Weiteres Veredeln durch Carbon und Chrom,
Anfertigen bzw. fertigen lassen von Zubehör und
erneutes Erscheinen des Kadett D in der GTI-Plus
 
Januar 2002:
Da ich nicht wegen jeder Kleinigkeit die Spedition Dören zwecks Schleif- und Polierarbeiten aufsuchen wollte, hatte ich nachfolgende Fahrzeugteile in meinem Keller des Hauses 72 auf Vordermann gebracht. Es handelte sich um zwei Feuerlöscherhalterungen, vier Bügel der Sitzbefestigung sowie vier Halter der hinteren Stoßstangenbefestigung. Um so wenig Unannehmlichkeiten wie möglich zu erzeugen, hatte ich die Tür mit Textilstoffen abgedichtet. Danach kam meine Bohrmaschine und die Fächerschleifer zum Einsatz. Anschließend schliff ich von Hand bis zu einer polierfähigen Oberfläche. Der letzte Arbeitsgang beinhaltete dann schließlich das Polieren mit entsprechender Wachse. Diese hatten zudem noch die Aufgabe, einen leichten Korrosionsschutz zu bilden. Da der Verchromer nicht immer im Stande war, zügig mit der Chrombearbeitung zu beginnen, war diese Art des Schutzes ein probates Mittel, um der Leerlaufzeit entgegenzuwirken.
Sonntag, 27.01.2002:
Lange Zeit habe ich gebraucht, um endlich meine Azev-Räder zu verkaufen. In der flash Opel Scene hatte ich sie inseriert und an manchen Fahrzeugseitenscheiben klafften die Verkaufsseiten. Dann inserierte ich die "Azevs" in der Größe 7,5x16H2, ET25 mit 205/45R16 Bereifung für 600€ im Reviermarkt, bis sich XXXXX meldete und den Preis zu bemängeln hatte. Da ich den Preis schon um einiges nach unten korrigiert hatte, kam für mich eine Preisminderung nicht in Betracht. Das Alter der Räder von mehreren Jahren ließ ihn weiter verstummen und das rege Interesse schwinden. Da die Felgen im hochglanzpolierten Zustand eine Augenweide darstellten und ich ihm das rhetorisch übermittelte, kam er doch vorbei und war fasziniert. Nun wollte er sich diese Räder an seinem Fahrzeug, einem schwarzen BMW-Cabrio, Typ E30 montieren. Ich half ihm beim Anschrauben an der Vorderachse mit und stellte fest, dass sich das Rad nicht mehr drehen ließ, da es am Bremssattel anlag. Das interessierte den Käufer wenig, er trat eine Probefahrt an und ließ die Räder "einschleifen". Zum Schluss nahm er 4 der Azev-Räder mit, das letzte Rad verblieb dann bei mir. Insgesamt bekam ich die ausgemachten 600€, die er mit seiner Unterschrift bestätigte. Nach einigen Tagen rief er mich an, da er die Felgen nicht eingetragen bekam. Das Problem war nicht die Freigängigkeit zum Bremssattel vorn, sondern die Tachoüberprüfung. Nach einem Gespräch mit dem zuständigen Prüfer konnte aber kein Konsens gefunden werden, die Tachoüberprüfung war fällig. Aber damit konnte XXXXX ja leben.
Montag, 28.01.2002:
Vor ca. 9 Monaten habe ich auf Anraten des Bekannten Olaf Neubauer die Firma Günter Brendel aufgesucht, um einen Kühlerausgleichsbehälter aus Aluminium anfertigen zu lassen. Zeitlich könnte es sich aber noch etwas hinziehen, um das Behältnis fertigzustellen. Nach etlichen Anrufen konnte dann endlich meine Bestellung heute abgeholt werden. Den Betrag von 40€ übergab ich ihm und verließ anschließend die Räumlichkeiten. Hinsichtlich der Dichtheit stellten sich nun Probleme im Gewindebereich ein, da unterschiedliche Materialien miteinander verschweißt wurden. Zu der Fehlerbehebung später mehr.
Februar/März 2002:

Da ich mehrere Kunststoffteile am Fahrzeug hinsichtlich der Optik als störend empfand, entschied ich mich für Abhilfe zu sorgen. Die involvierten Teile waren unter anderem die komplette Stoßstange vorn und hinten, 2 Kunststoffdreiecke (Entlüftung), Verteilerkappe, Bremsflüssigkeitsbehälter mit entsprechendem Deckel sowie der Deckel vom Kühlerausgleichsbehälter. Ein Laminieren des Behälters der Bremsflüssigkeit, der beiden Deckel und der Verteilerkappe war aber nicht einfach. Ich musste eine Negativform abbilden. Diese erreichte ich dadurch, dass ich die räumlichen Körper mit einem Gemisch aus Siliconkautschuk und Härter bestrich und trocknen ließ. Am folgenden Tag schnitt ich dieses nun gummiartige Gebilde auf und zog es von der Form ab. Dann strich ich ein Harz/Härter-Gemisch auf die Teile auf und legte das Kohlefasergewebe darüber. Die Siliconformen wurden indessen mit Trennwachs eingestrichen um sich später vom harzdurchtränkten Köpergewebe entfernen zu lassen. Nun drückte ich die Form dagegen und wartete einen ganzen Tag. Vorsichtig beseitigte ich den Negativabdruck und war begeistert. Mit dem Resultat konnte man zufrieden sein. Nun bestrich ich etwa 5 bis 6-mal die Oberfläche mit dem Harz/Härter um sie anschließend in meinem Alltagsauto mit Hilfe eines Heizlüfters zu tempern. Bei den Stoßstangen und der Entlüftungsdreiecken war ein Erstellen von Formen nicht nötig, diese ließen sich ohne weiteres laminieren. Gleiches Prozedere galt auch für die zuletzt erwähnten Fahrzeugteile. Zum Schluss war akribisches "Schmirgeln" angesagt bis hin zum Nassschleifen. Speziell die Stoßstangen bearbeitete ich großflächig mit einem Schleifklotz. 

Die vordere Stoßstange hatte nach dem Tempern Ablösungserscheinungen aufgezeigt, die ich anschließend mit angerührtem Harz/Härter erneut in diesem Bereich bestrich. Durch diese Vorgehensweise ließ sich das Malheur einigermaßen kaschieren.

Samstag, 02.02.2002:
Bei der Firma AFRA Autoteile besorgte ich mir 1 Metalix A (200ml) für den Preis von 12,84€. Damit versuchte ich akribisch, das Dichtheitsproblem am Kühlerausgleichsbehälter aus der Welt zu schaffen. Aber die Temperaturen und Drücke waren so hoch, dass man mit diesem Mittel dieses Malheur nicht in den Griff bekam. So rief ich erneut bei der Firma Brendel an und schilderte das Problem. Laut seiner Aussage verfügte er aber nicht über ein Stück Vollaluminium in "Reinkultur", sondern nur über Aluminium mit Bleizusätzen, um das Zerspanen zu vereinfachen. Ich müsste mir ein solches Rundmaterial im Durchmesser 60mm und einer Länge von 50mm besorgen. Nach unzähligen Anrufen wurde ich fündig und bekam es in einer Dreherei in der Stadt Unna. Dort bezahlte ich 10€ und fuhr glücklich und zufrieden nach Hause. Herr Brendel meinte zwar, dass es sich nicht um das optimale Material handelte, aber trotzdem ließ er es mit dem Gewinde versehen und verschweißte es. Nach mehreren Monaten und erneut vielen Anrufen war das Projekt endgültig fertig gestellt und konnte am Donnerstag, den 20.02.2003 abgeholt werden. Aber davon an dem besagten Tag mehr. 
Donnerstag, 07.02.2002:
Schon lange war ich nicht mehr bei der Firma FeixMeures, doch heute sollte der Bann gebrochen werden. Ein Innenteil für den Preis von 74,60€ sollte es noch sein.
Freitag, 22.02.2002:
Die Verchromerei S. hatte mir 2 Feuerlöscherhalterungen, 4 Bügel der Sitzbefestigung und 4 Halter der hinteren Stoßstangenbefestigung mit einem Chromüberzug versehen. Ganze 15€ kostete mich diese Arbeit.
Freitag, 05.04.2002:
An der Prüfanlage in Hattingen ließ ich eine Hauptuntersuchung nach §29 StVZO durchführen, die für mich keine Kosten in Anspruch nahm. "Ohne erkennbare Mängel" hieß die Begründung, mit der eine Prüfplakette nicht verweigert werden konnte. Mit einem Kilometerstand von 204.217km und einer zurückgelegten Wegstrecke von insgesamt 34km konnte das Fahrzeug anschließend in der Garage versenkt werden.
Montag, 08.04.2002:
Die Firma C. Hufen hatte erneut mehrere Fahrzeugteile von mir bekommen, die mit mehreren Klarlackanstrichen versehen werden mussten. So waren es die komplette Stoßstange vorn und hinten, 2 Kunststoffteile (Entlüftung), Verteilerkappe, Bremsflüssigkeitsbehälter mit entsprechendem Deckel sowie der Deckel vom Kühlerausgleichsbehälter. Als ich heute alles zusammen abholte, bezahlte ich die Summe von 125€.
April / Mai 2002:
Nachdem ich die oben erwähnten Kohlefaserteile am Fahrzeug verbaut hatte, machte ein Bekannter, der am Garagenhof wohnhaft ist, einige bemerkenswerte Fotos. Das Bild 2002/1 zeigt unter anderem deutlich, das sich einen speziellen Aluminium-Griff im Innenbereich der vorderen Türen angebracht habe. Dieser gefiel meiner Frau und dem Bekannten nicht, so dass ich mich anderweitig entschieden hatte. Ich sah ein, dass die visuelle Wirkung nicht ganz gelungen war. Es nutzte nichts, denn nun besorgte ich mir Alu-Stangenmaterial aus dem Hagebaumarkt, schnitt eine definierte Länge ab, bog die Enden um, bohrte Löcher in diese Endstücke und schnitt zum Schluss ein Gewinde hinein. So konnte ich die Bügel ander Türverkleidung befestigen. Später ließ ich diese noch verchromen. Die Bilder 2002/2/3/4 dokumentieren den damaligen Istzustand.
Bild 2002/1
Bild 2002/2
Bild 2002/3
Bild 2002/4
Mittwoch, 08.05.2002:
Von der Allianz-Versicherung bekam ich einen Bescheid, der meine Haftpflichtversicherung betraf. Die Tarifgruppe: B, Regionalklasse: 6, Typklasse: 19, Beitragssatz: 45% - Klasse SF 10 waren die wichtigen Parameter. Die monatliche Zahlungsweise sollte 27,53€ betragen, laufend für die 7 angemeldeten Monate im Jahr.
Freitag, 24.05.2002:
Um 11:12h hatte ich an der Prüfanlage in Ennepetal eine Abgasuntersuchung nach §47a StVZO durchführen lassen. Ohne erkennbare Mängel und zudem noch kostenlos. Der Tachometer zeigte genau 204.314km an. Nach 30km Rückfahrt konnte ich anschließend das Vehikel in die Garage zurückstellen.
Samstag, 25.05.2002:

Das große Mantzel-Spektakel war angesagt, bei dem ich leider selbst nicht hinfahren konnte, da ich beruflich eingespannt war. Gefahren ist meine Frau Kerstin, die ihre Schwester Evelyn Niemczyk mitnahm. Ich kam später mit dem Kadett E mit dem amtlichen Kennzeichen BO-YV285 von meiner Frau nach. Dort, nach etwa 45km angekommen, stellten sie das Fahrzeug ab und meldeten sich zum einen bezüglich der Leistungsmessung und zum anderen des Schönheitswettbewerbes an. Während meiner Abwesenheit chauffierte Kerstin den geliebten Kadett D in Richtung Leistungsprüfstand, wo dann ein Mitarbeiter der Firma Mantzel das Weitere übernahm. Die Startnummer 18 wurde vergeben und hinsichtlich des Leistungsprotokolls die Temperatur mit 24,5°C, das Barometer mit 750mm Hg, die Reduktion mit 2,0% sowie schließlich die Leistung von 192,8PS red. ermittelt. Es handelte sich bei dieser Messung um den BOSCH-Prüfstand LPS 002. Der Betrag von 10€ ist diesmal entrichtet worden, gleich die etwa doppelte Gebühr. Belegt habe ich den 3. Platz und wurde mit einem Pokal und diversen Kleinigkeiten ent-/ belohnt. Was mir allerdings garnicht gefallen hat, war die Tatsache, dass der Fächerkrümmer auf den Rollen beschädigt wurde und dieses anscheinend niemanden interessiert hat. Meine Meinung ist nämlich, dass man durchaus in der Lage sein muss, Geräusche zu vernehmen, da die Geräuschkulisse sich noch im erträglichen Rahmen befindet, bevor die entsprechende Leistung des Motors abgefragt wird. Letztendlich erklärte ich mich damit einverstanden, dass die Firma Mantzel keinerlei Haftung für eventuelle Schäden während oder als Folge der Leistungsprüfung übernimmt. Das habe ich auch mit meiner Unterschrift bestätigt. Daraus resultierend verbleibe ich natürlich selbst auf diesem Kostenberg sitzen. Von da an stand für mich fest, nie wieder an einer Leistungsmessung der Firma Mantzel teilzunehmen.

Plötzlich wurde ich abermals zur Prämierung nach vorn gerufen und belegte beim Schönheitswettbewerb einen grandiosen 1. Platz. Hier konnte ich einen Gutschein entgegen nehmen, der 150€ wert war. Für diesen bekam ich später noch blaue Hosenträgergurte des Herstellers Schroth, aber davon an passender Stelle mehr.

Bevor ich die Heimreise antreten wollte, sprach mich der Fotograf Stefan Kraus, der der Zeitschrift GTI Plus angehört, an und war an einem Foto-Shooting interessiert. Wir sind uns schon einmal freitags im Ruhr-Park in Bochum begegnet und wollten einen Foto-Termin in die Wege leiten, haben diesen aber gecancelt, da wir keine Einigung erzielen konnten. Ich wollte keine erotisch anmutenden, weiblichen Geschöpfe im Bereich des Kadett D postiert haben, da man das Fahrzeug eher im Vordergrund sehen sollte. Das passte Herrn Kraus nicht so recht, dass ich ihm meine Wünsche so auftrug. Beim Opel-Event Mantzel allerdings war er bereit, den Kadett D in seiner vollen Pracht zu fotografieren und später abzulichten.

Drei der Fotos vor Ort sind in den nachfolgenden Bildern 2002/5/6/7 aufgeführt.

Bild 2002/5
Bild 2002/6
Bild 2002/7
Freitag, 07.06.2002:
Den erhaltenen Gutschein von der Firma Mantzel habe ich auch dort wieder eingelöst. Für die "150€" bekam ich 2 Schroth H-Gurte in blau Statik rechts/links. Da sie ein wenig teurer waren, zahlte ich insgesamt noch 6€ drauf. 
Sonntag, 09.06.2002:

Zum 3. Mal in Folge besuchte ich nun das Opel-Treffen in Waltrop, das vom Opel Club Waltrop e. V. mittlerweile zum 4. Mal organisiert wurde. Am heutigen Tag war allerdings meine Stimmung nicht so geladen, wie letztes Jahr, als ich mit etwas Glück noch einen 3. Platz abräumte. Die Jury war sich einig, dass in der Kategorie -Schönster Kadett D- der Pokal des 1. Platzes an mich weiter gereicht werden sollte. Das stimmte mich zufrieden, wenn man bedenkt, wieviel Arbeit seit dem letzten Treffen in das Fahrzeug geflossen sind. Mit dieser Laune fuhr ich dann überwiegend die etwa 30km auf der Bundesstraße 235 entlang Richtung Heimat.

In den Bildern 2002/8 und 2002/9 kann man sich bildlich von der Szenerie überzeugen. Siehe auch den orangefarbenen Kadett D im Hintergrund meines Bekannten Dirk Wierczeyko.

Bild 2002/8
Bild 2002/9
Mitte Juni 2002:
Inspiriert vom Waltroper Opeltreffen mussten meine Vergasertrichter verchromt werden. Ich schliff sie im Keller auf die Schnelle sauber und glatt und polierte sie anschließend. Lange hatte ich überlegt, ob diese Entscheidung die Richtige ist. Mehrere Bekannte waren der Meinung, dass eine Reihe von angesaugter Verschmutzung letztendlich zum Totalausfall des Motors führen könnte. Sicherlich beeindruckte mich diese Sichtweise, aber das Risiko war es mir wert und Probleme diesbezüglich sind noch nicht eingetreten.
Freitag, 14.06.2002:
Einen Bescheid bekam ich von der Allianz-Versicherung bezüglich der Zahlungsweise meiner Haftpflichtversicherung. Die Zahlungsweise wurde nach meinem Dafürhalten auf -jährlich- gesetzt. Dies betrifft allerdings nur die saisonalen Monate von 04-10. Die Einstufungskriterien waren die Tarifgruppe B, Regionalklasse 6, Typklasse 19, Beitragssatz 45% - Klasse SF 10. Der Gesamtbetrag, der zu entrichten war, betrug 192,68€.
Freitag, 05.07.2002:
Da ich kaum Zeit hatte, die Verchromerei S. zu kontaktieren, musste ich 4 Trichter meiner Weber Doppel-Vergaser bei der Firma Wagener&Wessollek verchromen lassen. Den Vorteil, den diese Verchromerei besitzt, ist ein zügiges Arbeiten. Für 40€ konnte ich anschließend meine Teile mitnehmen. 
Sonntag, 07.07.2002:

Das Opel-Team Koblenz organisierte sein 2. Treffen, dass ich zum ersten Mal besuchte. Ganze 210km Wegstrecke lagen vor mir, die ich aber recht gut über weite Teile der Autobahn zurücklegen konnte. Dort angekommen, war ich überwältigt von dem großen Andrang jeglicher Opel-Fahrzeuge. Leider hatte ich dort meine beiden Bekannten Mario Poschar und Tirza Ollrich nicht gesehen, obwohl sie dort auch zum Stelldichein hingefahren sind. Einen grandiosen 1. Platz in der Kategorie Kadett D bescherte man mir, die Freude war natürlich sehr groß. Nun muss ich sagen, dass wir bei der Bewertung zu zweit waren, also jegliche Konkurrenz fehlte. Gegen meinen alleinigen Konkurrenten konnte ich gut bestehen und habe auch verdient diesen Platz erhalten. Zwar stand mir eine lange Heimreise bevor, aber das störte mich heute auch nicht großartig.

Nach langer Recherche fand ich vom Opelteam Koblenz ein Foto im Internet, das mit Bild 2002/10 dargestellt wird.

Bild 2002/10
Mitte Juli 2002:
In dieser Zeit hatte endlich das Foto-Shooting Früchte getragen. Mein Kadett D wurde in seiner vollen Pracht in der GTI-Plus 4-2002, 6.Jhg./Nr.32, August-September auf 6 Seiten vorgestellt. 
Mittwoch, 24.07.2002:
Bezüglich meiner Haftpflichtversicherung bekam ich von der Allianz Bescheid. Einige Änderungen sind eingetreten. Die zugrunde gelegten Parameter sind die Tarifgruppe B, Regionalklasse 6, Typklasse 19, Beitragssatz von 40% - Klasse SF 12. Damit verringert sich die jährliche Zahlungsweise auf 170,84€.
Freitag, 09.08.2002:

Da ich mir nun ernsthafte Gedanken gemacht habe, das Warndreieck und den Verbandkasten in einer verchromten Verschalung unterzubringen, besorgte ich mir bei der Firma Girke Fahrzeug- und Stahlbau ein Aluminium-Blech in der Größe 2x563x791mm. Inklusive des Zuschnittes war dann ein Betrag von 13,92€ fällig.

Am Wochenende zersägte ich das große Format in 4 kleinere Abschnitte, um diese einzeln weiter zu verarbeiten. Diese Arbeit erfolgte mit Zuhilfenahme der Stichsäge; das Entgraten der scharfen Kanten vollführte ich mit der Schrupp- und Schlichtfeile. Anschließend kantete ich die Bleche nach Maß mit Hilfe zwei mir zur Verfügung stehenden Arbeitsplatten ab, nachdem ich die Kante mit einer Anreißnadel schwächte. Diese Arbeiten vollzogen sich im heimischen Keller des Hauses 72.

Als ich feststellte, dass das Behältnis für das Warndreieck von mir falsch ausgeschnitten und abgekantet worden war, besorgte ich mir sofort am folgenden Montag ein neues Alu-Blech. Ich hatte von der schmalen Grundseite die langen Flächen hochgeklappt, was zum einen sehr einfach war, da sich die Kante recht kurz anbot. Das anschließende Schweißen der langen 90°-Ecken hätte aber zum anderen zu einem unverhältnismäßig hohem Aufwand geführt. Deshalb entschied ich mich, die lang anmutenden Winkel abzukanten.

Montag, 12.08.2002:
Ein weiteres Aluminium-Blech musste noch angeschafft werden, wobei mir erneut die Firma Girke Fahrzeug- und Stahlbau unter die Arme griff. Die Größe betrug 2x181x980mm und kostete plus Zuschnitt den Preis von 14,73€. Wie am voran gegangenen Freitag beschrieben, hatte ich im Zuge des Abkantens die anschließende Problematik nicht rechtzeitig erkannt. Bei diesem erworbenen Blech verlief die Arbeit sorgenfrei.
Donnerstag, 15.08.2002:
Heute gab ich 4 Teile, die den Behälter und die dazugehörigen Deckel von Warndreieck und Verbandkasten definieren sollten, bei der Firma Girke Fahrzeug- und Stahlbau in Auftrag. Dort sollten durchgehende Schweißnähte an dem Alu-Material in die Wege geleitet werden. Das war eine der wenigen Arbeiten, die ich nicht persönlich durchführen konnte, da mir die nötigen Mittel fehlten. 
Donnerstag, 29.08.2002

Bei dem Autoteilehandel Wilhelm Ehlers in Bochum kaufte ich 1,4m Kantenschutz, weil die Motorradschmiede Bochum, bei der ich mich sonst eingedeckt hatte, nicht über dieses Material verfügte. Von denen bekam ich dann den Tipp, mich in diesem Teilehandel durchzufragen. Bezahlt habe ich dann den Betrag von 4,76€.

Um den beiden Deckeln von Warndreieck und Verbandkasten ein solides Äußeres zu verschaffen, war der schwarz eingefärbte Kantenschutz ein probates Mittel. Eine weitere Aufgabe bestand darin, Deckel und Behältnis fest miteinander zu verbinden, da die Passung sehr eng wurde.

Freitag, 13.09.2002:
Endlich sind die Aluminium-Schweißarbeiten an Warndreieck und Verbandkasten abgeschlossen. Die Firma Girke Fahrzeug- und Stahlbau berechnete mir die Summe von 166,17€ für ihre erbrachte Leistung. Anschließend bearbeitete ich in aufwendiger Form diese Behältnisse mit einem Schleifklotz und jede Menge Schleifpapier, danach polierte ich mit Polierscheiben bis auf Hochglanz. Wenig später gab ich die aufwendig hergestellten Behälter samt Deckel sowie die beiden im Mai eigens angefertigten Türgriffe bei der Verchromerei S. ab.
Oktober 2002:

Der Bekannte Jens Becker eröffnete mir die Möglichkeit, den altgedienten, eingeschweißten und in Wagenfarbe lackierten Überrollkäfig herauszutrennen. Da das Saisonkennzeichen bis Ende Oktober Gültigkeit besitzt, musste zwangsläufig in diesem Monat die Aktion starten. Nach terminlicher Absprache und guten Wettervoraussetzungen entnahm ich erst einmal alles Unbrauchbare aus dem Fahrzeuginneren, wie z.B. Beifahrersitz, Seitenverkleidungen, Sicherheitsgurt, Fußmatten und Reserverad. Den Rest entfernte ich am Ort des Geschehens. Dann bearbeitete ich mit Hilfe eines Winkelschleifers sämtliche Rohre und Schweißnähte. Teilweise schliff ich so lange, bis sich die eingeschweißten Verstärkungsplatten loslösten. Um den Lack vor Verbrennungen zu schützen, legte ich den Innenraum mit kiloweise Decken und Tücher aus. Zwischenzeitlich kames vor, dass die Gewebestruktur Feuer fing. Nach etlichen Stunden und in der Dunkelheit konnte ich die Arbeit beenden. Danach schraubte ich den Fahrersitz wieder ein, dass ich nach getaner Arbeit nach Hause fahren konnte. Der Lack im Innenraum ist leider doch in Mitleidenschaft gezogen worden, was letztendlich eine neue Innenraumlackierung nicht vermeiden ließ. Der mir von Jens Becker geliehene Winkelschleifer trug erheblichen Schaden davon, das mich veranlasste, ihm einen Neuen zukommen zu lassen. Auch schenkte ich ihm CD-Rohlinge für seine Unterstützung, mir mit Elektrizität, seinem Winkelschleifer und Stellplatz ausgeholfen zu haben.

Im Keller des Hauses 72 fing ich an, die Rohre des erworbenen Käfigs abzubeizen und mit grobem Schleifpapier von Hand zu bearbeiten. Diese mussten so lange geschliffen werden, bis die erkennbaren Poren auf dessen Oberfläche nicht mehr sichtbar waren. Das Schleifen von Hand hatte den entscheidenden Vorteil, dass Unebenheiten, verursacht durch Bohrmaschine und Fächerschleifer, nicht auf die Oberfläche übertragen werden konnten. Nur sehr mühsam und schmerzhaft war das Unterfangen.

Freitag, 18.10.2002:
Heute holte ich das Behältnis für Warndreieck und Verbandkasten samt Deckel und 2 Türgriffe von der Verchromerei S. ab. Die Arbeiten sind sehr ordentlich ausgeführt worden und kosteten mich den Betrag von 40€.
Mittwoch, 23.10.2002:
Ich nahm telefonischen Kontakt mit der Firma Lange+Ritter auf, zwecks Bestellung von 5m² Kohlefasergewebe Interglas 98141, 200g/m² Köper2/2 100cm breit, 1 LARIT L-285 Epoxid-Laminierharz 1,0kg-Dose sowie 1 EP-Härter LARIT-285 blau/Polyamine 0,4kg-Dose. Die Gesamtlieferung sollte insgesamt 164,43€ einnehmen.
Freitag, 25.10.2002:

Die am Mittwoch, den 23.10.2002 bestellte Lieferung der Firma Lange+Ritter wurde heute durch den Postboten überreicht. Inklusive aller Nebenkosten, wie Verpackungs- und Versandkosten, bezahlte ich den Gesamtbetrag von 165,96€. Da glücklicherweise der Bekannte Jatzek Kroll 2,5m² Kohlefasergewebe mit entsprechendem Harz und Härter für sich beanspruchte, nahm er mir 93,49€ an Gesamtkosten ab, so dass mir 72,47€ verblieben. Ich war unter anderem mit dem laminierten Ergebnis der Frontstoßstange garnicht zufrieden. Ich berichtete, dass sich im Februar/März diesen Jahres gewisse Ablösungserscheinungen erkennen ließen. Die nachfolgende Reparatur war aber eher der letzte Versuch, meine Arbeit zu retten. Da mittlerweile deutliche Blasenbildung sichtbar wurde, war unumgänglich, das alte Gewebe vollständig mit Spachtel zu entfernen. Eine komplette Neulaminierung stand an mit allen anschließend erforderlichen Arbeiten. Bevor ich aber den Lackierer C. Hufen aufsuchte, bearbeitete ich noch das gesamte Armaturenbrett, da sich auch dort durch Sonneneinstrahlung einige Unebenheiten breit machten. Aufmerksamen Lesern sollte nicht entgangen sein, dass zudem noch die Seitenbereiche durch den schwierigen Einbau im Februar 2001 in Mitleidenschaft gezogen wurden. Ein Schwarzlackieren der beiden Seiten und intensives Glattschleifen war erforderlich. Nach getaner Arbeit gab ich diese Teile bei der benannten Lackiererei ab und ließ sie mit einer Klarlackschicht versehen. Zwischenzeitlich war ein Nassschleifen meinerseits angesagt um danach nochmals diese mit Klarlack zu beaufschlagen. Etwa 100€ zahlte ich für die ordentliche Arbeit.

Ich schickte ein Fax-Schreiben an die Firma Heigo Autotechnik bezüglich einer Querstrebe im Fond. Das Schreiben beinhaltete unter anderem eine Skizze, nach der diese Firma die besagte Strebe anfertigen konnte.

Montag, 28.10.2002:
Heute suchte ich den Schildermacher Reiske in Bochum-Langendreer auf, um mir 2 zusätzliche Kennzeichen für meinen Kadett D zu besorgen. Der Grund bestand darin, dass ich die zusätzlichen Schilder verchromen lassen wollte, um auf den Treffen ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild zu erhalten. Demnach brauchte ich die Schilder in Rohfassung. Die Frage nach den Kennzeichen ließ die Dame erst einmal verstummen. Dann meinte sie, dass es ja nicht möglich wäre, diese mir auszuhändigen, ich könnte ja sonst was damit anstellen. Nach mehreren Bitten und Erklärungen war sie bereit, mit ihrem Vorgesetzten Kontakt diesbezüglich aufzunehmen. Aber auch dieser stellte sich stur und konnte nur auf die Parkplatzschilder verweisen, die eine legale Ausgabe beinhalteten. Also kaufte ich mir um 13:59h und für den Preis von 21€ diese Schilder und zog anschließend in aufwendiger Arbeit die Folien wieder herrunter, am Ende stand noch eine Intensivreinigung und das Polieren derselbigen auf dem Programm. 
Donnerstag, 14.11.2002:
Die Rechnung der Firma Heigo Autotechnik bezüglich der Alu-Querstrebe hinter den Sitzen, Aufpreis Gabelkopf vergoldet, Gesamtlänge: 1020mm und der Versandkosten wurde maschinell erstellt. Der Gesamtpreis war mit 122,46€ festgelegt worden. Was mich dabei etwas gestört hat war die Tatsache, dass die Strebe aus dem Material Aluminium bestand. Da der gesamte Überrollkäfig in Stahlausführung angeliefert wurde und die Verchromung verschleißfester, also weniger empfindlich ist, wäre eine solche Ausführung auf lange Sicht gesehen interessanter. Ändern wollte ich an dieser misslichen Lage aber nichts, da Gewichtseinsparung auch gewisse Vorteile bietet.
Freitag, 15.11.2002:
Die hintere Alu-Querstrebe der Firma Heigo Autotechnik ist heute eingetroffen. Die Passgenauigkeit ist hervorragend, der Preis von 123,99€ wurde von mir entrichtet.
Ende 2002:

Da ich noch eine Reihe von Fahrzeugteilen polieren wollte, kam mir der Gedanke, die Spedition Dören um Erlaubnis zu bitten. Mein Bekannter erfuhr von meinem Drang, weitere Fahrzeug-Accessoires durch Schleifen und Polieren zu bearbeiten. Er gab sich mal wieder sehr kollegial und gab mir die Möglichkeit, die beschriebenen Arbeiten bei ihm zu verrichten. Ich nahm wie so oft sein Angebot an und terminierte das Vorhaben. Einen Samstag um 11:00h sollten dann meine Arbeiten voranschreiten. Er war auch zugegen und heißte mich willkommen. Als ich seinen Keller betreten wollte, winkte er ab und zeigte auf den Platz draußen. Dort kann ich meiner Tätigkeit nachgehen, da angeblich vor lauter Utensilien der Platzbedarf im Kellerraum nicht vorhanden war. Die Frage, die ich mir nun stellen musste, war die, warum er mich zu sich bestellt hatte? Draußen war es eisig kalt - Minustemperaturen mit leichtem Schneefall waren zu verzeichnen. Der Platz war zwar bedacht, aber keineswegs war ich vor der Kälte geschützt. Da ich all' mein entsprechendes Zubehör im Fahrzeug und mich auf diesen Tag vorbereitet hatte, kam ein Nachhausefahren nicht in Frage. Ich nahm die Herausforderung an, um zu zeigen, unter welchen inhumanen Voraussetzungen ich meiner Arbeit nachkommen muss. Ich setzte mich auf meine Decke und legte los. Doch sehr bald merkte ich, wie meine Zehen und die Finger einfroren. Zwischendurch wärmte ich am laufenden Bohrfutter meine Hände etwas auf, so dass ich etwa zwei Stunden arbeiten konnte. Gelegentlich kamen er und seine Schwester vorbei und blieben nur kurze Zeit. Auch sie fingen an zu frieren. Zum Abschluss meldete ich mich noch einmal bei Ihm, um mich zu verabschieden. Er hatte sich vier Reifen gekauft, die er in seinem Keller deponiert hatte. Die wollte er mir noch abschließend zeigen und so konnte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie zugestellt der Raum wirklich war. Zu meinem Bedauern habe ich feststellen müssen, dass ich durchaus Platz gefunden hätte, denn mehr als 2m² benötige ich nicht. Ich war mal wieder einer Erfahrung reicher geworden, einer Bitteren. Ich habe seitdem nie wieder einen Versuch unternommen, ihn um Hilfe zu bitten und werde es auch nicht tun.

Nun wurde ich doch noch bei der Spedition Dören vorstellig und nahm alle meine Teile mit. Nach und nach konnte ich ein Weiterkommen entdecken, dass aber alles von mir abverlangte. Jede Menge Abbeizarbeiten waren im Vorfeld notwendig, um weiter vorgehen zu können. Bei der Lenkradnabe griff mir der Verchromer Herr Busch unter die Arme und hatte auf meinen Wunsch das "Objekt der Begierde" gesandstrahlt, um den Originallack auch an unzugänglichen Stellen zu beseitigen. Der konnte mit meinem handelsüblichen Abbeizer nicht entfernt werden. Ob Aluminium oder Stahl, akribisches Abschleifen der grobkörnigen Struktur war obligatorisch. Ein ganz besonderes Augenmerk im Bereich der Nischen war gefragt. Den Überrollkäfig bearbeitete ich doch noch teilweise mit Fächerschleifern, da die Anstrengungen von Hand überdurchschnittlich anwuchsen. Alle Teile wurden von mir nach der Bearbeitung mit Bohrmaschine und Hilfe aller möglichen Schleifpapierkörnungen auf eine relativ glatte Oberfläche gebracht. Danach polierte ich je nach Material mit verschiedenartigen Polierscheiben die Oberflächen, bis eine glänzende Schicht erkennbar wurde. So fielen der komplette Überrollkäfig mit seinen Anbauteilen, die insgesamt 6 Bügel, 7 Rohre und 1 Kreuz beinhalteten, der komplette Schalthebel, der Handbremshebel, 2 Sitzkonsolen, 4 Türfangbänder, die Lenkradnabe sowie die hintere Alu-Radhausabstützung in meinen Bereich. Die Arbeiten dauerten bis in den Januar des nächsten Jahres an.