1 Hycote Motorlack schwarz und 1 Liter Getriebeöl MZ 80 GL4 an Land zu ziehen. 19DM hatten an diesem Tag meine Brieftasche erleichtert.

Wie zuvor beschrieben, musste eine Menge Lack aufgetragen werden, um den Zylinderblock ausreichend mit schwarzer Farbe zu versorgen.

Mittwoch, 10.01.2001
Das Verchromen ging auch in diesem Jahr weiter mit immer schnelleren Schritten. So holte ich von der Verchromerei Wagener&Wessollek 2 Stück Ölkühlerzulaufleitungen für den Betrag von 80DM ab.
Freitag, 19.01.2001:
Das zerlegte und anschließend polierte und abgedichtete Vergasergehäuse konnte ich bei der Firma Wagener&Wessollek abholen. Dort traf ich auf Stefan Vollenbruch. Als ich meinen "verchromten" Vergaser in den Händen hielt, glaubte ich, meinen Augen nicht zu trauen. In den versteckten Winkeln gab es für den Chromüberzug keine reelle Chance, sich einzunisten. Stattdessen waren diese Stellen schwarz, ein enttäuschendes Ergebnis. Stefan meinte, dass das Verchromen solcher Bauteile zwangsläufig zu einem derartigen Resultat führt. Ich bezahlte die 50DM für das Verchromen, da der Fehler im Bereich der Formgebung des Vergasers zu suchen ist. Wer mich aber genau kennt, weiß, dass ich alle Hebel in Bewegung setze, um diesen Missstand aus der Welt zu schaffen. So polierte ich mit einem Dremel, kleinen Filzaufsätzen und einer Menge Chrom-Politur die schwarzen Ungereimtheiten weg und staunte über das Ergebnis. Dasselbe Prozedere hatte auch der 2. Vergaser durchlaufen mit durchschlagendem Erfolg. Ein weiteres Problem stellte sich ein, denn die Drosselklappen am ersten Vergaser ließen sich nicht mehr bewegen. Ich besorgte mir an der Total-Tankstelle in meiner Nähe 5Liter Dieselkraftstoff, den ich in einen 10Liter-Eimer umsetzte, um das Vergasergehäuse zu spülen. Erst mit fühlbarer und fein dosierter Gewalt ließen sich die Klappen bewegen. Nach der kompletten Reinigung fand der Zusammenbau statt.
Donnerstag, 25.01.2001:
Heute holte ich von der Verchromerei Wagener&Wessollek den 2. Vergaser ab und bezahlte dieselbe Summe von 50DM. Auch dieses Gehäuse spülte ich nach der Polieraktion akribisch durch, um alle unzulässigen Rückstände zu verbannen.
Samstag, 03.02.2001:

Das mittlerweile dritte mit Kohlefasergewebe überzogene Armaturenbrett gab ich bei der Firma C. Hufen ab und ließ es zweimal mit Klarlack behandeln. Zwischen den beiden Klarlackanstrichen schliff ich das Obermaterial noch einmal selbst an. Den Beitrag von 150DM bezahlte ich in dieser Lackierwerkstatt. Wie ich schon erwähnt habe, hatte ich ein drittes Armaturenbrett abgegeben, da die beiden vorherigen Versuche fehlgeschlagen sind. Später sollten sich auch hier Probleme zeigen, denn unter Hitzeeinwirkung reagieren die verschiedenen Materialien unterschiedlich, was zur regelrechten Blasenbildung führte. Aber davon später mehr.

Beim Einbau des Armaturenbretts gab es enorme Probleme zu bewältigen, da gewisse Öffnungen in ausreichender Größe nicht zur Verfügung standen. Der eingeschweißte Überrollkäfig versperrte den Zugang nach vorn; ein schräges Einsetzen funktionierte auch nicht. Durch die abgetrockneten Harzschichten ist die Flexibilität erheblich eingeschränkt. Also musste die Windschutzscheibe ausgebaut werden um diese Öffnung zum Einfädeln zu benutzen. Aber auch der Scheibenrahmen verjüngte sich nach oben hin, was nicht gerade hilfreich war. Putzlappen rechts und links sollten nun zur Schadensbegrenzung beitragen, denn mit Gewalt drückte ich das Armaturenbrett in seine entsprechende Einbaulage. Es knisterte ordentlich und ließ an den Seiten einen erheblichen Schaden erkennen. Nun rührte ich Harz und Härter an und bestrich die verletzten Stellen mit dieser Masse. Zum Schluss lackierte ich mit einer Klarlackdose die instand gesetzten Bereiche.

Mittwoch, 14.02.2001:
Ein Kündigungsschreiben bezüglich Haftpflicht-/Teilkaskoversicherung (Nr.: 018737817) habe ich verfaßt, um mein Fahrzeug anderweitig kostengünstiger versichern zu lassen. Dieses Schreiben schickte ich an die Neckura-Versicherung, speziell an Herrn Dietmar Haubold. Die Allianz-Versicherung machte mir indessen ein recht lukratives Angebot, dass ich einfach nicht ausschlagen konnte.
Dienstag, 27.02.2001:
Heute erhielt ich von der Neckura-Versicherung Post. Die Vertragskündigung ist eingegangen mit Bestätigung der Vertragsaufhebung zum Donnerstag, den 01.11.2001.
April 2001:

Da die neue Saison bald anfing und mein Bekannter Ralf Czilwik mich auf die nicht verchromten Scheinwerferhalterungen aufmerksam machte, mussten diese nun schnell noch einem Chrombad zum Opfer fallen. Aus diesem Grund baute ich die Scheinwerfer aus und entfernte deren Halterungen. So gut es ging, schliff ich die Teile und polierte sie. Das Bearbeiten war problematisch, da manche Ecken stark verwinkelt waren.

Einige Überlegungen waren von mir durchaus im Bereich des Kühlerausgleichsbehälters angestellt worden, diesen in einem anderen Outfit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Extrem störend wirkte sich der vergilbte Kunststoffbehälter aus, der zwar zwischenzeitlich durch einen Neuen ausgetauscht wurde, aber mit der Zeit eine Farbveränderung annahm. Als mir mein Bekannter Olaf Neubauer von der Firma Günter Brendel zu berichten wußte, war das meine Anlaufstelle um ein solches Behältnis in Aluminium anfertigen zu lassen. Ein Gespräch in diesem Monat ließ tief hoffen, sogar einen ausrangierten Behälter mit Deckel übergab ich ihm. Dass mich diese Anfertigung noch stark beschäftigt hatte, beschreibe ich noch an hierfür geeigneter Stelle.

Mittwoch, 25.04.2001:
Zwei Scheinwerferhalterungen ließ ich bei der Firma XXXXX verchromen, die mich diesmal sehr enttäuschte. Die Arbeit war zwar ordentlich ausgeführt, aber die Kosten von 100DM trieben mir das Wasser in die Augen. Ab jetzt war für mich klar, dass dieser Verchromer nur im Ernstfall Verchromungen an meinen Fahrzeugteilen durchführen sollte. Das war nicht nur teuer, sondern schon unverschämt.
Donnerstag, 10.05.2001:
Insgesamt 10 Innenverkleidungen aus Kohlefaserplatten habe ich mir damals angefertigt, die nur einen schwachen Glanzanstrich abgaben. Dem wollte ich abhelfen und schliff die Platten leicht an. Anschließend versiegelte die Firma C. Hufen die Fahrzeugteile mit einer Klarlackschicht und ließ sie von mir nochmals anschleifen. Eine 2. und letzte Lackschicht sollte nun zu mehr Glanz verhelfen und das tat sie auch. Ganze 200DM wechselten seinen Besitzer. Zum Schluss brachte ich sie an den dafür vorgesehenen Stellen wieder an.
Samstag, 12.05.2001:

Wieder einmal stand das regelmäßige Mantzel-Treffen auf dem Programm, bei dem ich präsent war. Nach 45km erreichte ich mein Ziel und tätigte unverzüglich die Anmeldungen bezüglich der Leistungsbeurteilung und der schönsten Opel. Den Betrag von 10DM, bezogen auf die Leistungsmes-sung, entrichtete ich. Bei der Leistungsprüfung handelte es sich immer noch um den BOSCH LPS 002 Prüfstand. Die Randbedingungen waren die Temperatur mit 27°C, das Barometer mit 753mmHg und die Reduktion mit 2,4%. Die Leistungsausbeute lag rechnerisch bei 190,8PS red. Man kann durchaus bemerken, dass man permanent mit einer Leistungsminimierung zu tun hat. Das ist darauf zurückzuführen, dass regelmäßig leistungssteuernde Komponenten des Motors von mir zerlegt und einer Nachbehandlung im Galvanikbad unterzogen wurden. Über eine Belegung des 2. Platzes mit Pokal- und Gutscheinübergabe freute ich mich sehr, dennoch war ich auch sehr betrübt, da der Schönheitswettbewerb keine erfreulichen Kenntnisse brachte. Die Juroren, die einem gemeinsamen Club entstammten, übertrugen 4 der begehrten Pokale an ihre eigenen Vereinsmitglieder, einen Letzten an ein für mich unbekanntes Fahrzeug. Als wir bemerkten, dass ein Mitglied provokativ seinen 4. Platz zur Schau stellte, gingen wir mit mehreren Teilnehmern auf diese Person zu und stellten sie zur Rede. Das Fahrzeug war keinesfalls berechtigt, einen solchen Pokal zu erhalten, so war die einhellige Meinung. Etwas "rotzfrech" kam eine Jurorin auf uns zu und versuchte sich zu rechtfertigen, leider ohne Erfolg. "Dann bewertet Ihr doch, wenn Ihr das besser könnt" war von ihr zu hören. Letztendlich kann man im Nachhinein nichts ändern, nur akzeptieren, auch wenn man von einer gezielten Falschbeurteilung ausgehen konnte. Etwas getrübt trat ich den Heimweg an, behielt aber im Hinterkopf, dass der Tag doch eigentlich erfolgreich zu Ende gegangen und man um eine Erfahrung reicher geworden ist.

Auf den Bildern 2001/1 bis 2001/4 lässt sich der augenblickliche Zustand erkennen.

Bild 2001/1
Bild 2001/2
Bild 2001/3
Bild 2001/4
Montag, 14.05.2001:
Da der Bekannte Lothar mich bezüglich der Dyna Tech M2-Räder regelrecht aufgeheizt hat und mir diese sehr zu gefallen schienen, stattete ich der Firma DSM Schröder Motorsport in Herdecke einen gnadenlosen Besuch ab. Dort bestellte ich 5 Dyna Tech M2-Räder in der Größe 8Jx15H2, ET20 mit 195/45R15 78W, Dunlop SP2000 mit Montage. Der Gesamtpreis beinhaltete stolze 5.880DM. Da die Rad-/Reifenkombination ja noch nicht vorlag, habe ich eine Anzahlung in Höhe von 500DM geleistet.
Donnerstag, 17.05.2001:
Im Hagebaumarkt Ziesak bekam ich Kleb- und Dichtmasse für Motorhaubenspiegel, die mich letztendlich 15DM gekostet hat. Die Befestigung der Spiegel habe ich mit dieser flexiblen Masse vorgesehen.
Samstag, 19.05.2001:
Bei der Prüfstelle in Ennepetal fand in großem Rahmen ein Frühjahrsfest statt. Viele namhafte Firmen mit ihren Fahrzeugen waren vertreten. Zwischen 10:00h und 17:00h konnte das Event von den Gästen aufgesucht werden. Auch ich nahm mit meinem Boliden teil und parkte direkt gegenüber des Haupteingangs neben einem Polizeibus. Der Andrang und das Interesse waren angenehm groß. Nach 17:00h rief mein Bekannter Christoph Pichura an um zu fragen, wie es mir geht. Ich entgegnete ihm, dass ich mich zur Zeit beim TÜV Ennepetal befinde und mein Fahrzeug hier ausgestellt habe. Das reizte den Christoph, so dass er es sich nicht nehmen lassen wollte, einfach vorbeizuschauen. Nach Feierabend fuhren wir gemeinsam in Richtung Heimat, wobei wir uns gegenseitig noch mittels Gaspedal anheizten.
Montag, 21.05.2001:
Da ich nur die Nockenwellenlagerung, die Zündspulenhalteplatte und den Ölmessstab verchromen lassen wollte, übernahm ich die nötigen Schleifarbeiten in meinem Keller. Die Kellertür dichtete ich mit mehreren Putzlappen ab, damit der Schleifstaub nicht die anderen Kellerräume verdreckt. Ich schliff konsequent, wie bisher bei meinen anderen Arbeiten, versuchte mich aber dennoch etwas kürzer zu halten. Mit Fächerschleifern leistete ich die Vorarbeit, anschließend kam Schleifpapier zum Einsatz. Schließlich zum Schluss polierte ich die Teile auf Hochglanz.
Dienstag, 29.05.2001:
Heute konnte ich meine komplette Bestellung, die ich bei der Firma DSM Schröder Motorsport in die Wege geleitet habe, entgegen nehmen und bezahlte den Restbetrag von 5.380DM. Als ich meine Ware verladen habe, bat mich der Firmeninhaber, mein Fahrzeug mit angebrachten Dyna Tech-Rädern vorbeizubringen. Er würde gern ein paar Fotos für seine Internetseite abwickeln, damit diese interessanter erscheint. Auf eine solche Publizität kann ich gerne verzichten. Dies könnte den Eindruck erwecken, ich hätte eine Reihe von Veränderungen durch diese Firma erst möglich machen können. Dem ist ja nicht so.
Donnerstag, 31.05.2001:
Da ich bei der Firma XXXXX das letzte Mal so enttäuscht war, ließ ich die Nockenwellenlagerung, die Zündspulenhalteplatte und den Ölmessstab bei der Firma A. Schröder verchromen. Ich entrichtete dafür den Betrag von 20DM. 
Freitag, 01.06.2001:
Um 08:29h ließ ich eine Untersuchung nach §47a StVZO durchführen, die keine erkennbaren Mängel aufzeigte. Die Kosten betrugen 0DM. Lediglich bei der Austragung von Käfigteilen musste ich in die Tasche greifen und 38DM bezahlen. Der bis dato abgelaufene Kilometerstand betrug 203.686km. Die Untersuchungen fanden an der Technischen Prüfstelle in Ennepetal statt.
Mittwoch, 06.06.2001:
Meiner Frau Kerstin hatte ich meinen Kadett D übergeben, um die geänderte Rad-/Reifenkombination eintragen zu lassen. Somit fuhr sie zur Prüfanlage nach Witten, wo dann die Eintragung ohne Komplikationen in den Fz-Brief erfolgte. Die Begutachtung nach §19.2 StVZO kostete mich 25DM. Der aufgezeigte Kilometerstand des Tachometers betrug exakt 203.768km.
Freitag, 08.06.2001:
Die Änderungen im Fahrzeugbrief ließ ich unverzüglich in einen neuen Fahrzeugschein übertragen. Das Straßenverkehrsamt Bochum hat um 09:13:52h den Betrag von 21DM gefordert. Für die Änderung war Frau Krause, Abteilung 32 4, Ordnungsamt der Stadt Bochum verantwortlich.
Sonntag, 10.06.2001:

Der Opel-Club Waltrop e. V. organisierte sein 3. Treffen, bei dem ich mein "blaues Wunder" erleben sollte. Das Ergebnis war ein enttäuschender 3. Platz in der Kategorie Kadett D. Da wird permanent am Fahrzeug optimiert und verschönert und was ist dann das Ergebnis? Eine Rückstufung. Ziemlich geknickt fuhr ich dann die Heimreise an und legte insgesamt etwa 60km zurück.

Siehe hierzu auch die Bilder 2001/5 und 2001/6, bei denen der Kadett erstmalig mit den 3-teiligen Dyna-Tech-Rädern ausgerüstet war.

Bild 2001/5
Bild 2001/6
Dienstag, 26.06.2001:
Von dem Ausgang des Waltroper Opel-Treffens ließ ich mich nicht großartig beeindrucken, sondern ging weiter in die Offensive. So bestellte ich telefonisch bei der Firma Lange+Ritter eine 1kg-Dose Siliconkautschuk-Abformmasse Elastosil M-4503, eine 50g-Flasche Härter T-35 für Silicon-kautschuk M-3500 / M-4503, eine 0,25 Liter Flasche Trennwachs STANDARD (enthält Isopropylalkohol), 1 LARIT L-285 Epoxid-Laminierharz 1,0kg-Dose und 1 EP-Härter LARIT-285 blau/Polyamine 0,4kg-Dose. Alles zusammen inklusive der Verpackungs- und Transportkosten belief sich auf einen Preis von 156,95DM.
Mittwoch, 27.06.2001:
Die Rechnung der gestrigen telefonischen Absprache mit der Firma Lange+Ritter ist an dem heutigen Tag formuliert worden.
Donnerstag, 28.06.2001:

Die bestellten Accessoires von der Firma Lange+Ritter sind eingetroffen und wurden von mir bezahlt. Dabei wechselte 159,95DM den Besitzer.

Etwa 3 Wochen später begann ich mit dem Auflaminieren des Kohlefasergewebes auf den Wischerarm, die Türöffner, die Türgriffe, die Embleme der Räder, die Verschlüsse und die Außenspiegel. Dabei mischte ich nach vorgegebenem Mischungsverhältnis Harz und Härter miteinander, bevor ich mittels Pinsel die Masse auftrug. Anschließend legte ich das Gewebe auf. Problematisch sind hierbei die stark verwinkelten Körper, die ein Auflegen nicht gerade einfach machen. Deshalb halfen mir bei dem Wischerarm, der Türöffner und -griffe Wäscheklammern, die ich mir im Kaufhaus Real besorgte. Sechs Klammern einer besonderen Greifkraft, die ich auf dem Trödelmarkt käuflich erwarb, zeigten in den sehr komplizierten Bereichen fulminant ihre einzigartige Wirkung. Danach kamen noch mehrere Lagen Harz/Härter auf die laminierte Oberfläche, bis die Struktur nur noch latent vorherrschte. Mein Schwiegervater leihte mir noch seinen Heizlüfter, der in meinem Alltagsfahrzeug etwa 60°C erreichte; ausreichende Temperaturen, um die Teile nun zu tempern. Nach etwa 10 Stunden sollte das reichen und ich begann, die Oberfläche glatt zu schleifen. Anfangs half mir da der Schleifklotz, später dann handelsübliches Schleifpapier. Dann ging es später ab zum Lackierer.

Sonntag, 01.07.2001:

Ein weiteres Treffen, welches beim Opel-Händler Raupach in Gladbeck zum 1. Mal veranstaltet wurde, ließ ich mir nicht entgehen. Etwa 38km legte ich zurück mit einer positiven Erwartungshaltung. Dort konnte ich einen 2. Platz in der Kategorie Kadett D belegen, der mich schon positiv stimmte.

Das nachstehende Bild 2001/7 konnte aus dem Internet, erstellt durch die motorscene, hervorgeholt werden.

Bild 2001/7
Juli 2001:
Das Schleifen von Fahrzeugteilen hatte mich fest im Griff, so dass 35 dieser Teile von mir geschliffen und anschließend poliert wurden. Als Werkzeuge kamen Bohrmaschine, Fächerschleifer, Schmirgelpapier, Schleifklotz und Polierscheiben zum Einsatz. Involviert waren unter anderem das Wischergestänge, die Scharniere der Heckklappe, die Türpins, das Heckklappenschloss, die Fensterkurbeln, der Schaltknauf, die Motorhaubenbügel und diverse Schrauben. Nach getaner Arbeit gab ich sie später bei der Verchromerei S. ab.
Montag, 02.07.2001:
Es musste einfach noch mehr Glanz in den Motorraum gezaubert werden und so hatte ich dem Stefan Vollenbruch (Firma GTE-Motorsport) einen Besuch abgestattet. Dort verkaufte man mir Motorhaubenspiegel 7-teilig für den Preis von 250DM. Diese polierte ich dann noch in mehreren Stun-den bei dem Bekannten Jens Becker nach, um einen tieferen Glanz zu erhalten. Eigentlich hatte ich vor, eigene Edelstahlbleche anzufertigen. Besorgt habe ich sie mir schon und versucht, sie mit Hilfe einer Blechschere auszuschneiden. Dabei hatten sich die Umrandungen stark verformt. Um diese Bleche wie einen Spiegel erstrahlen zu lassen, hätte von mir eine sehr umfangreiche und umfassende Arbeit abverlangt werden müssen. Diesen Aufwand wollte ich mir nicht zu Gemüte führen. Auch waren die ausgeschnittenen Bleche zu klein, man hätte sie größer dimensionieren müssen. Dieses hätte den Kauf neuen Materials erforderlich gemacht.
Dienstag, 03.07.2001:

Nach einer telefonischen Absprache bestellte ich einen kompletten Stahlkäfig mit diversem Zubehör bei der Firma Heigo Autotechnik. Die Kosten beliefen sich auf 2.194,31DM.

Meine feste Absicht bestand darin, nun auch den Innenraum mit mehr Glanz in Form von Chrom auszustatten. Dabei musste der eingeschweißte Überrollkäfig weichen und einem vorerst angelieferten, schwarzen Stahlkäfig den Platz zur Verfügung stellen. Die dann aufgetretene, aufwendige Arbeit wird an geeigneter Stelle noch detailliert beschrieben.

Freitag, 06.07.2001:
Heute stattete ich der Autoverwertung Lingner in Bochum einen Besuch ab. Dabei besorgte ich mir 2 Außenspiegel vom Opel Corsa A. An Ort und Stelle bezahlte ich den Betrag von 50DM. Die "alten" California-Spiegel passten nicht so recht an die Spiegelecke, es sah mehr gepfuscht als ordentlich aus. Die neuen Außenspiegel passten stattdessen einwandfrei, nur etwas Nacharbeiten an der inneren Verschraubung war angesagt.
Dienstag, 21.08.2001:
Nun hatte die Firma S. durch mich zusätzlich noch viel zu tun. Bereitwillig nahm der Verchromer Herr Busch meine Teile entgegen, die ich heute abholen konnte. Dabei waren unter anderem Motorhaubenbügel, Wischergestänge, Scharniere Heckklappe, Türpins, Heckklappenschloss, Fensterkurbeln, Schaltknauf und diverse Schrauben - alles in allem insgesamt 35 Fahrzeugteile. Der Gesamtpreis betrug 50DM. Nun stand dessen Einbau auf dem Programm.
Mittwoch, 05.09.2001:
Indessen gingen die Arbeiten mit der Verarbeitung des Kohlefasergewebes auf vollen Touren weiter. Bei der Firma C. Hufen holte ich die mehrfach mit Klarlack behandelten Kohlefaserteile, wie Außenspiegel, Embleme der Räder, Türgriffe, Türöffner, Wischerarm und Verschlüsse endlich ab. Der Betrag von 200DM wurde von mir an diese Firma entrichtet. Etwas dezenten Druck auf die Lackiererei übte ich aus, da am Sonntag, den 09.09.2001 das nächste Treffen auf dem Programm stand. 
Sonntag, 09.09.2001:
Das 2. organisierte Treffen wurde vom Opel Team Bochum e. V. ins Leben gerufen, bei dem ich bereitwillig die knapp 10km Hinfahrt in Kauf genommen habe. Es sollte für mich am heutigen Tag traumhaft laufen. Denn gleich zweimal konnte ich einen 1. Platz in Empfang nehmen. Zum einen in der Kategorie Kadett D und zum anderen in der Sparte schönster Motorraum, bei dem ich nun wirklich einiges an Arbeit und Kraft hinterlassen hatte. Dieses Jahr war das Bochumer Event für mich das letzte Treffen, gleichzeitig ein absolut erfolg- und ruhmreicher Abschluss. Grund genug, sich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen, sondern mit Fleiß an neuen Dingen zu arbeiten. Die Bewertung nahmen an dem heutigen Tag der frühere Arbeitskollege Frank Steube und der Bekannte Ralf Czilwik vor. Recht regnerisch präsentierte sich dieser Tag, an dem ich auch im Fahrzeug mit teilweisem Wassereinbruch rechnen musste. Leichte Undichtigkeiten im Bereich der Dichtungen ließen starke Feuchtigkeit eindringen. Der Bekannte Jens Becker stellte auf dem Treffen ein Foto von meinem Fahrzeug her, das er mir später zukommen ließ. Das Bild 2001/8 zeigt den durch Regen getadelten Kadett D. 
Bild 2001/8
Auch bei den nächsten beiden Bildern 2001/9 und 2001/10 stand die motorscene Pate.
Bild 2001/9
Bild 2001/10
Mittwoch, 10.10.2001:

Über den Bekannten Christoph Pichura, der bei Classic Data in Castrop-Rauxel arbeitet, habe ich dort eine Kurzbewertung nach dem Classic Data System vornehmen lassen. Der qualifizierte Sachverständige Jochen Strauch hatte die Bewertung durchgeführt. Mit einem Kilometerstand von 204.064km erschien ich dort mit meinem Kadett D zu einem Vorstellungstermin. Als zusätzliche wertbeeinflussende Faktoren wurden unter anderem die LM-Felgen, Motorteile und diverse Anbauteile poliert bzw. verchromt, Kohlefaser-Armaturenbrett und Verkleidungen, Hosenträgergurte, Überrollkäfig, Alcantara-Sportsitze, Colorglas, Sportlenkrad, Sportfahrwerk und die gesamte Technik nach Neuaufbau ca. 5.000km aufgeführt. Als Zustandsnote wurde eine 1,5 ermittelt. Aus der Zustandsnote und der dazugehörigen Marktbeobachtung inklusive diverser Korrekturen ergab sich ein geschätzter Marktwert von 17.900DM. 

Die Kurzbewertung und die dazugehörigen 5 Fotos habe ich im Nachfolgenden visuell veranschaulicht.

Montag, 15.10.2001:
Die Rechnung bezüglich des Classic Data-Wertgutachtens mit der Nummer KB15101 wurde am heutigen Tag fertig gestellt. Für die Erstellung der Bewertung einschließlich Foto- und Bürokosten haben sie sich erlaubt, eine Gebühr von 165DM zu berechnen. Leider ist bei der Adresse etwas schief gelaufen, denn die Post wurde an die Straße "Auf dem Jäger 12" weitergeleitet. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass die Rechnung an mich weiter gereicht wurde. Der falsche Adressat las meinen Namen und suchte meine Rufnummer aus dem Telefonbuch heraus. Dann rief er mich an und bat mich, bei ihm vorbeizuschauen, was ich auch sofort in die Tat umsetzte.
Donnerstag, 18.10.2001:
Heute überwies ich die Summe von 165DM an die Sparkasse Castrop-Rauxel zu Händen der Classic Data. Bei der Überweisung hatte mich die Volksbank Bochum Witten eG, die Zweigstelle Langendreer-Dorf, tatkräftig unterstützt.
Donnerstag, 13.12.2001:
Die Rechnung der Firma Heigo Autotechnik wurde verfaßt. Enthalten waren "Stahl-Käfig, Stahl-Flankenschutz, Stahl-Querstrebe hinter den Sitzen, X-Diagonale mittig verschweißt mit Gabelkopfbefestigung, Streben B- auf C-Säule Ausführung 1, Gabelköpfe vergoldet". Zudem kamen noch die Verpackungs- und Versandkosten hinzu.
Samstag, 15.12.2001:
Die am Dienstag, den 03.07.2001 telefonisch angeforderte Bestellung ließ heute ein großes und schweres Paket eintreffen. Der Überrollkäfig mit allen nötigen Anbauteilen von der Firma Heigo Autotechnik war eingetroffen. Beim Bezahlen bekam ich zwar leichte Bauchschmerzen, aber dennoch musste der Betrag  von 2.197,31DM an den Postboten überreicht werden. Leider ist eine Berücksichtigung von 2- auf 4-Türer nicht umgesetzt worden, obwohl ich das veränderte Maß der B-Säule bei meinem 4-Türer telefonisch angegeben habe. Trotzdem konnte ich den Überrollkäfig anpassen, auch wenn diese Arbeit mich zu 100% forderte.
Montag, 24.12.2001:
Von meinen Schwiegereltern bekam ich heute einen polierten Feuerlöscher zu meinem 34. Geburtstag geschenkt. Diesen setzte ich später auf die hintere Radhausabstützung.