Da man mich des Öfteren hinsichtlich meiner Arbeitsweise in Bezug auf das Polieren von Fahrzeugteilen ansprach, möchte ich einen kurzen Abriss liefern, welche Werkzeuge im einzelnen verwendet wurden und welche Hilfsmittel zusätzlich erforderlich waren. Dass die Oberflächenbehandlung durch Schleifen und Polieren von nahezu allen Metallarten, wie z.B. Alu-Druckguss, Reinaluminium, Edelstahl  sowie Stahlguss etc. mit den trivialsten Mitteln möglich ist, sollen der Einsatz nachstehender Werkzeuge visuell beschreiben. Selber verfüge ich über eine angemietete Garagenhälfte, die eine Größe von 5m x 4m beinhaltet und jegliche Art von Stromversorgung vermissen lässt. Überwiegende Handschleifarbeiten vollführte ich in der Garage, beim Einsatz der Bohrmaschine stellte mir überwiegend die Spedition Dören in Bochum eine geringe Stellfläche zur Verfügung. Die Bilder 1 bis 6 lassen zunächst beschriebene Werkzeuge und Hilfsmittel erkennen. Das Bild 7 zeigt die erwähnte Garage. Detailliert handelte es sich um Bohrmaschinen, Winkelschleifer, Schleifpapier von 40er bis 2000er Körnung, Fächerschleifer, Polierscheiben und deren Wachse, Drahtbürstenaufsätze, Schleif- und Gummipolierscheiben, Schraubstock, Schutzmaske und deren Sitzmöglichkeit.
Bild 1
Bild 2
Bild 3
Bild 4
Bild 5
Bild 6
Bild 7
Wie sich nach etwa 10 Stunden Dauerschleifen und -polieren trotz Schutzmaske der äußere Eindruck darstellen kann, zeigt nachstehendes Foto Bild 8 meiner Wenigkeit.
Bild 8
In diesem Abschnitt möchte ich auf die eigentlichen Bearbeitungsschritte eingehen. Erst einmal habe ich, wie schon eingangs erwähnt, unterschiedlichste Materialien zur Bearbeitung vorliegen, die in ihrer Härte sehr stark differieren. Der Grad der Oberflächenbeschaffenheit sowie die Ausgestaltung der Teile sind weitere Gesichtspunkte, die beim Benutzen der richtigen Werkzeuge zu berücksichtigen sind. 
Nehmen wir zunächst als Beispiel das aus Alu-Druckguss bestehende und stark verwinkelte Ölpumpengehäuse. Hier führe ich mit Hilfe meiner Bohrmaschine und einem Fächerschleifer mit 120er Körnung eine Rundumbearbeitung durch, bis alle sichtbaren Poren beseitigt sind. Um auch einigermaßen in die verwegendsten Ecken vorzudringen, sollten verschiedene Größen der Schleifer vorliegen. Anschließend kamen dann Fächerschleifer mit 240er Körnungsgrad zum Einsatz. Ab jetzt ist das Schleifenvon Hand angesagt, wobei ich mehrere etwa 50cm² große Schleifpapierstücke zurecht schnitt. Dabei fing ich mit einer 400er Körnung an, die solange über das Material rieb, bis die vom zuvor benutztem Fächerschleiferrzeugten Riefen eliminiert waren. Danach musste komplett mit 600er und zum Schluss mit feinem 1000er Schleifpapier (teilweise auch nass) weiter bearbeitet werden. Nun kam erneut die Bohrmaschine zum Einsatz, die mit einer weichen Polierscheibe kombiniert wurde. Mit dem dafür vorgesehenen Wachs auf beschriebener Scheibe wurde dann das Werkstück auf Hochglanz gebracht, wobei leichtere Bearbeitungsriefen bei derartiger Feinstbearbeitung egalisiert werden. Derartige Werkstücke eignen sich hervorragend zur Weiterverarbeitung, wie z.B. dem Verchromen. Bei härteren Materialien und ggfs. stärker ausgeprägten Poren und Lunkern können auch Fächerschleifer mit 40er oder 80er Körnung anfangs zum Einsatz kommen. Um dann derartig kräftige Riefenbildung mit feineren Körnungsstufen abzutragen, ist eine Menge Kraft und Ausdauer von nöten. Wenn auch bei diesen harten Werkstücken bis etwa 240er Korn bis dato riefenfrei gearbeitet wurde, reicht normalerweise schon eine vernünftige Nachbehandlung mit 400er Schleifpapier von Hand aus um beimanschließenden Verchromen keine bösen Überraschungen zu erleben. Gelegentlich war schon mal auch noch die 600er Körnung von mir verwandt worden. Im Anschluss daran greift man sich erneut die Bohrmaschine mit einer dafür vorgesehenen Polierscheibe und entsprechendem Wachs und bringt die Oberfäche auf Hochglanz. Ein gewisser Korrosionsschutz ist zudem noch mit enthalten.
Bei Fahrzeugteilen, die eine große ebene Fläche darstellen, sollte möglichst kein Fächerschleifer zum Einsatz kommen, da sonst Unebenheiten vorprogrammiert sind. Entweder nimmt man diese anfangs in Kauf und versucht sie anschließend mit einem Schleifklotz zu entfernen oder man schleift von Hand mit grobem, je nach Material zwischen 80er und 180er, Schleifpapier die Poren heraus. Die weitere Bearbeitung lässt sich aus dem oberen Text entnehmen. Als Werkstücke lassen sich da z.B. der Ventildeckel, die Rohre des Überrollkäfigs sowie die Felgen nennen. Bei Kleinteilen, wie z.B. Schrauben verwendete ich zudem einen kleinen Schraubstock, da beim Bearbeiten mit den Fächerschleifern die Verschraubungen einer höheren Hitze ausgesetzt waren, die auf Dauer von Hand nicht aufgenommen werden konnten.
Was nicht als weniger wertig angesehen werden kann, ist die Vorbereitung von Fahrzeugteilen auf das nachfolgende Verchromen. Es gibt durchaus Teile, die den Bädern in der Verchromerei ohne jegliche Probleme zugeführt werden können. Aber es gibt auch eine Reihe von Fahrzeugelementen, die nach einer erhöhten Sorgfaltspflicht verlangen. So der Motorblock als Beispiel angeführt. Die "Kopf"-fläche hatte ich mit einer gebrauchten Kopfdichtung und extra angepassten Hülsen und den serienmäßigen Kopfschrauben verschraubt. Alle Lagerstellen und Dichtungsbereiche, wie auch die Zylinderlaufbahnen grundierte ich mit säurefester Farbe, die im Anschluss noch einen Lackanstrich erhielten. Nach abgeschlossener Verchromung lassen sich mit Hilfe von Abbeizer die Farbreste entfernen. Bei komplizierteren Konturen wie z.B. Vergaser, die nicht mit Hilfe von Lacken geschützt werden können, müssen separate Bleche angepasst werden, die noch mit einer aus Dichtungspapier heraus geschnittenen Kontur an die zu abdichtende Fläche gedrückt und verschraubt werden. Bei den hinteren Schwingungsdämpfern schützte ich die vom Hüllrohr abgedeckte Kolbenstange durch einen längs aufgeschnittenen, im Baumarkt erworbenen, Gummischlauch, der mit mehreren Kabelbindern befestigt wurde.
Sicherlich gibt es genügend andere Wege, die zum Ziel führen. Einige meiner persönlichen Erfahrungen möchte ich aber gerne an dieser Stelle weiter geben. Falls diesbezüglich noch Fragen auftreten, bin ich gerne bereit, zur Problemlösung beizutragen.